Google Local Inventory Ads und Store Visits

Google Local Inventory Ads und Store Visits – das Beste aus der Online und Offline Welt für den Kunden
Mit Google Local Inventory Ads (LIA) bzw. Produktanzeigen mit lokaler Verfügbarkeit stellt Google ein Werbeformat zur Verfügung, welches auf Google Shopping basiert. Während bei klassischen Shopping Kampagnen der Online-Shop im Vordergrund steht, ermöglichen die Inventory Ads zusätzlich die Bewerbung von Warenbeständen, die an einem Standort vor Ort verfügbar sind. Alternativ zu einem Online-Kauf kann ein Interessent das gewünschte Produkt zunächst online reservieren, vor Ort begutachten und gegebenenfalls dann erst kaufen.

Mit Local Inventory Ads die „Verfügbarkeit vor Ort“ in der Google-Suche signalisieren
Da der Kaufprozess eines potentiellen Kunden oft mit einer Internetrecherche beginnt, ist es für Händler wichtig, mit den Produkten und akzeptablen Preispunkten präsent zu sein. Durch die zusätzliche Darstellung der Verfügbarkeit vor Ort, können Interessenten auch zu spontanen Ladenbesuchen animiert werden, insbesondere bei mobilen Suchen in der Nähe des Geschäfts. Bei der Auswahl der Produkte und deren Preisen ist die Wettbewerbsfähigkeit zwingend erforderlich. Zu „teure“ Produkte – die Internetnutzer vergleichen natürlich online Preise – führen nicht zu den gewünschten Conversions und setzen das Werbebudget nicht optimal ein.

Wie kann man Local Inventory Ads als Händler nutzen?
Um Local Inventory Ads als Händlern nutzen zu können, ist immer ein aktueller Datenfeed erforderlich, der neben der Produktabbildung und -beschreibung pro Standort einen aktuellen Preis und eine aktuelle Verfügbarkeit der Ware abbildet. Es sollten niemals Produkte beworben werden, die nicht vor Ort gekauft werden können. Google behält sich vor der ersten Schaltung von Produktanzeigen mit lokaler Verfügbarkeit eine Prüfung von Adwords Anzeigen und Produkten im Ladengeschäft vor, um den Lagerbestand und somit die Qualität der Werbung sicherzustellen.

Besucher vor Ort / im Laden messen
In Kombination mit der Google Store Visit Conversion besteht die Möglichkeit eine Shopping Kampagne nicht nur in Bezug auf den Umsatz, sondern auch mit Hinblick auf die vor Ort generierten Benutzerströme auszuwerten. Dabei lässt sich durch anonyme Nutzerstatistik ermitteln, wieviel Prozent der Klicks auf eine Werbeanzeige zu einem Besuch vor Ort geführt haben.

Die Messung der Store Visit Conversions ist nicht nur für Shopping, sondern auch für Adwords Such- und Display-Kampagnen möglich. In jedem Fall gibt es eine erforderliche Mindestanzahl an Klicks, die je nach Use Case und Standortcharakteristika (z. B. Größe der Verkaufsfläche, Anzahl und Frequenz der Kunden pro Tag) variiert. Store Visits werden erst in der Adwords Oberfläche angezeigt, wenn eine statistisch relevante Anzahl von Datenpunkten, die auch den Datenschutz (keine Auswertung auf Benutzerbasis möglich) sicherstellt, vorliegen. Somit können online zu offline (o2o) Conversions als weitere Messung der Werbewirksamkeit genutzt werden.

Weiterführende Informationen finden Sie wie folgt:

LIA Produkt und Anforderungen

Store Visit Conversion

Fallbeispiele

GRAVIS

OBI

SportScheck

Neben Google bietet auch Facebook entsprechende Mechanismen zur Messung von Besuchen vor Ort. In Kombination mit der Bluetooth Beacon Technologie können Benutzerströme nicht nur in Bezug auf die Werbewirksamkeit, sondern auch mit Hinblick auf Bewegungen am Standort analysiert werden.

Store-visit-tracking-via-beacon-winlocal

Für Rückfragen steht Ihnen Florian Rang, COO WinLocal GmbH, sehr gerne zur Verfügung: Jetzt kontaktieren

Think with Google Fallstudie: Wie Siemens / HÖREX mit WinLocal die Offline-Online-Brücke erfolgreich schlägt

In einer heute auf Google’s Think with Google Plattform veröffentlichten Case Study stellt der Suchmaschinenkonzern ein spannendes Fallbeispiel vor, in dem es dem Weltmarktführer für Hörgeräte Siemens und der Vertriebsgemeinschaft HÖREX in Kooperation mit WinLocal zum ersten Mal erfolgreich gelungen ist, in einer groß angelegten Kombi-Kampagne aus national ausgerichteten Print Anzeigen mit lokal optimierten AdWords-Anzeigen messbar mehr Neukunden und Sales bei mehr als 200 lokalen Anbietern vor Ort zu generieren.

Finden Sie hier die ausführliche Case Study als PDF.

Herausforderung: Kernzielgruppe 70+

Zur nationalen Markteinführung der „Pure Binax“ Hörgeräte von Siemens entschied sich der Verbund für eine Kombination aus Print- und lokal optimierten AdWords-Anzeigen, die unter dem Motto „Testhörer gesucht“ in der Kernzielgruppe 70+ Anrufe, Emails und In-Store-Kontakte für Testteilnahmen bei den mehr als 200 teilnehmenden Standortpartnern erzeugen sollte.

Interessenten konnten sich über eine 0800-Hotline, Coupon bzw. einem Online-Filialfinder am Test beteiligen und die neuen Geräte ausführlich probetragen. Unklar war, ob die angesprochene Zielgruppe auch zur Kontaktaufnahme mittels eines Medienmix motiviert werden könnte. Doch wie sich herausstellte waren Bedenken bezüglich der Online-Affinität des Kundensegments unbegründet.

Erwartungen übererfüllt – herausragende Online Leistungswerte

Dass fast die Hälfte (48%) aller resultierenden Leads an den Standorten über die in lokalen Google-Kampagnen beworbenen Kontaktseiten kommen würden hatte keiner der Kooperationspartner prognostiziert. Mit 41% niedrigeren Kosten als Print-Leads und einem durchschnittlichen ROI (Return on Investment) von 676% stellten die lokal optimierten AdWords-Anzeigen und die herausragend performenden Kontaktseiten den weitaus profitabelsten Kanal der gesamten Kampagne dar.

Überzeugtes Resümee auf Seiten der Kooperationspartner:

„Unsere Kunden, auch in der Kernzielgruppe mit 70 Jahren, informieren sich online nach den besten Lösungen für Ihre Hörhilfen und dem richtigen Fachhändler in der Nähe, dem Hörakustiker ihres Vertrauens. Um 100 Prozent der Zielgruppe im Kaufentscheidungsprozess zu erreichen, müssen wir online präsent sein.“ fasst Christian Honsig, Geschäftsführer Siemens Hörgeräte / sivantos zusammen.

„Für unsere Mitglieder, die HÖREX HörExperten vor Ort, ist es nicht mehr eine Frage von ’entweder offline oder online’ sondern es ist eine Frage, den richtigen Mix umzusetzen. Ohne effizientes, lokales Online Marketing gehen uns gut 48 Prozent der Kunden verloren.” kommentiert Mario Werndl, Hörakustikermeister und HÖREX-Vorstand.

„Lokales, auf den Fachhändler vor Ort abgestimmtes Online-Marketing ist eine erfolgreiche, profitable Ergänzung zu den klassischen Werbemedien wie Printanzeigen. Für den maximalen Erfolg einer ProduktKampagne müssen beide Medien genutzt und kombiniert werden.” resümiert Carsten Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von WinLocal GmbH

Aktuell führt WinLocal bereits die zweite Nachfolgekampagne für Siemens/HÖREX durch.

Finden Sie hier die Google-Fallstudie als PDF.

