WinLocal auf der PPC Masters 2015 Berlin

Am 12.02.2015 war es wieder soweit. Die PPC Masters hatte Ihren Weg aus Hamburg nach Berlin gefunden. 1 Tag, 2 Tracks, 16 Sessions und Networking. So lässt sich kurz und knapp die PPC Masters 2015 zusammenfassen. So einfach und doch so viel mehr!

Bereits am Vorabend bot sich die Gelegenheit, sowohl mit den Veranstaltern als auch mit den Speakern und Teilnehmern warm zu werden.  Beim Konsumieren des einen oder anderen Getränks wurde Erfahrungen ausgetauscht und sowohl berufliche als auch private Gespräche, in der lockeren Atmosphäre der Homes Bar, geführt.  Am nächsten Morgen hieß es dann erst einmal sich zu gedulden, denn wir waren offensichtlich nicht die einzigen Teilnehmer die sich ein wenig beim Anreiseweg verschätzt hatten.

Somit reihten wir uns in die Schlange derer ein, die ebenfalls punktgenau um 9:00 Uhr den Tagungsort erreichten. So exklusiv, wie dass Event selbst war auch der Veranstaltungsort, die Alte Teppichfabrik in Alt-Stralau. Wir das sind mein Kollege Stefan Quartieri und ich, Daniel Rankl, die gespannt vor Ort nach einer kurzen Begrüßungsrede von Andre Alpar, den folgenden Ausführungen unserer Kollegen zu den Themen Anzeigenerweiterungen, Kontenoptimierungsroutinen oder Kampagnen Audits verfolgen durften.

Schlange stehen bei der PPC Masters in Berlin

In kurzweiligen 45 minütigen Slots erhielt man bis zum Mittag u.a. Einblicke in die Top 10 Account-Audit Learnings, die helfen sollen Potentiale  für Account-Maßnahmen und-Strategien aufzuzeigen. Im Anschluss an den Slot von Maik Metzen und Jennifer Bölitz  gaben uns Andreas Hörcher und Marco Brenn einen kurzen Einblick über die aktuellen AdWords Features und Anzeigenerweiterungen. Besonders gespannt darf man auf die neuen Google-Richtlinien bzgl. der Anzeige von Rufnummern in den AdWords Anzeigen sein, welche zukünftig mit der Rufnummer auf der Landingpage übereinstimmen müssen.

PPC Masters Lounge

Im letzten Vortrag am Vormittag ging es anschließend darum aufzuzeigen, was dem SEA Manager dabei helfen kann, einmal einen Blick von außen auf die eigenen Kampagnen zu werfen und sich somit ein Stück weit von der oftmals routinemäßigen Analyse und Optimierung zu lösen. Laut Max Renneberg und Christian Steinbock eignen sich hier besonders gut sogenannte Inside-Out-Analysen, um Aufschlüsse über die Relevanz bestimmter Keywords für Dienstleistungen oder Produkte über alle relevanten Mitbewerber hinweg zu erkennen und in den eigenen Kampagnen entsprechend zu berücksichtigen.

PPC Masters Location

Nach einem stärkenden Mittagessen, mit leckerer original Berliner-Currywurst, Chilli oder wahlweise weniger deftigen Gerichten, ging es weiter mit den täglichen, wöchentlichen und monatlichen AdWords Routinen.  Ralf Kollosche und Tobias Pappert gaben uns einen Einblick wann, wie oft und vor an welchen Stellschrauben sie regelmäßig drehen, um Kampagnen optimal zu betreuen. Danach wurde den Teilnehmer von Gianpaolo Lorusso in ungewohntem Italienisch-Englisch erklärt, wie man in nur 5 Minuten mit 3 Berichten und den richtigen KPIs, den tatsächlichen Erfolg sowohl kleinerer als auch von sogenannten „Monster-Accounts“ auf einfache Art und Weise bestimmen lassen.

PPC Masters die Tracks gehen los

Nach der letzten Pause des Tages ging es am späten Nachmittag zunächst  um spezielle Fehler die jeder Kampagnenmanager vermeiden sollte. An dieser Stelle sei nur kurz auf die Bedeutung von Anzeigenerweiterungen und auf die Keyword-Anzeigen-Relevanz hingewiesen. Für Stefan und mich endete die Konferenz mit dem Vortrag von Marc Rüsing, der uns aufzeigte, wie man durch den intelligenten Einsatz von Remarketing die Ergebnisse von PPC Kampagnen deutlich verbessern kann.

