Werbeformen im Vergleich: wo stehen wir heute?

Gerade kleine mittelständische Unternehmer tun sich schwer mit der Entscheidung, gezielt Werbeanzeigen zu schalten. So unterschiedlich wie die Werbeformen sind auch deren Preislagen, der Erfolg der Neukundengewinnung ungewiss. Bevor ich damit anfange die klassischen Anzeigenarten mit denen der sich etablierenden Online-Anzeigen in puncto Kosten, Erreichbarkeit und Messbarkeit zu vergleichen, möchte ich die positiven Eigenschaften der klassischen Werbung hervorheben sowie den Blick für Neues öffnen: Das Verschwimmen digitaler und gedruckter Werbung.

Teil 1: Die Vorteile der Klassiker und ein Ausblick auf Neues

Online-Marketer beschwören schon lang den Tod von klassischer Werbung, Werber behaupten, das sei alles Quatsch und kleine mittelständische Unternehmer fragen sich immer wieder, wie sie nun am besten Neukunden an Land ziehen können. Hier ist nicht alles nur schwarz und weiß, die Macht von Print und Bewegtbild im Großformat sind nicht zu unterschätzen. Es ist viel los in Welt der Neukundengewinnung- wir bringen Licht ins Dunkel.

Print – Haptik, Hochglanz und Auffälligkeit

Zumindest wenn Sie in einem Ballungszentrum wohnen, wird Ihnen beispielsweise diese aktuelle Plakatwerbung bekannt vorkommen: Junge Menschen, bombardiert mit verschiedensten Farbpigmenten. Die Botschaft: „Diese Werbung trifft. Jeden.“ Stimmt!

Farbenfrohe, handverteilte Flyer, Seitenfüllende Anzeigen in der regionalen Zeitung, Botschaften auf DIN A 4-großen Werbetafeln in öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zu größeren Plakaten, Plakatwänden oder gar Hausfassaden bedeckende Kampagnen: Print fällt ins Auge.

Cooch Creative

Print fällt auf. Quelle: Cooch Creative

Exklusivere Unternehmen gönnen sich zudem edle Postkarten mit ansprechender Haptik, zahlreiche Plätze in hochglänzenden, internationalen Magazinen höchster Reputation sowie hochwertigst bedruckte Einkaufstaschen um beglückte Kunden zu laufendenden Werbeträgern zu machen.

Es gibt viele Formen ansprechender und auffälliger Print-Werbung die ihren Zweck erfüllt: Die Marke verankert sich im Gedächtnis des Betrachters.

TV- und Kinowerbung: Bei den Emotionen gepackt

Das Bewegtbild allerdings hat noch größere Macht uns zu fesseln. Ein gut gemachter Spot kann uns nirgends so gut „abholen“ wie im Fernsehen oder Kino. Durch das große Bildformat und die meist mehrspurige Tonqualität ziehen uns oft die sich verkaufenden Traumwelten in ihren Bann, Emotionen werden geweckt, Verlangen heraufbeschworen und Träume generiert. Im besten Fall verankern sich diese positiven Assoziationen zusammen mit der Marke in unserem Hirn um bei dem nächsten Zusammentreffen Kauflust zu schüren.

Natürlich hat ein Unternehmen wie dieser exklusive Eisverkäufer ein ganz anderes Budget, was Realisation und Verbreitung betrifft. Ein kleiner Firmeninhaber kann höchstens in einem Lokalkino Werbung schalten, mit oft mäßigem Erfolg.

Zudem haben neben den all oben beschriebenen gedruckten Formen von sich anpreisenden Produkten oder Dienstleistungen  auch Film- und Fernsehspots ein großes Manko.

Das Problem: Die Messbarkeit

Wie viele von meinen Flyern landen eigentlich ungesehen im Müll? Und wie viele Neukunden hab ich der Flyergestaltung eigentlich zu verdanken? Wie viele haben das Plakat gesehen und sich auch noch davon beeinflussen lassen? Bei der Kino- bzw.TV-Werbung lässt sich zumindest ermitteln, wie viele Menschen man erreicht hat. Aber haben sie auch wirklich hingeschaut? Man wird es nie erfahren. Den großen Vorteil haben hier- ganz klar: Werbeanzeigen im Internet. Aber dazu kommen wir im später.

Neue Wege: wenn Print- und Digitalmedien miteinander verschwimmen

Der QR-Code als neues Tool der Messbarkeit

Zumindest in Teilen kann mittlerweile in Printmedien die Wirksamkeit einer Anzeige gemessen werden: durch den QR-Code.
Wurde er schon vor vielen Jahren in der Logistik verwendet, erlebte er vor einiger Zeit einen regelrechten Hype. Mit dem Smartphone abgescannt, erreichte man in sekundenschnelle die Webseite des werbenden Unternehmens. Oder noch wirksamer: Durch den Scan des Codes wird ein Gutschein heruntergeladen der im Geschäft in der Nähe eingelöst werden kann. Hier gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Diagonal Mar geht noch einen Schritt weiter:

Man sieht: QR-Codes sind vielfach einsetzbar. Eine originelle Idee und eine gute Umsetzung reichen aus, um Menschen zu begeistern und andere daran teilhaben zu lassen. Auch mit Plakaten lässt sich innovativ werbewirksam arbeiten. Gut, in diesem Fall ist das Plakat eigentlich keins mehr, ein Bildschirm tut auf den ersten Blick nur so als wäre er eins.

Das lebendige Plakat – wenn Digitalmedien sich für Print ausgeben

In diesem Beispiel sehen wir eine junge Frau mit langen Haaren, eine Werbung für eine schwedische Haarpflegeserie. Der Clou: Wenn ein Zug auf dem Bahnsteig einfährt, werden durch die U-Bahn erkennende, eingebaute Sensoren die Haare der Dame wie vom Fahrtwind erfasst. „Makes your hair more alive.“ – „Macht ihr Haar lebendiger“.

Apotek Hjärtat – Blowing in The Wind from Ourwork on Vimeo.

Man könnte sich vorstellen, dass in naher Zukunft die Plakate nicht ganz statisch sind. Ein sich bewegendes Detail zieht ganz andere Aufmerksamkeit auf sich als ein stilles Bild. Schöne Beispiele dazu gibt es in unserem Artikel Die Wiedergeburt des GIF-Formats.
Wie schon das Qr-Code-Beispiel in der Einkaufspassage erreicht die Dame mit den wehenden Haaren nicht nur die Passanten auf dem Bahnsteig, sondern auch Sie. Als Betrachter dieses Videos. Hier kommen wir zu einem neuen Mittel der Neukundenakquise für die man nicht einmal einen Cent für das Schalten von Werbeanzeigen ausgeben muss.

Die dokumentierte Werbeaktion als Mittel der digitalen Selbstverbreitung

Eine neue Möglichkeit die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken ist also eine originelle Werbeaktion, filmisch dokumentiert, gespickt mit den Reaktionen und Emotionen der zufälligen Zeugen. Wie in dem unteren Beispiel eines Fernsehsenders führte diese Aktion zu fast 50 Millionen Klicks auf Youtube.

Das Video verbreitet sich durch seine Beliebtheit von ganz allein, das Unternehmen kann die Hände in den Schoss legen und dem viralen Wunder zuschauen. Wie auch passiert bei einer kanadischen Billigairline. Eine schöne Content-Analyse zu diesem Fall hat Svenja Hintz geschrieben: Wie kommen Emotionen in die Story?

Im nächsten Teil werde ich weiter in dieses Thema eintauchen und schließlich vergleichend auf die verschiedenen Anzeigenarten eingehen.

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