WinLocal findet auch für Ihr Unternehmen die passenden Lösungen für erfolgreiches lokales Online Marketing. Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie sich unverbindlich beraten:

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WinLocal auf der PPC Masters 2015 Berlin

Am 12.02.2015 war es wieder soweit. Die PPC Masters hatte Ihren Weg aus Hamburg nach Berlin gefunden. 1 Tag, 2 Tracks, 16 Sessions und Networking. So lässt sich kurz und knapp die PPC Masters 2015 zusammenfassen. So einfach und doch so viel mehr!

Bereits am Vorabend bot sich die Gelegenheit, sowohl mit den Veranstaltern als auch mit den Speakern und Teilnehmern warm zu werden.  Beim Konsumieren des einen oder anderen Getränks wurde Erfahrungen ausgetauscht und sowohl berufliche als auch private Gespräche, in der lockeren Atmosphäre der Homes Bar, geführt.  Am nächsten Morgen hieß es dann erst einmal sich zu gedulden, denn wir waren offensichtlich nicht die einzigen Teilnehmer die sich ein wenig beim Anreiseweg verschätzt hatten.

Somit reihten wir uns in die Schlange derer ein, die ebenfalls punktgenau um 9:00 Uhr den Tagungsort erreichten. So exklusiv, wie dass Event selbst war auch der Veranstaltungsort, die Alte Teppichfabrik in Alt-Stralau. Wir das sind mein Kollege Stefan Quartieri und ich, Daniel Rankl, die gespannt vor Ort nach einer kurzen Begrüßungsrede von Andre Alpar, den folgenden Ausführungen unserer Kollegen zu den Themen Anzeigenerweiterungen, Kontenoptimierungsroutinen oder Kampagnen Audits verfolgen durften.

Schlange stehen bei der PPC Masters in Berlin

In kurzweiligen 45 minütigen Slots erhielt man bis zum Mittag u.a. Einblicke in die Top 10 Account-Audit Learnings, die helfen sollen Potentiale  für Account-Maßnahmen und-Strategien aufzuzeigen. Im Anschluss an den Slot von Maik Metzen und Jennifer Bölitz  gaben uns Andreas Hörcher und Marco Brenn einen kurzen Einblick über die aktuellen AdWords Features und Anzeigenerweiterungen. Besonders gespannt darf man auf die neuen Google-Richtlinien bzgl. der Anzeige von Rufnummern in den AdWords Anzeigen sein, welche zukünftig mit der Rufnummer auf der Landingpage übereinstimmen müssen.

PPC Masters Lounge

Im letzten Vortrag am Vormittag ging es anschließend darum aufzuzeigen, was dem SEA Manager dabei helfen kann, einmal einen Blick von außen auf die eigenen Kampagnen zu werfen und sich somit ein Stück weit von der oftmals routinemäßigen Analyse und Optimierung zu lösen. Laut Max Renneberg und Christian Steinbock eignen sich hier besonders gut sogenannte Inside-Out-Analysen, um Aufschlüsse über die Relevanz bestimmter Keywords für Dienstleistungen oder Produkte über alle relevanten Mitbewerber hinweg zu erkennen und in den eigenen Kampagnen entsprechend zu berücksichtigen.

PPC Masters Location

Nach einem stärkenden Mittagessen, mit leckerer original Berliner-Currywurst, Chilli oder wahlweise weniger deftigen Gerichten, ging es weiter mit den täglichen, wöchentlichen und monatlichen AdWords Routinen.  Ralf Kollosche und Tobias Pappert gaben uns einen Einblick wann, wie oft und vor an welchen Stellschrauben sie regelmäßig drehen, um Kampagnen optimal zu betreuen. Danach wurde den Teilnehmer von Gianpaolo Lorusso in ungewohntem Italienisch-Englisch erklärt, wie man in nur 5 Minuten mit 3 Berichten und den richtigen KPIs, den tatsächlichen Erfolg sowohl kleinerer als auch von sogenannten „Monster-Accounts“ auf einfache Art und Weise bestimmen lassen.

PPC Masters die Tracks gehen los

Nach der letzten Pause des Tages ging es am späten Nachmittag zunächst  um spezielle Fehler die jeder Kampagnenmanager vermeiden sollte. An dieser Stelle sei nur kurz auf die Bedeutung von Anzeigenerweiterungen und auf die Keyword-Anzeigen-Relevanz hingewiesen. Für Stefan und mich endete die Konferenz mit dem Vortrag von Marc Rüsing, der uns aufzeigte, wie man durch den intelligenten Einsatz von Remarketing die Ergebnisse von PPC Kampagnen deutlich verbessern kann.

PPC Masters Meet and Greet

Als Fazit lässt sich festhalten, dass sich in einem Punkt alle Speaker einig waren und in all ihren Vorträgen darauf hinwiesen:

  • Testen ist nach wie vor das A und O im AdWords Alltag.
  • Die regelmäßige Durchführung unterschiedlicher Testszenarien ist wichtig.
  • Sei es der Einsatz unterschiedlicher Gebote, Match-Types  Keywords oder  Anzeigentexte.
  • Mindestens genauso wichtig ist aber auch die vollständige und transparente Dokumentation der einzelnen Schritte – Denn schlau ist, wer weiß wo es geschrieben steht.

Vor allem die Tatsache, dass es Google, auch nach mehrmaligem Anfragen seitens der Veranstalter, leider nicht möglich war einen Mitarbeiter für die größte PPC Veranstaltung innerhalb Deutschlands, zu entsenden, unterstreicht diesen Fakt zusätzlich.

Das Fernbleiben des Branchenprimus verursachte sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Veranstaltern ein leichtes Kopfschütteln und trübte das Gesamtbild, einer ansonsten recht gelungenen Veranstaltung.

Daniel Rankl und Stefan Quartieri präsentieren stolz ihr PPC Masters ZertifikatSEM Manager Daniel Rankl & Stefan Quartieri
präsentieren ihr PPC Masters Teilnahme-Zertifikat

Präsentation: Mit Google AdWords Anzeigen bei mobilen Nutzern punkten

Was ändert sich für einen Werbetreibenden, wenn seine Zielgruppe die von ihm konzipierten AdWords-Werbeanzeigen in einem mobilen Kontext wahrnimmt? Auf welche Dinge sind zu achten, wenn man seine AdWords-Kampagnen für die stetig wachsende Mobile-Nutzergruppe optimieren und ideal aussteuern will? Zu diesem Problembereich habe ich kürzlich im Rahmen der Veranstaltung „Google AdWords für Fortgeschrittene“ an der Industrie und Handelskammer in Offenbach ein Seminar für Unternehmer gehalten. Die Präsentation möchten wir an dieser Stelle nun auch den Lesern des WinLocal-Blogs zur Verfügung stellen. Besondere Beachtung erhalten dabei folgende Punkte:

  • Wann sollte ein Unternehmen seine AdWords-Kampagne für mobile optimieren? Reporting, Daten-Segmentierung, Conversion-Ziele
  • Wie erreicht ein Werbetreibender seine mobile Zielkundschaft mit AdWords? Targeting – Netzwerk, Standort, Zeit, Gerät, Keyword, Placement, Zielgruppe, Demographie, Kommunikation – Text-/Image-/Displayanzeige, Anzeigenerweiterung, Landingpage, Gebot & Budget
  • Welche Einschränkungen/Stolpersteine gilt es umzugehen? Mobile only, Gerätetyp, Betriebssystem, Behavioral Targeting

Kampagnen für Partner-Websites des Google Suchnetzwerks optimieren

Nach einer Einführung in die Problematik „Partner-Websites im Google Suchnetzwerk“ im ersten Teil geht es in Teil zwei um Analyse- und Optimierungsansätze. Konkret werden folgende Fragen beantwortet:

  • Ist der Anteil der Partner-Websites an Impressionen, Klicks, Kosten usw. signifikant?
  • Welche Keywords führen zu besonders vielen Anzeigen-Impressionen über Partner-Websites? Gibt es charakteristische Suchbegriffe?
  • Auf welchen Partner-Website-Placements erscheinen die Textanzeigen und wie ist deren Performance?
  • Wie lassen sich Kampagnen für das Suchnetzwerk optimieren?

