Was KMU hierzulande über das Google Mobile Update wissen sollten

Noch 5 Tage, dann rollt der Suchgigant aus Mountain View sein breit angekündigtes und viel besprochenes Google Mobile-Update aus. Es wird von vielen als größeres Update als Pigeon oder Panda gehandelt, also jene Algorythmus-Updates, die tausende Linkseiten und inhaltsschwachen Webseites mit einem Wimpernschlag in die Bedeutungslosigkeit der Suchmaschinenirrelevanz stampften, was vielerorts die Vernichtung von Existenzen zur Folge hatte. Kein Wunder also, dass sich bei dieser – für Google übrigens sehr unüblichen – Vorabankündigung wieder global die Nackenhaare aufstellen.  Aber was heißt das genau? Und für wen? Wir haben uns das Ganze mal aus der Sicht der KMU in Deuschland angeschaut.

Es kommt zur richtigen Zeit

Dass Google dieses Update vornimmt, macht durchaus Sinn. Die mobile Suche wächst stetig, auch in Deutschland sind in den letzten Jahren enorme Zuwächse in diesem Sektor zu verzeichnen. Mobil und auf dem Desktop die gleichen Suchergebnisse anzuzeigen ist hier nicht zielführend, da es noch viel zu viele mobil unoptimierte und nicht-responsive Webseiten gibt. Hier sind auf der Version für unterwegs die Schriften viel zu klein, die Links stehen viel zu dicht beieinander und sind so schwer anzutippen. Neue mobile Webseiten braucht also das Land, bzw. die Welt.

Verfallen Sie jetzt nicht in Panik und bangen Sie noch nicht um ihr (vielleicht gerade erst) mühsam erarbeitetes Ranking. Schauen wir erst einmal, wem durch die angebliche „Mobilopalypse“ wirklich eine spürbare Anzahl von potenziellen Neukunden „durch die Lappen“ gehen könnte.

Hier zwei Fakten, die Sie etwas entspannen sollten:

1. Das Update betrifft nur die mobilen Suchergebnisse, nicht die der Desktops.
2. Alle Unterseiten werden vom neuen Algorythmus individuell bewertet, nicht die Webseite global.

Das bevorstehende Update betrifft KMU unterschiedlich

Zudem wird die mobile Suche bei verschiedenen Dienstleistungen unterschiedlich stark genutzt. Bemerkt jemand unterwegs in der Stadt einen größeren Defekt am Auto, wird er oder sie wohl mobil nach der nächsten Autowerkstatt suchen. Möchte jemand allerdings sein Dach decken lassen, wird wohl eher der Heimrechner bemüht, Displaygröße und oft schnellerem Internet sei Dank.  So setzt sich das weiter fort: Restaurants werden eher mobil gesucht als Bestattungsunternehmen,  Klempner und andere Handwerker kommen wohl meist über den Desktop, Schlüsseldienste werden wohl ausschließlich mobil bemüht. Autsch, ja, die Schlüsseldienste. Hier wären aufgestellte Nackenhaare vielleicht doch direkt die richtige Strategie.

Habe ich überhaupt mobile Besucher auf meiner Seite?

Aber was soll man hier rumraten: Jeder Webseitenbetreiber kann über Google Analytics kostenlos herausfinden, wieviele Besucher genau über mobile und stationäre Kanäle auf seine Seite kommen. Für wen dies noch ein weißer Fleck auf der Landkarte ist, dem sei unsere Google Analytics Anleitung für KMU wärmstens ans Herz gelegt:

 

 

Natürlich muss man festhalten, dass das Merkmal „zuhause“ nicht per se eine Desktop-Suche implementiert; Smartphones werden natürlich auch hier genutzt, außerdem sind vielerorts Tablets dabei, die Heimcomputer zu ersetzen. Nur die momentane Tendenz soll hier festgehalten werden, um Webseitenbetreiber vor Panikattacken und etwaigen Schnellschüssen zu bewahren.  Gleichgültige Entspanntheit empfehlen wir aber auch nicht. 😉

Atmen wir also einmal durch, um anschließend  den Stier bei den Planungs-Hörnern zu packen.

Mobilfreundlich = Responsiv?