PPC Masters Meet and Greet

Als Fazit lässt sich festhalten, dass sich in einem Punkt alle Speaker einig waren und in all ihren Vorträgen darauf hinwiesen:

  • Testen ist nach wie vor das A und O im AdWords Alltag.
  • Die regelmäßige Durchführung unterschiedlicher Testszenarien ist wichtig.
  • Sei es der Einsatz unterschiedlicher Gebote, Match-Types  Keywords oder  Anzeigentexte.
  • Mindestens genauso wichtig ist aber auch die vollständige und transparente Dokumentation der einzelnen Schritte – Denn schlau ist, wer weiß wo es geschrieben steht.

Vor allem die Tatsache, dass es Google, auch nach mehrmaligem Anfragen seitens der Veranstalter, leider nicht möglich war einen Mitarbeiter für die größte PPC Veranstaltung innerhalb Deutschlands, zu entsenden, unterstreicht diesen Fakt zusätzlich.

Das Fernbleiben des Branchenprimus verursachte sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Veranstaltern ein leichtes Kopfschütteln und trübte das Gesamtbild, einer ansonsten recht gelungenen Veranstaltung.

Daniel Rankl und Stefan Quartieri präsentieren stolz ihr PPC Masters ZertifikatSEM Manager Daniel Rankl & Stefan Quartieri
präsentieren ihr PPC Masters Teilnahme-Zertifikat

Präsentation: Mit Google AdWords Anzeigen bei mobilen Nutzern punkten

Was ändert sich für einen Werbetreibenden, wenn seine Zielgruppe die von ihm konzipierten AdWords-Werbeanzeigen in einem mobilen Kontext wahrnimmt? Auf welche Dinge sind zu achten, wenn man seine AdWords-Kampagnen für die stetig wachsende Mobile-Nutzergruppe optimieren und ideal aussteuern will? Zu diesem Problembereich habe ich kürzlich im Rahmen der Veranstaltung „Google AdWords für Fortgeschrittene“ an der Industrie und Handelskammer in Offenbach ein Seminar für Unternehmer gehalten. Die Präsentation möchten wir an dieser Stelle nun auch den Lesern des WinLocal-Blogs zur Verfügung stellen. Besondere Beachtung erhalten dabei folgende Punkte:

  • Wann sollte ein Unternehmen seine AdWords-Kampagne für mobile optimieren? Reporting, Daten-Segmentierung, Conversion-Ziele
  • Wie erreicht ein Werbetreibender seine mobile Zielkundschaft mit AdWords? Targeting – Netzwerk, Standort, Zeit, Gerät, Keyword, Placement, Zielgruppe, Demographie, Kommunikation – Text-/Image-/Displayanzeige, Anzeigenerweiterung, Landingpage, Gebot & Budget
  • Welche Einschränkungen/Stolpersteine gilt es umzugehen? Mobile only, Gerätetyp, Betriebssystem, Behavioral Targeting

Suchwerbung für lokale Dienstleister – Trends von der OMCap 2014

Mit dem Anspruch als eine der führenden Online-Marketing-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, konnte die diesjährige OMCap wieder mit einem vielfältigen Programm und vielen Szene-bekannten „Speakern“ aufwarten. Infolge der großen Bandbreite abzudeckender Marketing-Disziplinen, sowie der Begrenzung auf nur einen Tag werden zwingendermaßen viele Themen und Trends nur angerissen. Dem begegnen die Veranstalter mit den sogenannten Online Marketing Seminaren, sowie dem Content Marketing Symposium und bieten an den Vortagen Tiefgründigeres. Mit den PPC Masters in Hamburg ist bereits eine eigene Spezialveranstaltung für Suchwerbung im Portfolio.

Auch in Berlin liegt der Focus vieler SEA-Beiträge auf e-Commerce und Online-Shops, mit großen Werbe-Budgets und ausgefeilten Bid Management- und Web Analyse-Systemen. Trotzdem kann auch ein Dienstleister im Bereich AdWords Optimierung für (tausende) KMU wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen.