1. Ist der Anteil der Partner-Websites signifikant?

Die Standard-Ansicht bildet immer die Gesamt-Leistungswerte für den Kampagnentyp „Suchnetzwerk“ ab und umfaßt die Google-Suche und die oft wenig beachteten Partner-Websites. Häufig interessieren in erster Linie die Werte der Google-Suche, die erst über das Segment „Netzwerk (mit Websites des Suchnetzwerks)“ erreichbar sind. Auch bei oberflächlich guten Klick- und Konversionsraten sollte regelmäßig die Verteilung von Impressionen, Klicks, Kosten und Conversions zwischen beiden Teilen des Netzwerks geprüft werden.

Google-Suchnetzwerk-Anteil-der-Partner-Websites-Kampagne

Der Konto-Screenshot eines in Frankfurt/M. lokal werbenden, professionellen Anbieters für Schüler-Nachhilfe weist von drei Such-Kampagnen z.B. Klickraten (CTR) zwischen 1,13% und 2,31% aus. Das sind keine schlechten Werte im Bereich „Dienstleistungen in Großstädten“. Erst die Segmentierung nach Netzwerk zeigt den hohen Anteil an Partner-Website-Impressionen auf (ca. 50%) und verdeutlicht außerdem, wie weit Google-Suche und Websites bei der Klickrate auseinanderliegen: 4,45% zu 0,54% allein bei der Impressionen-stärksten Kampagne ganz oben. Je nach Kampagnenziel sind weitere Parameter wie Kosten, Anzahl der Conversions, Konversionsrate oder Kosten-pro-Lead zu analysieren.

2. Welche Keywords führen zu besonders vielen Anzeigen-Impressionen über Partner-Websites?

Ist der Anteil an Anzeigen-Auslieferungen außerhalb der Google-Suche hoch und gehen die Leistungswerte so stark auseinander, ist die Herkunft dieses Traffics zu lokalisieren. Anders als für das Display-Netzwerk bietet das AdWords-System jedoch keine Möglichkeit, die genauen „Placements“ unserer Textanzeigen zu bestimmen. Einen Anhaltspunkt, wo die Anzeigen ausgeliefert werden, können die Keywords bzw. Suchbegriffe und eine nachfolgende Segmentierung nach Netzwerk geben.

Google-Suchnetzwerk-Anteil-der-Partner-Websites-Suchbegriff

Auffällig hier ist die scheinbar höhere Popularität des Suchbegriffs „nachhilfe frankfurt main“ gegenüber der kürzeren Schreibweise „nachhilfe frankfurt“. Die Segmentierung schafft Klarheit: „nachhilfe frankfurt main“ wird sehr selten auf google.de eingegeben, ist aber der „Renner“ in den Partner-Websites. Oft enthält der Suchbegriffsbericht zahlreiche, noch leichter identifizierbare Longtail-Keywords wie „nachhilfe gesucht nachhilfe frankfurt main“ mit vielen Impressionen.

3. Wie ist die Performance einzelner Partner-Websites?

Über eine eigene Recherche solcher auffälliger Begriffe in der Google-Suche, in Verbindung mit den organischen Ergebnissen besteht eine Workaround, die genauen Plazierungen von Anzeigen zu ermitteln. Die Eingabe von „nachhilfe frankfurt main“ führt so zu den Listings von Anzeigenseiten wie kleinanzeigen.meinestadt.de, markt.de oder kleinanzeigen.ebay.de. Auf der Zielseite finden sich dann die Werbeplätze der Partner-Websites und oft auch die eigene Textanzeige.

Google-Suchnetzwerk-Partner-Websites-ebay-kleinanzeigen

Die Placements sind immer mit „Google Anzeigen“, „Anzeigen von Google zum Thema …“ oder ähnlich gekennzeichnet.

Google-Suchnetzwerk-Partner-Websites-markt

4. Wie lassen sich Suchnetzwerk-Kampagnen optimieren?

Neben dem Mangel, beteiligte Partner-Website zu ermitteln (von einer spezifischen Auswahl vor dem Kampagnenstart ganz zu schweigen), bietet das AdWords-System auch keine Möglichkeit, ungewünschte Seiten auszuschließen. Auch hier schneidet das Such- gegenüber dem Displaynetzwerk schlechter ab. Der einzig angebotene Weg ist der vollkommene Verzicht, wie im ersten Teil beschrieben.

Allerdings lassen sich die oben genannten „ausgefallenen“ Suchbegriffe für eine selektive Optimierung nutzen, solange sie eindeutig den Partner-Websites zugeordnet werden können. Eine einfache Lösung: Suchbegriffe als Negative Exact oder Negative Phrase einbuchen und damit indirekt „Placement(s)“ auschließen.

Raffinierter ist die Aufnahme der Partner-Website-Suchbegriffe als Positiv-Keyword (Exact oder Phrase) in separaten Anzeigengruppen, mit spezifischen Geboten, bei gleichzeitigem Ausschluss im restlichen Konto. Werden dann noch separate Anzeigengruppen für einzelne Partner-Website angelegt, lassen sich auch die Anzeigentexte genau darauf abstimmen.

Solche Tricks können die mangelhaften Aussteuerungsmöglichkeiten nur annähernd kompensieren. Dabei birgt das Netzwerk mit attraktiven Werbeplätzen ein hohes Potenzial. Bleibt zu hoffen, daß Reporting und Targeting im Google Suchnetzwerk eines Tages mit dem des Displaynetzwerks gleichziehen.

Suchwerbung für lokale Dienstleister – Trends von der OMCap 2014

Mit dem Anspruch als eine der führenden Online-Marketing-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, konnte die diesjährige OMCap wieder mit einem vielfältigen Programm und vielen Szene-bekannten „Speakern“ aufwarten. Infolge der großen Bandbreite abzudeckender Marketing-Disziplinen, sowie der Begrenzung auf nur einen Tag werden zwingendermaßen viele Themen und Trends nur angerissen. Dem begegnen die Veranstalter mit den sogenannten Online Marketing Seminaren, sowie dem Content Marketing Symposium und bieten an den Vortagen Tiefgründigeres. Mit den PPC Masters in Hamburg ist bereits eine eigene Spezialveranstaltung für Suchwerbung im Portfolio.

Auch in Berlin liegt der Focus vieler SEA-Beiträge auf e-Commerce und Online-Shops, mit großen Werbe-Budgets und ausgefeilten Bid Management- und Web Analyse-Systemen. Trotzdem kann auch ein Dienstleister im Bereich AdWords Optimierung für (tausende) KMU wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen.

Konzentration auf Mobile

Die Prognosen sind eindeutig: in 2015 wird es in Deutschland mehr Suchanfragen von mobilen Endgeräten als von Desktops geben (Quelle: Content Marketing). Ähnlich wie Facebook trägt Google dem mit einer Mobile First-Strategie Rechnung. Erklärtes Ziel ist eine geräteübergreifende Konsistenz auch bei den AdWords-Anzeigen. Die kleinen Smartphone-Displays geben dabei die Richtung vor. Neuerungen wie Image-Erweiterungen werden wieder eingesammelt, dafür die Textzeile 2 auf Smartphones nur noch CTR-abhängig angezeigt. Anzeigenweiterungen wie Sitelinks oder auch die zuletzt eingeführten Callout-Erweiterungen bleiben wichtig, sollten auf Empfehlung Googles aber für Smartphones gekürzt werden.

Auswirkungen durch nahe Verwandte

Das Aufweichen der Keyword-Option Exact kann ebenfalls unter dem Gesichtspunkt Mobile First gesehen werden. Seit Oktober führen auch nahe Verwandte wie Pluralformen oder Falschschreibweisen eines eingebuchten Exact-Keywords zum Ausliefern einer Anzeige. Über Smartphones gestellte Suchanfragen sind im Vergleich zum Desktop oft kürzer und fehlerbehafteter. Die Zusammenfassung von Keyword-Varianten trägt damit auch zu einer Homogenisierung über alle Geräteklassen bei. Durch den Einsatz von Negatives und getrennte Anzeigengruppen kann dieser Neuerung begegnet werden.