Responsives Webdesign ist seit 2013 in aller Munde. Es beschreibt eine Webseite, die auf verschiedenen Endgeräten (Desktop/Smartphone/Tablet) unterschiedlich ausgespielt wird, obwohl diese über eine identische URL verfügen. Auf dem Tablet bekommt der Nutzer also eine abgespecktere Version als auf dem Desktop, auf dem Smartphone eine noch kleinere Version. So bleibt die Webseitenstruktur auf jeder Display-Größe übersichtlich und benutzerfreundlich.

Eine mobilfreundliche Webseite heißt aber nicht direkt, dass man es mit einer responsiven Webseite zu tun hat, viele vergessen bei diesem Thema noch die rein mobilen Webseiten. Meist mit einem m.-Zusatz (für mobil) am Anfang der Webadresse versehen, werden diese Seiten automatisch aufgerufen, wenn ihre „Mutter-Seiten“ mobil angeklickt werden. Hier muss extra eine mobile Fassung programmiert werden.

Wie kann ich sehen, ob meine Webseite responsiv ist?

Haben Sie z.B. eine Webseite in WordPress erstellt und ist dies noch gar nicht so lange her, sind die Chancen gar nicht so schlecht, dass ihre Seite bereits responsiv ist.  Sollten Sie ein altes Baukastensystem haben, machen Sie sich lieber keine Hoffnungen. Man kann dies aber ganz schnell herausfinden:

Der schnellste Weg

Nehmen Sie dazu einfach die rechte, untere Ecke ihres Browser-Fensters in die (Cursor-) Hand und minimieren Sie das Fenster in der Breite. Je schmaler das Fenster wird, desto mehr verkleinern und verschieben sich in der responsiven Version auch die Inhalte. Hier verschwinden Seitenleisten, Bilder und Buttons passen sich an. Die Mobilversionen sind also deutlich abgespeckter als die Desktop-Versionen. Ist die Seite nicht responsiv, schneiden Sie mit dem Verschmälern einfach die Inhalte ab, die Seite verändert sich nicht in seinen Dimensionen.

Der Mobile Friendly-Test

Mit dem hauseigenen Mobile-Friendly-Tool  können Sie detaillierter sehen, wie mobil-freundlich Ihre Seite derzeit ist. Einfach eine URL (Webadresse) in den Schlitz eingeben und auf „Analysieren“ klicken. Sie bekommen ein Vorschaubild in Form  ihrer Webseite in einer Smartphone-Anzeige dargestellt, zusätzliche Informationen und weiterführende Links präzisieren die Bedürfnisse ihrer Seite. Ist alles in Ordnung, sieht das in etwa so aus:

Test auf Optimierung für Mobilgeräte WinLocal

Falls Ihre Webseite noch nicht für mobile Engeräte optimiert ist, kann das in etwa so aussehen:

Test auf Optimierung für MobilgeräteDurchgefallen

 

Falls Ihre Seite also den Responsiv-Test nicht bestanden hat, keine Panik. Sie sollten nun prüfen, ob ihr Webseiten-System in einfachen Schritten auf eine responsiv Funktion erweitert werden kann. Ist dies nicht der Fall, sollte eine komplette Umstellung auf responsives Design in Angriff genommen werden.

Meinen Sie, ihre Seite könnte für die Sichtbarkeit bei den Suchmaschinen generalüberholt werden und wollen dies selbst mal ausprobieren? Schauen Sie doch einmal in unser Local SEO-Audit. Hier können Sie Schritt-für-Schritt Ihre Sichtbarkeit bei Google auf Vordermann bringen:

das-ultimative-local-SEO-audit

Falls Sie Fragen oder Anmerkungen auf dem Herzen haben, nutzen Sie gern unseren Kommentarbereich.

3 Kommentare zu „Was KMU hierzulande über das Google Mobile Update wissen sollten

  1. Pierre

    In Panik sollte sowieso keiner geraten, weil es nur die treffen wird, denen die Mobile Version sowieso egal war. Sonst hätten diese ihre Seite schon vorher für Smartphones & Co. fit gemacht. Zumindest gucken sich die wenigsten Seiten auf dem Smartphone an, die nicht dafür optimiert wurden und somit wird es sicherlich wenige Geheule insgesamt geben.
    Google macht den einzig richtigen Schritt, um auf diese Thematik aufmerksam zu machen und so nicht nur deren (Mobile-) SERPS zu verbessern, sondern auch dem User noch bessere Daten zu liefern und damit auch wieder gleichzeitig mehr Geld durch Werbeeinnahmen zu verdienen.

    Antworten
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