Konzentration auf Mobile

Die Prognosen sind eindeutig: in 2015 wird es in Deutschland mehr Suchanfragen von mobilen Endgeräten als von Desktops geben (Quelle: Content Marketing). Ähnlich wie Facebook trägt Google dem mit einer Mobile First-Strategie Rechnung. Erklärtes Ziel ist eine geräteübergreifende Konsistenz auch bei den AdWords-Anzeigen. Die kleinen Smartphone-Displays geben dabei die Richtung vor. Neuerungen wie Image-Erweiterungen werden wieder eingesammelt, dafür die Textzeile 2 auf Smartphones nur noch CTR-abhängig angezeigt. Anzeigenweiterungen wie Sitelinks oder auch die zuletzt eingeführten Callout-Erweiterungen bleiben wichtig, sollten auf Empfehlung Googles aber für Smartphones gekürzt werden.

Auswirkungen durch nahe Verwandte

Das Aufweichen der Keyword-Option Exact kann ebenfalls unter dem Gesichtspunkt Mobile First gesehen werden. Seit Oktober führen auch nahe Verwandte wie Pluralformen oder Falschschreibweisen eines eingebuchten Exact-Keywords zum Ausliefern einer Anzeige. Über Smartphones gestellte Suchanfragen sind im Vergleich zum Desktop oft kürzer und fehlerbehafteter. Die Zusammenfassung von Keyword-Varianten trägt damit auch zu einer Homogenisierung über alle Geräteklassen bei. Durch den Einsatz von Negatives und getrennte Anzeigengruppen kann dieser Neuerung begegnet werden.

Granularer Kontoaufbau

Eine feingliedrige Kampagen- und Anzeigengruppenstruktur, zumindest für Top-Keywords, ist nicht nur die Grundlage für eine hohe Keyword-Anzeigen-Relevanz und damit bessere Qualitätsfaktoren. Auch für das skriptgesteuerte Verarbeiten von Suchanfrage-Berichten müssen Anzeigengruppen ausschließlich Keywords gleicher Wortstämme enthalten. Zusätzlich sind Anzeigengruppen und eventuell sogar Kampagnen entsprechend dieser Wortstämme zu benennen, damit das Hinzubuchen gewünschter Suchanfragen per Natural Language Processing automatisiert werden kann. Darüber hinaus arbeiten Bid Management Systeme bei detaillierten und granularen Konten zu effizienter.

Wertvolle AdWords-Anregungen auch für KMU
Wertvolle AdWords-Anregungen auch für KMU-Kampagnen

Tracken von Telefonanrufen

Auch in Deutschland hat Google das Anruf-Tracking auf Websites ausgedehnt. Voraussetzung ist neben dem Verwenden einer sogenannten Redirect-Nummer das Implementieren eines Call Tracking-Scriptes in die Website. Durch diese Verbindung zwischen AdWords System und Telefon-Provider kann ein Anruf über die Kette Keyword – Anzeige – Landingpage wieder auf das jeweilige Keyword zurückverfolgt werden. Website Call Tracking war in Deutschland bisher nur über externe Dienstleister möglich. In Bezug auf lokale Dienstleistungsunternehmen bleibt deren wichtiger Vorteil das Anbieten lokaler Vorwahlnummern.

Performance durch Display

Viele lokal agierende KMU verfolgen mit Online Marketing konkrete Performance-Ziele wie das Generieren von E-Mail-Anfragen oder Anrufen. Suchwerbung schneidet hier besser ab als Display-Werbung. Auch Retargeting konnte das nicht ändern, da die lokalen Besucherzahlen auf der eigenen Website oft keine ausreichende Größe erreichen. Für Anbieter lokaler Dienstleistungen interessante Display-Ansätze könnten durch Real Time Advertising, RTA / Programmatic Bying entstehen, sobald passende Zielgruppenprofile zur Verfügung stehen. Denkbar ist das vor allem für populäre und oft genutzte Dienstleistungen, z.B. im Bereich Schönheit und Pflege.

AdWords-Anzeigen auf Google Such-Partner-Websites ausschließen und Performance steigern

Vielleicht ist es subjektive Wahrnehmung. In Foren und Communities häufen sich Anfragen im Zusammenhang mit sogenannten Partner-Websites im Google Such-Werbenetzwerk. Ein Post in der Google Partners-Community war der Auslöser, sich deren Eignung in Bezug auf die Kampagnen-Performance lokal werbender kleiner und mittlerer Untenehmen (KMUs) zu untersuchen. Hier im ersten Teil werden die Ergebnisse einer recht strikten Kontooptimierung vorgestellt. Ein später folgender zweiter Teil stellt Wege zur Lokalisierung und zum Ausschluss ausgewählter Websites vor.