Granularer Kontoaufbau

Eine feingliedrige Kampagen- und Anzeigengruppenstruktur, zumindest für Top-Keywords, ist nicht nur die Grundlage für eine hohe Keyword-Anzeigen-Relevanz und damit bessere Qualitätsfaktoren. Auch für das skriptgesteuerte Verarbeiten von Suchanfrage-Berichten müssen Anzeigengruppen ausschließlich Keywords gleicher Wortstämme enthalten. Zusätzlich sind Anzeigengruppen und eventuell sogar Kampagnen entsprechend dieser Wortstämme zu benennen, damit das Hinzubuchen gewünschter Suchanfragen per Natural Language Processing automatisiert werden kann. Darüber hinaus arbeiten Bid Management Systeme bei detaillierten und granularen Konten zu effizienter.

Wertvolle AdWords-Anregungen auch für KMU
Wertvolle AdWords-Anregungen auch für KMU-Kampagnen

Tracken von Telefonanrufen

Auch in Deutschland hat Google das Anruf-Tracking auf Websites ausgedehnt. Voraussetzung ist neben dem Verwenden einer sogenannten Redirect-Nummer das Implementieren eines Call Tracking-Scriptes in die Website. Durch diese Verbindung zwischen AdWords System und Telefon-Provider kann ein Anruf über die Kette Keyword – Anzeige – Landingpage wieder auf das jeweilige Keyword zurückverfolgt werden. Website Call Tracking war in Deutschland bisher nur über externe Dienstleister möglich. In Bezug auf lokale Dienstleistungsunternehmen bleibt deren wichtiger Vorteil das Anbieten lokaler Vorwahlnummern.

Performance durch Display

Viele lokal agierende KMU verfolgen mit Online Marketing konkrete Performance-Ziele wie das Generieren von E-Mail-Anfragen oder Anrufen. Suchwerbung schneidet hier besser ab als Display-Werbung. Auch Retargeting konnte das nicht ändern, da die lokalen Besucherzahlen auf der eigenen Website oft keine ausreichende Größe erreichen. Für Anbieter lokaler Dienstleistungen interessante Display-Ansätze könnten durch Real Time Advertising, RTA / Programmatic Bying entstehen, sobald passende Zielgruppenprofile zur Verfügung stehen. Denkbar ist das vor allem für populäre und oft genutzte Dienstleistungen, z.B. im Bereich Schönheit und Pflege.

Die Google Analytics Anleitung für Fortgeschrittene

Als Ressource für tiefergreifende Fragen und Themen rund um den Google Analytics Kosmos soll diese Anleitung für fortgeschrittene Nutzer als eine Art Lexikon dienen. Dafür ist der Beitrag in einzelne Segmente unterteilt die entweder als Ganzes oder separat per Klick auf einen bestimmten Themenbereich konsumiert werden können. Viel Erfolg beim Einrichten Ihres Reporting- und Analyse-Workflows!

Was ist Google Analytics

Grundlegendes Setup

Tracking Arten

Konto Struktur

Mobiles vs. Desktop Tracking

Standard Reports/Berichte

Universal vs. Asynchron

GOOGLE ANALYTICS PERFORMANCE VERBESSERN

Code Platzierung

Ereignis Tracking Struktur

Änderungen in den Cookies

Ziele und Ziel-Werte

WAS MESSEN WIR EIGENTLICH

Ziel Konversion Abbruch Rate

Dimensionen vs. Messwerte (Metriken)

Benutzerdefiniertes Kampagnen Tagging

Sitzungen (Sessions)

Standard Channelgruppierung

Durchschnittliche Sitzungsdauer

Content Gruppen

Ereignisse vs. Seiten

Ausstiegsrate vs. Absprungrate

HÄUFIGE PROBLEME MIT GOOGLE ANALYTICS

HILF DIR SELBST

Fehlender Tracking Code

Vermerke

Doppeltes-Reporting

Benutzerdefinierte Benachrichtigungen

Vermischung von dc.js & ga.js

RESSOURCEN

Falsche Suchen-und-Ersetzen-Filter

TOOLS

Was ist Google Analytics?

Google Analytics ist ein digitales Analyse-Werkzeug mit der Webseitenbetreiber aufschlussreiche Daten über die Nutzung ihrer Online-Präsenz gewinnen können. Das Ganze funktioniert grob wie folgt: Auf jeder zu erfassenden Seite Ihres Webauftritts muss ein Code-Schnipsel in den Quellcode eingefügt werden, der Ihrer Seite eine eindeutige ID (UA-XXXXXX-X) zuweist. Dieser Code sammelt Informationen über die Nutzer Ihrer Seite und schickt diese an die Analytics-Server, indem bestimmte Parameter zu einem Einzelpixel-Bildaufruf hinzugefügt werden. Wer an dieser Stelle ans Aussteigen denkt weil er merkt, dass hier bereits ein wenig zu tief auf das Thema eingegangen wird, dem lege ich unsere Google Analytics Anleitung für Einsteiger ans Herz.

Tracking Arten

Mobiles vs. Desktop Tracking

Da mobile Apps mit anderen Technologien als Webseiten entwickelt werden, werden mobiles App Tracking Daten anders gesammelt als beim klassischen Website Tracking. Für Website Tracking kommt JavaScript zum Einsatz um Daten zu sammeln und diese an Google’s Server als Hit (Aufruf) zu senden. Mobile Anwendungen dagegen nutzen einen sogenannten Software Development Kit (SDK) abhängig vom jeweiligen Betriebssystem des Gerätes (so gibt es verschiedene SDK’s für Android und iOS).

Universal, Asynchron & Klassisch

Aktuell sind 3 Typen von Analytics Code in Verwendung.

Klassisches Analytics

Nur noch selten genutzt findet man es trotzdem ab und an auf Webseiten. Dieser Tracking Typ sammelt Nutzungsdaten erst nachdem eine Seite vollständig geladen ist. Problematisch daran ist, dass damit Nutzer, die die Seite bereits vor dem vollständigen Laden verlassen, nicht erfasst werden.

So sieht klassischer Analytics Code aus:

Klassisches Analytics Code Beispiel

Asynchrones Analytics

Als Nachfolger des klassischen Analytics-Codes folgte asynchrones Analytics. Diese Neuerung erlaubte es dem Code-Snippet den Tracking-Code parallel zu anderen Skripten auf der Seite zu laden. Ein Update, dass sich positiv auf Ladezeit und Datenerfassung auswirkte und Tracking-Fehler eliminierte wenn JavaScript noch nicht vollständig geladen war.

So sieht asynchroner Analytics Code aus:

Asynchrones Analytics Code Beispiel

Universal Analytics

Der aktuellste Tracking Code und Google’s neuer Standard. Schritt für Schritt werden alle Nutzer zu Universal Analytics migrieren müssen – ob sie wollen oder nicht.

So sieht Universal Analytics Code aus:

Universal Analytics Code Beispiel

Universal vs. Asynchron

Universal Analytics Code unterscheidet sich insofern von asynchronem Code, als dass hier ein Wechsel von besuchszentrierter Analyse zu nutzerzentrierter Analyse vollzogen wurde. Zusätzlich vereinfacht Universal Analytics das Verändern der Server Konfigurationen (Anpassen der organischen Suchquellen, Einstellen des Zeitlimits von Sitzungen und Kampagnen, Verweisquellen und Suchbegriffe ausschließen) durch einfach zu bedienende Stellschrauben im Admin-Bereich. Das umständliche Editieren des Tracking-Codes auf jeder einzelnen Seite des Web-Auftritts ist nun nicht mehr von Nöten. Zudem wurden benutzerdefinierte Variablen zu benutzerdefinierten Dimensionen und das cookie Tracking hat ein Update erhalten.

Code Platzierung

  • Klassischer Analytics Code – Vor dem schließenden Body Tag
  • Asynchroner Analytics Code (ga.js bzw. dc.js) – Direkt vor dem schließenden Head Tag
  • Universal Analytics Code (analytics.js) – Direkt vor dem schließenden Head Tag
  • Google Tag Manager Code – Direkt nach dem öffnenden Body Tag.

Änderungen in den Cookies

Google Analytics verwendet Erstanbieter Cookies.

Asynchrones Analytics nutzte dabei bis zu 4 Cookies um die Nutzungsdaten des Besuchers zu sammeln. Cookies für Besucher werden jedes Mal wenn ein Treffer (Hit) an Google Analytics gesendet wird erneuert.

  • _utma – Wird benutzt um Nutzer und Sitzungen zu unterscheiden. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.
  • _utmb – Wird genutzt um NEUE Sitzungen/Besuche zu erkennen. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 30 Minuten.
  • _utmz – Speichert die Traffic- oder Kampagnenquelle. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 6 Monaten.
  • _utmv – Speichert benutzerdefinierte Variablen. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.

Universal Analytics hingegen nutzt lediglich einen Cookie, wobei dieser erneuert wird wann immer ein Treffer gesendet wird.

  • _ga – Wird verwendet um Nutzer zu unterscheiden.
  • Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.
  • Um das Equivalent für _utmb in Universal zu erhalten stellt man es ein unter Verwalten>>Tracking Informationen>>Sitzungseinstellungen>>Zeitüberschreitungseinstellungen

Grundlegendes Setup

Kontostruktur

Kontostruktur-Google-Analytics

  • Konto: die höchste Ebene in Google Analytics. Egal ob man Einzelnutzer oder Agentur mit multiplen Konten ist.
  • Property: die Seite, mobile Application etc.
  • Datenansicht (früher ‚Profile‘ genannt): gewährt Zugriff auf Berichte und Analyse-Tools. TIPP: Hier empfiehlt es sich, eine ungefilterte ‚Master‘- Datenansicht beizubehalten, die keine Daten vorab exkludiert oder anderweitig vorinterpretiert.
  • Nutzerberechtigungen: Bestimmt, wer sich in ein Konto einloggen und es auf Konto/Property- und Datenansicht-Level editieren kann. 4 verschiedene Nutzerberechtigungen können zugeteilt werden: Nutzer verwalten, Bearbeiten, Mitarbeiten, Lesen und Analysieren. Nutzerberechtigungen können unter Verwalten>>Nutzerverwaltung angepasst werden.

    kontostruktur-universal-analytics

    Standardberichte

    In Google Analytics wird großen Wert auf Schnelligkeit gelegt – oberste Prämisse ist es Ihnen als Nutzer schnellstmöglichen Zugriff auf die für Sie relevanten Daten zu gewähren. GA sammelt, berechnet und speichert Daten in aggregierten Tabellen. Folgende Standardberichte sind in GA verfügbar:

    • Dashboards: Individualisierte Überblicke. Sie können bis zu 20 Dashboards erstellen, die sich jeweils aus bis zu 12 Widgets zusammensetzen. Jedes Dashboard ist nur in der Datenansicht einsehbar, in der es erstellt wurde – es sei denn es wurde geteilt.
    • Verknüpfungen: Speichert Ihre Einstellungen und Konfigurationen für einen Bericht. Nur für den erstellenden Nutzer sichtbar, so sie nicht geteilt wurde.
    • Radar-Ereignisse: Automatische und benutzerdefinierte Benachrichtigungen
    • Echtzeit: Gewährt eine Echtzeit-Ansicht über die Nutzerbewegungen auf der Seite (wahlweise für die letzten 30 Minuten).
    • Zielgruppe: Welche Nutzer besuchten Ihre Seite?
    • Akquisition: Wie sind die Nutzer auf Ihre Seite gelangt?
    • Verhalten: Was haben sich die Nutzer auf Ihrer Seite angesehen – welche Aktionen haben sie durchgeführt
    • Conversions: Ziel- und eCommerce Informationen.

    Was messen wir eigentlich?

    Dimensionen vs. Messwerte (Metriken)

    Dimensionen: beschreiben Daten

    Welches Keyword wurde genutzt, aus welcher Stadt kommt der Nutzer….

    • Bsp.: Quelle/Medium, Browser, Ausstiegsseite, Sitzungsdauer.

    Messwerte (Metriken):

    Wie viele….wie lange

    • Bsp.: Sitzungen, Bildschirmaufrufe, Absprungrate, Neue Nutzer

    Sitzungen (Sessions)

    Eine Reihe von Interaktionen, die auf einer Website innerhalb eines festgelegten Zeitraums stattfinden.

    Wann endet eine Sitzung?

    • 30 Minuten Inaktivität
    • Tageswechsel 00:00 Uhr
    • Kampagnenwechsel: ein Nutzer gelangt auf die Seite über Kampagne A, verlässt die Seite und kommt zurück über eine andere Kampagne B

    Durchschnittliche Sitzungsdauer

    Errechnet sich durch die Gesamtdauer aller Sitzungen (Summe in Sekunden) geteilt durch die Anzahl an Sitzungen.

    Abhängig davon, ob auf der letzten besuchten Seite eine Interaktion stattgefunden hat, wird die individuelle Sitzungsdauer als Zeit zwischen dem ersten Seitenaufruf bis zum letzten Seitenaufruf berechnet. Findet auf der letzten besuchten Seite eine Interaktion statt, wird die Zeit bis zur Interaktion zur einzelnen Sitzungsdauer hinzugezählt.

    ndividuelle sitzungsdauer google analytics

    Ausstiegsrate vs. Absprungrate

    Absprungrate

    Ist die Anzahl der Sitzungen in Prozent, bei denen der Besucher die Website auf der jeweiligen Einstiegsseite verlassen hat ohne mit der Seite weiter zu interagieren. Die Absprungraten-Kalkulation setzt sich nur aus Sitzungen zusammen, die mit der jeweiligen Seite gestartet sind.

    Ausstiegsrate

    Bezogen auf alle Seitenaufrufe einer individuellen Seite bestimmt die Ausstiegsrate die Prozentzahl für welche diese Seite die letzte der jeweiligen Sitzung darstellte.

    Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel:

    Ausstiegsrate-vs-Absprungrate-google-Analytics

    Google Analytics Performance verbessern

    Ereignis Tracking Struktur

    Haben Sie für Ihre Web-Analyse bereits einen Ereignis-Tracking Prozess eingerichtet? Für die meisten Seiten fehlt dieser Analyse-Bereich noch, sollte jedoch unbedingt zum Einsatz kommen, da nur dies ein vollständiges Analyse-Bild von Ihrem Webauftritt zeichnet. Wählt man in GA Verhalten>>Ereignisse>>Wichtigste Ereignisse an, wird eine Liste mit Ereigniskategorien aufgeführt (gesetz dem Fall Ereignis Tracking ist eingerichtet).

    Ereignis-Tracking mit Asynchronem Analytics (ga.js oder dc.js) setzt sich aus 5 Feldern zusammen:

    • Ereigniskategorie (notwendig)
    • Ereignisaktion (notwendig)
    • Ereignislabel (optional)
    • Ereigniswert (optional)
    • Non-Interaction (optional)

    Ereignis-Tracking mit universal Analytics (analytics.js) setzt sich aus 4 Feldern zusammen:

    • Ereigniskategorie (notwendig)
    • Ereignisaktion (notwendig)
    • Ereignislabel (optional)
    • Ereigniswert (optional)

    Probleme treten auf, wenn Ereignis-Tracking ohne sinnvolle Struktur eingesetzt wird. Typische auftretende Probleme sind non-descriptive fields, Duplikationsfehler oder Kategorien und Labels, die gleich benannt wurden. Hier ein Beispiel wie Ereignis-Tracking aussieht, wenn es nicht eindeutig strukturiert wurde:

    Ereignis Tracking Probleme Analytics

    Erkennbar wird, dass Fehler bei der Großschreibung zu Analyseproblemen führen. Es existieren Kategrien für „download, Download und Downloads“. Das führt dazu, dass wir keinen ganzheitlichen Überblick erhalten, wie Downloads performen. Eine Übersicht in Form eines Excel Dokuments bietet sich hier an:

    Excel Uebersicht Ereignis Messung

    Tipp: Anstatt von Unterstrichen sollte bei der Benennung von Eregnissen Bindestriche ‚-‚ zum Einsatz kommen. Benennt man eine Kategorie zum Beispiel mit ‚Download_Link-Here‘ sieht Google dies als ein Wort an. Das macht das sie in der Analytics-internen Suche nicht optimal auffindbar. Besser sollte die Kategorie ‚Download-Link-here‘ benannt werden.