Partner-Websites im Google Such-Werbenetzwerk

Zuerst die Fakten: „Mit Partnern im Suchnetzwerk können Sie die Reichweite von Suchanzeigen auf Hunderte von Nicht-Google-Websites (wie AOL) sowie auf Websites von Google Maps, Google Video und andere Google-Websites erweitern.“ (AdWords-Hilfe)

Textanzeigen werden damit nicht nur in der klassischen Suche, wie google.de, sondern auch auf anderen „Werbeplätzen“ ausgeliefert. Google-Websites wie Google Maps erscheinen als sinnvolle Ergänzung für einen lokalen Dienstleister, ebenfalls T-Online oder AOL. Aber welche sind die vielen anderen „Websites mit Suchfunktion“?

Die Produktbeschreibung von Google läßt diese Frage unbeantwortet. Anders als für das Displaynetzwerk fehlen außerdem Reportings wie die Placement-Berichte (Leistung der automatischen Placements) für die Analyse laufender Kampagnen. Per Segment „Netzwerk (mit Websites des Suchnetzwerks)“ lassen sich im Konto nur die gesamten Leistungswerte aller Partner-Websites ermitteln. Detailliertere Daten bietet unter Umständen ein in der AdWords Community beschriebene Workaround über Google Analytics.

Werbetreibende schalten also Textanzeigen per einer Art Kategorie oder besser Placement-Thema „Websites mit Suchfunktion“, ohne die Auswertungs- und Targeting-Möglichkeiten des Google Displaynetzwerkes. Ist das sinnvoll?

Wir analysieren die Konto-Performance eines lokal operierenden Dienstleisters für Komplett-Sanierungen und -Renovierungen von Häusern und Wohnungen mit einem AdWords-Budget von ca. 800 € pro Woche. Der Vergleich von google.de und Partner-Websites – Analyse-Zeitraum zwei Wochen – soll Fragen nach Relevanz und Eignung der Partner-Websites beantworten.

Relevanz und Eignung der Partner-Websites

– Wie oft werden Anzeigen auf Partner-Websites ausgeliefert: Anteil der Impressionen
– Werden die Anzeigen dort wahrgenommen: Klickrate, CTR
– Was kostet dieser Traffic: Durchschnitts-CPC
– Wieviel Budget wird für Partner-Websites aufgewandt: Kostenverteilung
– Wie performt der Traffic: Anzahl an Kontakten, Conversion-Rate, Kosten pro Kontakt

Die orangefarbenen Balken der Abb. 1 zeigen: über eine Drittel der Impressionen stammt von Partner-Websites. Die Klickrate liegt mit 0,68% weit unter der auf google.de (2,22%). Dieser niedrige Wert resultiert zusammen mit den deutlich niedrigeren Traffic-Kosten in einer Budgetverteilung google.de / Partner-Websites von ca. 9:1.

Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk ausschließen - Impressionen, CTR, Kosten, CPC

Abb. 1: Impressionen, CTR, CPC und Kosten vor (orange, Zeitraum 1) und nach (türkis, Zeitraum 2) dem Abschalten der Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk

Die Performance wird nach einem Testzeitraum gleicher Länge und Beschränkung auf google.de bewertet (türkisfarbene Balken der Abb. 1). Das eingesparte Budget kommt der Google-Suche zu Gute, was dessen leicht gestiegene Impressionen und CPCs erklärt. Wie zu erwarten, kommt es nicht zu einem signifikanten Abfall der generierten Kontakte (E-Mail-Anfragen und Anrufe). Im Gegenteil: die Anzahl der Kontakte steigt um 35% wie die obere Grafik in Abb. 2 zeigt. Die Conversion-Rate verbessert sich um 24% mit dem Ergebnis gesunkener Gesamt-Kosten pro Kontakt (-17%).

Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk ausschließen - Kontakte, Conversion-Rate, Kosten pro Lead

Abb. 2: Gesamt-Anzahl Kontakte, Conversion-Rate und Kosten pro Kontakt vor (orange, Zeitraum 1) und nach (türkis, Zeitraum 2) dem Abschalten der Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk

Fazit

Lokale Dienstleister verfügen in der Mehrzahl nur über kleine AdWords-Budgets, meist deutlich niedriger als das Budget, des hier analysierten Dienstleisters für Komplett-Sanierungen und -Renovierungen. Oft können sie die Suchnachfrage in ihrer Region nicht 100% bedienen. Dazu kommen strike Performance-Ziele, wie (Neu-)Kundengewinnung, konkrete Einkäufe oder Vertragsabschlüsse. Sind diese Rahmenbedinungen gegeben, sollten AdWords-Kampagnen auf die Google-Suche fokussiert werden.

SEAcamp 2014: Erfahrungsaustausch in ungezwungener Atmosphäre

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangen Jahr kamen am Donnerstag wieder zahlreiche SEM/SEA-Verantwortliche aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Jena, um sich über verschiedene Aspekte des Suchmaschinenmarketings auszutauschen. Das Spektrum reichte von AdWords-Kampagnen-Insights über Test-Szenarios und Google Analytics-Berichte bis zu YouTube-Anzeigen. Überhaupt konzentrierte sich alles auf Google’s Performance-Platform(en). Schade, daß ein kompetenter Ansprechpartner für Product Management aus dem Hause Google fehlte, um über jüngste oder geplante Neuerungen zu informieren. Andere Anbieter für bezahlte Suchwerbung – Yahoo! Bing, Yandex, Baidu, Seznam – spielten in den Sessions keine Rolle.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Niveau der Vorträge etwas niedriger, dafür die Diskussionen während der Sessions oder in den Pausen spontaner und intensiver. Unterschiedliche Herangehens- und Denkweisen im Kampagnenmanagement bleiben charakteristisch für das Suchmaschinenmarketing. Die Organisatoren sind sehr um den fachlichen Austausch „auf Augenhöhe“ bemüht und so fehlte der auf anderen Online Marketing Veranstaltungen übliche Starrummel.

Highlights gab es trotzdem! Martin Röttgerding, Bloofusion berichtete über Erstaunliches aus dem Such-Werbenetzwerk. Er klärte nicht nur über die Herkunft „seltsamer Kategorie-Baum-Suchbegriffe“ in den Suchbegriffsberichten auf, sondern zeigte auch wie diese für ein gezieltes Keyword Targeting auf ebay und Amazon eingesetzt werden können. Die Ergebnisse seiner Fallbeispiele am Rande des Machbaren in AdWords: 15% bis 50% höherer ROI, aber Umsatzsteigerungen von gerade mal 1% bis 2% im Vergleich zu Kampagnen auf google.de.

Thomas Grübel, InBiz-Betreiber und einer der SEAcamp-Initiatoren begeisterte abermals mit live vorgeführten Scripting-Kunststücken. Seinen Appell, das vielfältige Automatisierungspotenzial beim Kampagnenmanagement zu nutzen, beschräkte er nicht auf den Einsatz von Microsoft Excel Macros, sondern spannte den Bogen bis in die Möglichkeiten der Google-Welt. Hier stehen mit AdWords Scripts, AWQL, Google Docs, App Scripts und Google Sites leistungsfähige Werkzeuge für das Exportieren, Importieren, Modifizieren und Darstellen von AdWords-Daten zur Verfügung.

Nicht nur technische auch juristische Fragestellungen konnten die SEAcamp-Teilnehmer begeistern. Peter Hense, Spirit Legal LLP, gab wichtige Denkanstösse bei der Bewertung von Haftungsrisiken infolge von Marken- oder Wettbewerbsrechtsverletzungen. Deutlich räumte er mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Nicht-Rechtmäßigkeit beim Verwenden fremder Marken-Begriffe betrifft nur die Anzeige und nicht das Keyword.

Der Erfolg der Veranstaltung gibt den Machern des SEAcamps recht. Trotz steigender Nachfrage soll die Veranstaltung im aktuellen Rahmen bleiben. Wer sich im kommenden Jahr ein Ticket sichern möchte, sollte früh buchen, oder mit einem eigenen Session-Beitrag die Veranstaltung bereichern. Das garantiert dann auch die Teilnahme.