    Ziele und Zielwerte

    Wenn es möglicht ist, auf Ihrer Seite einen zu erwartenden Pfad zu einem gewünschten Ziel zu identifizieren, bietet es sich an dafür einen Trichter (‚Funnel‘) für dieses Ziel anzulegen.

    Die Vorteile von eingerichteten Trichtern: Sie erhalten wertvolle Einblicke über die Absprungrate in den Trichter Zielen und der Trichter-Visualisierung und ermöglicht es Google, Ihnen eine Abbruchrate (sowie eine zusätzliche Trichter-Conversion-Rate) zu errechnen.

    Selbst für nicht konkret in Geldwert auszudrückende Ziele lohnt es sich, frei gewählte Zielwerte von zbsp. 1€ zu setzen. Damit kann Ihnen Google Analytics für diese Seite einen Performance Wert in Form einer sog. Page Value metric (Zielwert + generierter Ecommerce Wert, der erzielt wurde, nachdem die Seite aufgerufen wurde.

    Ziel Abbruch Rate

    Die Abbruchrate liefert die Prozentzahl der Nutzer, die sich nach dem Eintritt in den vordefinierten Trichter (beginnend mit dem Aufruf der ersten Seite des Trichterprozesses – wenn dies als Voraussetzung definiert wurde).

    Benutzerdefiniertes Kampagnen Tagging

    Wie bereits angemerkt benötigt Google Hilfe vom Analytics Nutzer beim Tagging von Benutzerdefinierten Kampagnen, da Google von sich aus nicht immer dazu imstande ist festzustellen, welches Medium Traffic auf die Seite geführt hat.

    Wie sieht Tagging in der Praxis aus?

    Benutzerdefiniertes-Kampagnen-Tagging-Google-Analytics-

    Nutzt man benutzerdefiniertes Kampagnen tagging nicht oder nicht richtig passiert folgendes:

    Falsches-Kampagnen-Tagging-Google-Analytics

    Um den Tagging Prozess zu vereinfachen liefert Google mit dem URL Builder ein Tool zum Erstellen der Kampagen-URL.

    Standard Channel-Gruppierung

    Unter Akquisition>>Kanäle wird von Google eine vorausgewählte Gruppe an Kanälen angezeigt. Hier wird erklärt, wie Google die jeweiligen Kanäle definiert.

    Diese voreingestellte Auswahl wird eventuell nicht Ihre spezifischen
    Kampagnendaten akkurat abbilden – benötigen Sie zum Beispiel den Kanal ‚Affiliate‘ in Ihrem Kanal-Mix müssen Sie diesen manuell hinzufügen. Dafür gehen Sie auf Verwalten>>Benutzerdefinierte Channel-Gruppierungen und Sie sehen eine Liste an Kanaldefinitionen für Ihre Seite. Hier können Sie sich nun eigene Kanäle erstellen um sicherzugehen, dass Ihre Daten ordentlich in Kanäle gruppiert werden.

    Content Gruppen

    Content Gruppen erlauben es, verschiedene Inhalte anhand selbst festgelegter Regeln zu gruppieren und kategorisieren. Auf 3 Wegen kann Content geordnet werden:

    • Gruppierung anhand des Tracking Codes (Tracking Code wird modifiziert): Dafür benötigt es einer zusätzlichen Zeile Code, die den jeweiligen Content per Index Nummer identifiziert und die Content Gruppe, zu der der Inhalt zugeordnet wird.
    • Inhalte per Extraktion gruppieren (Seiten nach URL oder Seitentitel extrahieren):Dafür wird ein regulärer Ausdruck genutzt um eine volle oder teilweise URL, einen Seitentitel oder Bildschirmname zu identifizieren.
    • Inhalte mithilfe eines Regelsatzes zuordnen: Dafür wird der Regel-Editor genutzt, um mit einfachen Regeln Content zu identifizieren.

    Content-Gruppen sind nicht retroaktiv und können auf Datenansichts-Ebene in Verwalten>>Gruppierung nach Content erstellt werden. es können bis zu 5 Gruppierungen kreiert werden.

    Google-Analytics-Anleitung-Fortgeschrittene

    Häufige Probleme mit Google Analytics

    Doppeltes >Reporting

    Fehlender Tracking Code

    Es ist beeindruckend, wie oft Webseiten nur unvollständig mit Tracking Code versehen sind. Mit dem Screaming Frog Tool kann man über eine Custom Filter Configuration die Website im Handumdrehen nach Google Analytics Code durchsuchen.

    Fehlenden Tracking Code mit Screaming Frog suchen

    URL-Suchparameter ausschließen nutzen um URLs weiter zusammenzufassen

    Bsp.: Falls Sie den userid Parameter in URLs nutzen, der sich nicht auf maßgeblich verschiedenen Seiten Content bezieht, sollte userid als URL-Suchparameter ausgeschlossen werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass Google Analytics zbsp. eine separate URL für jeden Nutzer aufnimmt, der eine Account Seite aufruft. Dies fasst die URL-Variationen zusammen anstatt sie auszuschließen. Einzugeben als durch Kommas separierte Liste für multiple Parameter.

    /&/index.html

    Legen Sie die Default Page in Admin>>Einstellungen der Datenansicht fest. Wenn zum Beispiel www.example.com Ihre index.html Seite lädt, sollte index.html hier eingetragen werden.

    Vermischung von dc.js & ga.js

    Unterschiedliche Exemplare des asynchronen Google Analytics Tracking Codes auf einer Website einzusetzen – noch dazu in verschiedenen Versionen des Codes – ist keine unterstützte Implementation. Es sollte nicht dazu kommen, dass ein Teil der Seite mit dc.js und der Rest mit ga.js versehen wird.

    Falsche Suchen-und-Ersetzen-Filter

    Warum verzeichnet Google Analytics Traffic für Seiten, die gar nicht existieren, bzw. nie existiert haben. Sollte dies auf Ihre Seite zutreffen wählen Sie Verwalten>>Filter und schauen Sie nach solchen Dingen:

    suchen und ersetzen filter falsch

    Der Suchen und Ersetzen Filter findet die definierte Suchstring (sinnvollerweise wird diese mit regulären Ausdrücken versehen) und ersetzt diesen mit einem festgelegten Replace String. Dies trägt nicht selten zu großer verwirrung bei – insbesondere wenn Subdomains Suchen-und-Ersetzen Filter im Einsatz haben und diese dann als ein anderer Hostname erscheinen. (zbsp.: für die Seite zzz.site.com wird ein Suchen-und-Ersetzen-Filter eingerichtet mit dem Filter Feld: Request URL, Search String: /http://zzz.site.com und Replace String: /zzz-site-com. Das bedeutet, dass Traffic von zzz.site.com in Google Analytics als www.site.com/zzz-site.com/. ausgewiesen wird)

    Analytics Anleitung fuer Fortgeschrittene

    Hilf Dir selbst

    Vermerke

    Man vereinfacht sich das Leben bedeutend, wenn man in Google Analytics mit Vermerken arbeitet. Wissen Sie noch genau, wann Sie die eine robots.txt Datei geändert haben? Oder wann diese eine Initiative gestartet ist? Durch die Vermerke kann man sehr gut nachvollziehen, welchen Änderungen bestimmte Traffic-Bewegungen zugrunde liegen.