SMX 2014 in München: AdWords-Kampagnen effektiver managen

Neben den jüngsten AdWords-Neuerungen bei Anzeigenerweiterungen, Product Listing Ads (PLAs) oder beim Targeting dominierten Effizienz- und Analyse-Themen die SEA-Panels der diesjähren SMX in München. Vor dem Hintergrund immer größerer Möglichkeiten unter dem Dach von Google AdWords, bei gleichzeitig steigendem Wettbewerbsdruck im e-Commerce, ein gut gewählter Focus. Die passende Keynote „Die drei wichtigsten Gewohnheiten der effektivsten Online Marketer“ hielt Frederick Vallaeys, Ex-Google-AdWords-Evangelist und Gründer der Firma Optmyzr, die sich der einfacheren Kampagnen-Analyse und -Optimierung jenseits der gängigen Bid Management-Lösungen verschriebenen hat.

Die wenigsten Kampagnen-Manager sind versierte Programmierer. Dagegen ist oft Microsoft Excel das Werkzeug erster Wahl. Hier setzte der Konferenzbeitrag „Mit Excel in die Zukunft blicken – Predictive Analytics für alle“ an. Sehr anschaulich demonstrierte das Tandem Tobias Aubele / Prof. Dr. Mario Fischer das Scrapen AdWords-externer Datenquellen. Keywords aus Google Suggest, Preise aus Amazon, Wetterdaten aus OpenWeatherMap, Ortskoordinaten der Website-Besucher aus Google Analytics – die Funktion XPathOnURL der Excel-Erweiterung „Seo Tools for Excel“ lädt die Daten einfach in ein Arbeitsblatt. Zu Grunde liegt die Abfragesprache XPath, die das Adressieren von Inhalten in struktieren Dokumenten wie XML und HTML erlaubt. Sind die gewünschten externen Informationen geladen, können daraus Kampagnen-Setups, Performance-Analysen oder sorgar Umsatz-Vorhersagen erstellt werden.

Auch Dr. Andreas Stadies Beitrag „rvn – 2/v1-r² = ???? – Statistik und Daten-Analysen für Marketer“ basierte auf Excel-Funktionen, um den Zuhörern die Problematik „Relevanz“ von Kampagnen-Auswertungen und Testergebnissen näherzubringen. Erfahrungsgemäß werden viele Entscheidungen, ohne Rücksicht auf ausreichende Fallzahlen getroffen. Ganz ohne SEM-Brille veranschaulichte der Mathematiker an dem vereinfachten Szenario „Keyword abschalten oder nicht?“ Begriffe wie Signifikanz und Unsicherheit.

Auf das große Effizienzpotenziel innerhalb des AdWords-System wurde im Beitrag „Automatisierungs- und Optimierungsroutinen für den erfahrenen SEA Experten“ verwiesen. Ausgangspunkt sollten laut Brad Geddes, Certified Knowledge, manuelle Änderungen sein, die in Flowchart festgehalten und erst dann per „Automated Rules“ in AdWords automatisiert werden sollten. Dabei ging er ebenfalls auf die im Konto zur Verfügung stehenden Gebotsstrategien ein, die von Google kürzlich um „Return On Ad Spend“, ROAS erweitert wurde.

Im zweiten Teil der Session wies Frederick Vallaeys, neben der Keynote auch an zwei Konferenzbeiträgen beteiligt, auf zwei aus seiner Sicht wichtige Argumente für Automatisierung: mehr Zeit für abwechlungsreiche, interessante Tätigkeiten und weniger Fehler durch Unkonzentriertheit. Seine Empfehlung: die unbegrenzten Möglichkeiten durch AdWords Scripts nutzen! Durch die direkte Anbindung an Google Docs, insbesondere Docs Spreadsheets, können z.B. Kampagnen-Daten zur weiteren Aufbereitung nicht nur exportiert, sondern auch externe Daten mit AdWords-Kampagnen verknüpft werden. Die entsprechende xPath-Funktion gibt es bereits in AdWords Scripts: ImportXML.

Google Partner Celebrations 2014: Google umwirbt die Agenturen

Google liegt viel an der guten Zusammenarbeit mit Online-Marketing-Agenturen. Das zeigt sich nicht nur am erweiterten Umfang neu bereitgestellten Schulungsmaterials für Online-Spezialisten oder der Förderung des Ideen-Austauschs untereinander mit dem Start einer neuen Community. Vor allem soll mit Google Partners ein neues Qualitätssiegel etabliert werden, um Kunden bei der Agenturwahl zu untertützen. Die Google Partners Celebrations 2014 standen ganz im Zeichen dieser Ausrichtung.