    Tip: Vermerke werden immer nur innerhalb einer Datenansicht gespeichert – achten Sie also darauf und organisieren Sie sich das Ganze systematisch.

    Google-Analytics-Vermerke

    Benutzerdefinierte Benachrichtigungen

    Um benutzerdefinierte Benachrichtigungen für Ihr Konto zu erhalten wählen Sie: Verwalten>>Persönliche Tools und Assets>>Benutzerdefinierte Benachrichtigungen und dann auf +Neue Benachrichtigung. Benachrichtigungen können per Email zu ihnen geschickt werden.

    Benutzerdefinierte-Benachrichtigungen-Google-Analytics

    Hier mal ein paar Beispiele für mögliche Benachrichtigungen

    • Absprungrate – ist höher als x%
    • Sitzungen – Weniger als 1
    • Ziel Konversionen – Zunahme oder Abnahme [x% oder x] im Vergleich zum Vortag/ Vorwoche.


    Ressourcen

    Blog

    YouTube Kanal

    Hilfe Forum

    Analytics Academy

    Help Center

    GA Developers

    Daten Limits und Kontingente

    Features


    Tools

    • Analytics Helper – Diese Erweiterung erkennt, ob auf der geöffneten Seite Analytics Code integriert ist, welches Tracking genutzt wird und ob der Code vor dem schließenden Head Tag platziert wurde. Für Tag Manager funktioniert dies jedoch nicht. Dafür bietet sich der Tag Assistent, auf welchen gleich noch eingegangen wird.

      Google analytics helper

    • Google Tag Assistant– Eine nützliche Erweiterung, die Troubleshooting für die verschiedenen auf einer Seite untergebrachten Tags betreibt. Dies geht über Google Analytics hinaus und schließt Google Tag Manager, AdWords Conversion Tracking und weitere mit ein. Zusätzlich liefert sie eine zahlreiche Informationen zu möglichen Google Analytics Fehlerauf der Seite. Die Fehler sind hier von Google aufgelistet.

      google tag assistant

    • Google Analytics Debugger – Diese Erweiterung listet die Information, welche in dem an GA gesendeten GIF Request liegen in Ihrer JavaScript Console in einem leicht lesbaren und einfach aufzunehmenden Format. Das erspart die Mühe den gesamten _utm.gif Request durchzugehen. Wenn das Tool installiert ist lässt sich die Konsole über CTRL+SHIFT+J (PC) bzw. COMMAND+OPTION+J (Mac) aufrufen.

      Google Analytics Debugger

    • EditThisCookie– Die Erweiterung ist ein simpler Cookie Manager, womit man unkompliziert analysieren kann, wie Cookies über eine Seite hinweg rendern. Außerdem vereinfacht sie das schnelle Löschen von Cookies. Das DevTools Panel ist aktuell im Beta Test und nur über Google Chrome aufrufbar.

      EditThisCookie

    Ein paar weitere hilfreiche Tools

    Vielen Dank an Kaitlin Ziessler für die freundliche Zusammenarbeit Google Analytics resource Guide of Epic Proportions.

AdWords-Anzeigen auf Google Such-Partner-Websites ausschließen und Performance steigern

Vielleicht ist es subjektive Wahrnehmung. In Foren und Communities häufen sich Anfragen im Zusammenhang mit sogenannten Partner-Websites im Google Such-Werbenetzwerk. Ein Post in der Google Partners-Community war der Auslöser, sich deren Eignung in Bezug auf die Kampagnen-Performance lokal werbender kleiner und mittlerer Untenehmen (KMUs) zu untersuchen. Hier im ersten Teil werden die Ergebnisse einer recht strikten Kontooptimierung vorgestellt. Ein später folgender zweiter Teil stellt Wege zur Lokalisierung und zum Ausschluss ausgewählter Websites vor.

Partner-Websites im Google Such-Werbenetzwerk

Zuerst die Fakten: „Mit Partnern im Suchnetzwerk können Sie die Reichweite von Suchanzeigen auf Hunderte von Nicht-Google-Websites (wie AOL) sowie auf Websites von Google Maps, Google Video und andere Google-Websites erweitern.“ (AdWords-Hilfe)

Textanzeigen werden damit nicht nur in der klassischen Suche, wie google.de, sondern auch auf anderen „Werbeplätzen“ ausgeliefert. Google-Websites wie Google Maps erscheinen als sinnvolle Ergänzung für einen lokalen Dienstleister, ebenfalls T-Online oder AOL. Aber welche sind die vielen anderen „Websites mit Suchfunktion“?

Die Produktbeschreibung von Google läßt diese Frage unbeantwortet. Anders als für das Displaynetzwerk fehlen außerdem Reportings wie die Placement-Berichte (Leistung der automatischen Placements) für die Analyse laufender Kampagnen. Per Segment „Netzwerk (mit Websites des Suchnetzwerks)“ lassen sich im Konto nur die gesamten Leistungswerte aller Partner-Websites ermitteln. Detailliertere Daten bietet unter Umständen ein in der AdWords Community beschriebene Workaround über Google Analytics.

Werbetreibende schalten also Textanzeigen per einer Art Kategorie oder besser Placement-Thema „Websites mit Suchfunktion“, ohne die Auswertungs- und Targeting-Möglichkeiten des Google Displaynetzwerkes. Ist das sinnvoll?

Wir analysieren die Konto-Performance eines lokal operierenden Dienstleisters für Komplett-Sanierungen und -Renovierungen von Häusern und Wohnungen mit einem AdWords-Budget von ca. 800 € pro Woche. Der Vergleich von google.de und Partner-Websites – Analyse-Zeitraum zwei Wochen – soll Fragen nach Relevanz und Eignung der Partner-Websites beantworten.

Relevanz und Eignung der Partner-Websites

– Wie oft werden Anzeigen auf Partner-Websites ausgeliefert: Anteil der Impressionen
– Werden die Anzeigen dort wahrgenommen: Klickrate, CTR
– Was kostet dieser Traffic: Durchschnitts-CPC
– Wieviel Budget wird für Partner-Websites aufgewandt: Kostenverteilung
– Wie performt der Traffic: Anzahl an Kontakten, Conversion-Rate, Kosten pro Kontakt

Die orangefarbenen Balken der Abb. 1 zeigen: über eine Drittel der Impressionen stammt von Partner-Websites. Die Klickrate liegt mit 0,68% weit unter der auf google.de (2,22%). Dieser niedrige Wert resultiert zusammen mit den deutlich niedrigeren Traffic-Kosten in einer Budgetverteilung google.de / Partner-Websites von ca. 9:1.

Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk ausschließen - Impressionen, CTR, Kosten, CPC

Abb. 1: Impressionen, CTR, CPC und Kosten vor (orange, Zeitraum 1) und nach (türkis, Zeitraum 2) dem Abschalten der Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk

Die Performance wird nach einem Testzeitraum gleicher Länge und Beschränkung auf google.de bewertet (türkisfarbene Balken der Abb. 1). Das eingesparte Budget kommt der Google-Suche zu Gute, was dessen leicht gestiegene Impressionen und CPCs erklärt. Wie zu erwarten, kommt es nicht zu einem signifikanten Abfall der generierten Kontakte (E-Mail-Anfragen und Anrufe). Im Gegenteil: die Anzahl der Kontakte steigt um 35% wie die obere Grafik in Abb. 2 zeigt. Die Conversion-Rate verbessert sich um 24% mit dem Ergebnis gesunkener Gesamt-Kosten pro Kontakt (-17%).

Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk ausschließen - Kontakte, Conversion-Rate, Kosten pro Lead

Abb. 2: Gesamt-Anzahl Kontakte, Conversion-Rate und Kosten pro Kontakt vor (orange, Zeitraum 1) und nach (türkis, Zeitraum 2) dem Abschalten der Partner-Websites im Such-Werbenetzwerk

Fazit

Lokale Dienstleister verfügen in der Mehrzahl nur über kleine AdWords-Budgets, meist deutlich niedriger als das Budget, des hier analysierten Dienstleisters für Komplett-Sanierungen und -Renovierungen. Oft können sie die Suchnachfrage in ihrer Region nicht 100% bedienen. Dazu kommen strike Performance-Ziele, wie (Neu-)Kundengewinnung, konkrete Einkäufe oder Vertragsabschlüsse. Sind diese Rahmenbedinungen gegeben, sollten AdWords-Kampagnen auf die Google-Suche fokussiert werden.

SEAcamp 2014: Erfahrungsaustausch in ungezwungener Atmosphäre

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangen Jahr kamen am Donnerstag wieder zahlreiche SEM/SEA-Verantwortliche aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Jena, um sich über verschiedene Aspekte des Suchmaschinenmarketings auszutauschen. Das Spektrum reichte von AdWords-Kampagnen-Insights über Test-Szenarios und Google Analytics-Berichte bis zu YouTube-Anzeigen. Überhaupt konzentrierte sich alles auf Google’s Performance-Platform(en). Schade, daß ein kompetenter Ansprechpartner für Product Management aus dem Hause Google fehlte, um über jüngste oder geplante Neuerungen zu informieren. Andere Anbieter für bezahlte Suchwerbung – Yahoo! Bing, Yandex, Baidu, Seznam – spielten in den Sessions keine Rolle.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Niveau der Vorträge etwas niedriger, dafür die Diskussionen während der Sessions oder in den Pausen spontaner und intensiver. Unterschiedliche Herangehens- und Denkweisen im Kampagnenmanagement bleiben charakteristisch für das Suchmaschinenmarketing. Die Organisatoren sind sehr um den fachlichen Austausch „auf Augenhöhe“ bemüht und so fehlte der auf anderen Online Marketing Veranstaltungen übliche Starrummel.

Highlights gab es trotzdem! Martin Röttgerding, Bloofusion berichtete über Erstaunliches aus dem Such-Werbenetzwerk. Er klärte nicht nur über die Herkunft „seltsamer Kategorie-Baum-Suchbegriffe“ in den Suchbegriffsberichten auf, sondern zeigte auch wie diese für ein gezieltes Keyword Targeting auf ebay und Amazon eingesetzt werden können. Die Ergebnisse seiner Fallbeispiele am Rande des Machbaren in AdWords: 15% bis 50% höherer ROI, aber Umsatzsteigerungen von gerade mal 1% bis 2% im Vergleich zu Kampagnen auf google.de.

Thomas Grübel, InBiz-Betreiber und einer der SEAcamp-Initiatoren begeisterte abermals mit live vorgeführten Scripting-Kunststücken. Seinen Appell, das vielfältige Automatisierungspotenzial beim Kampagnenmanagement zu nutzen, beschräkte er nicht auf den Einsatz von Microsoft Excel Macros, sondern spannte den Bogen bis in die Möglichkeiten der Google-Welt. Hier stehen mit AdWords Scripts, AWQL, Google Docs, App Scripts und Google Sites leistungsfähige Werkzeuge für das Exportieren, Importieren, Modifizieren und Darstellen von AdWords-Daten zur Verfügung.

Nicht nur technische auch juristische Fragestellungen konnten die SEAcamp-Teilnehmer begeistern. Peter Hense, Spirit Legal LLP, gab wichtige Denkanstösse bei der Bewertung von Haftungsrisiken infolge von Marken- oder Wettbewerbsrechtsverletzungen. Deutlich räumte er mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Nicht-Rechtmäßigkeit beim Verwenden fremder Marken-Begriffe betrifft nur die Anzeige und nicht das Keyword.

Der Erfolg der Veranstaltung gibt den Machern des SEAcamps recht. Trotz steigender Nachfrage soll die Veranstaltung im aktuellen Rahmen bleiben. Wer sich im kommenden Jahr ein Ticket sichern möchte, sollte früh buchen, oder mit einem eigenen Session-Beitrag die Veranstaltung bereichern. Das garantiert dann auch die Teilnahme.

SMX 2014 in München: AdWords-Kampagnen effektiver managen

Neben den jüngsten AdWords-Neuerungen bei Anzeigenerweiterungen, Product Listing Ads (PLAs) oder beim Targeting dominierten Effizienz- und Analyse-Themen die SEA-Panels der diesjähren SMX in München. Vor dem Hintergrund immer größerer Möglichkeiten unter dem Dach von Google AdWords, bei gleichzeitig steigendem Wettbewerbsdruck im e-Commerce, ein gut gewählter Focus. Die passende Keynote „Die drei wichtigsten Gewohnheiten der effektivsten Online Marketer“ hielt Frederick Vallaeys, Ex-Google-AdWords-Evangelist und Gründer der Firma Optmyzr, die sich der einfacheren Kampagnen-Analyse und -Optimierung jenseits der gängigen Bid Management-Lösungen verschriebenen hat.

Die wenigsten Kampagnen-Manager sind versierte Programmierer. Dagegen ist oft Microsoft Excel das Werkzeug erster Wahl. Hier setzte der Konferenzbeitrag „Mit Excel in die Zukunft blicken – Predictive Analytics für alle“ an. Sehr anschaulich demonstrierte das Tandem Tobias Aubele / Prof. Dr. Mario Fischer das Scrapen AdWords-externer Datenquellen. Keywords aus Google Suggest, Preise aus Amazon, Wetterdaten aus OpenWeatherMap, Ortskoordinaten der Website-Besucher aus Google Analytics – die Funktion XPathOnURL der Excel-Erweiterung „Seo Tools for Excel“ lädt die Daten einfach in ein Arbeitsblatt. Zu Grunde liegt die Abfragesprache XPath, die das Adressieren von Inhalten in struktieren Dokumenten wie XML und HTML erlaubt. Sind die gewünschten externen Informationen geladen, können daraus Kampagnen-Setups, Performance-Analysen oder sorgar Umsatz-Vorhersagen erstellt werden.

Auch Dr. Andreas Stadies Beitrag „rvn – 2/v1-r² = ???? – Statistik und Daten-Analysen für Marketer“ basierte auf Excel-Funktionen, um den Zuhörern die Problematik „Relevanz“ von Kampagnen-Auswertungen und Testergebnissen näherzubringen. Erfahrungsgemäß werden viele Entscheidungen, ohne Rücksicht auf ausreichende Fallzahlen getroffen. Ganz ohne SEM-Brille veranschaulichte der Mathematiker an dem vereinfachten Szenario „Keyword abschalten oder nicht?“ Begriffe wie Signifikanz und Unsicherheit.

Auf das große Effizienzpotenziel innerhalb des AdWords-System wurde im Beitrag „Automatisierungs- und Optimierungsroutinen für den erfahrenen SEA Experten“ verwiesen. Ausgangspunkt sollten laut Brad Geddes, Certified Knowledge, manuelle Änderungen sein, die in Flowchart festgehalten und erst dann per „Automated Rules“ in AdWords automatisiert werden sollten. Dabei ging er ebenfalls auf die im Konto zur Verfügung stehenden Gebotsstrategien ein, die von Google kürzlich um „Return On Ad Spend“, ROAS erweitert wurde.

Im zweiten Teil der Session wies Frederick Vallaeys, neben der Keynote auch an zwei Konferenzbeiträgen beteiligt, auf zwei aus seiner Sicht wichtige Argumente für Automatisierung: mehr Zeit für abwechlungsreiche, interessante Tätigkeiten und weniger Fehler durch Unkonzentriertheit. Seine Empfehlung: die unbegrenzten Möglichkeiten durch AdWords Scripts nutzen! Durch die direkte Anbindung an Google Docs, insbesondere Docs Spreadsheets, können z.B. Kampagnen-Daten zur weiteren Aufbereitung nicht nur exportiert, sondern auch externe Daten mit AdWords-Kampagnen verknüpft werden. Die entsprechende xPath-Funktion gibt es bereits in AdWords Scripts: ImportXML.