Eine enge Zusammenarbeit mit Google kann sich lohnen. Das verdeutlichte auch Gastredner David Booth von Cardinal Path in seinem Beitrag sehr unterhaltsam und verwies nebenbei auf den Besitz aller offiziellen Google Batches der letzten 10 Jahre.

Einblicke und Ausblicke für 2014 zeigen: Google sucht weiterhin nach alternativen Werbeplätzen zu den AdWords-Anzeigen auf Suchergebnisseiten. Das geht nur über die Aufwertung der Anzeigen im Google Display-Netzwerk, GDN und auf YouTube. Dabei helfen sollen interessante Ideen bei Targeting (Relevanz erhöhen) und Tracking (Ergebnisbewertung verbessern):

  • Zielgruppenkategorie „Kaufbereitschaft“, neben Demographie (Alter, Geschlecht), Interessen und Remarketing durch Auswertung, wie häufig User bestimmte Themen(-Seiten) bzw. welche kaufrelvanten Seiten besucht werden
  • Zusammenführen demographischer Daten mit Remarketing-Listen
  • Spezielle Standort-Kategorien wie Flughäfen, Universitäten oder Kommerzielle Zentren, durch Anwendung semantischer Konzepte zum Klassifizieren geographischer Orte
  • Ausweiten des Trackings auf Website-fremde Bereiche wie Kassensysteme oder Call Center per Universal Analytics-Ereignisse
  • Alternative Attributionsmodelle zu „Letzter Klick“, wie „Erster Klick“, „Zeitverlauf“ und „Positionsbasiert“ direkt im AdWords-System
  • Gebotssteuerung auf „Active View“ (Werbemittel ist mindestens eine Sekunde mindestens zu 50% sichtbar) im GDN
  • Brand Lift Surveys mit AdWords durch gesteuertes Ausspielen bzw. Nicht-Ausspielen der Werbemittel und nachfolgende Online-Befragung der Test- bzw. Vergleichsgruppe, ähnlich wie in der klassischen Werbeforschung

Das Potenziel dieser spannenden Möglichkeiten wird WinLocal als offizieller Google Partner für die erfolgreiche, lokale AdWords-Werbung kleiner und mittelständiger Unternehmen (KMUs) nutzen.

Google AdWords: Kommen Banner-Anzeigen in die Suchergebnisse?

Wie SearchEngineLand berichtet, testet der Suchmaschinenriese Google aktuell großflächige Banner-Anzeigen in den Suchergebnissen für sogenannte Markensuchbegriffe. Suchen Nutzer in den USA zum Beispiel nach der Fluglinie Southwest Airlines, werden sie von einer bildschirmfüllenden Banner-Anzeige auf die Website des Unternehmens gelockt. Continue reading „Google AdWords: Kommen Banner-Anzeigen in die Suchergebnisse?“

Google AdWords mit WinLocal: Eine Tischlerei in Bochum auf Erfolgskurs [Video]

Wohl nur ein kleiner Teil der heutzutage hergestellten Möbel werden mit so viel Individualität, Expertise und Sorgfalt gefertigt wie die Inneneinrichtungen aus dem Hause eines Tischlermeisters. Seit 16 Jahren als solcher tätig, erfüllt Hans-Jürgen Kurek mit seinem Team die anspruchsvollen Wünsche seiner Kunden im Raum Bochum. Hat er noch vor einiger Zeit viel Geld für Werbung ausgegeben, hat er nun die Vorteile des Online Marketings entdeckt. Continue reading „Google AdWords mit WinLocal: Eine Tischlerei in Bochum auf Erfolgskurs [Video]“

Optimierung von Seiten-Titel, Description und URLs bei lokalen Firmenseiten

Möchte man in den lokalen Suchergebnissen sichtbar sein, so spielt die Local Landing Page eine große Rolle
Die Landing Page oder auch lokale Firmenseite, steht für ein bestimmtes Angebot eines Unternehmens im Mittelpunkt. Sie ist nicht weniger bekannt als die gute alte URL welche man in die Suchleiste eintippt oder die zur persönlichen Google+ Local Seite führt. Continue reading „Optimierung von Seiten-Titel, Description und URLs bei lokalen Firmenseiten“