Praxisbericht Lokales Online Marketing – Das Restaurant Dreigut im Follow-Up Interview

Mehr als ein Jahr ist nun nach unserem ersten Interview mit den Betreibern des Dreigut Berlin ins Land gegangen – im Gastro-Geschäft eine halbe Ewigkeit. Das Lokal ist inzwischen zu einer etablierten Adresse auf der eng bevölkerten Restaurant-Karte von Berlin herangewachsen und arbeitet sich stetig auf den Best-of-Berlin Listen nach vorn.

Essentiell für den nachhaltigen Erfolg des Restaurants ist, dass das Unternehmen von Anfang an mit Nachdruck auf lokales Online Marketing gesetzt hat und social, local & mobile ganz selbstverständlich in das Tagesgeschäft integriert. Wir schlagen auf ein 3 Wochen gereiftes MOOQ-DELMONICO STEAK im Dreigut auf und fragen nach bei Marko Häbold, Geschäftsführer und Marketingbeauftragter, wie sich seine Arbeit im Jahr 3 nach der Eröffnung entwickelt hat.

Beispiel-Newslettter-Marketing-lokale-Unternehmen

Hallo Herr Häbold. Worauf konzentrieren Sie sich heute bei Ihrer Arbeit für das Online Marketing des Dreigut? Machen Sie inzwischen etwas anders als 2012/2013? Und falls ja, was?

Wir haben unsere online-Aktivitäten dahingehend fokussiert, dass wir gezielt mit großen Portalen wie Trip-Adivisor oder Michelin-Restaurantführer kooperieren. Auch Facebook hat aufgrund unserer wachsenden Anzahl von Followern eine größere Relevanz als vor 2 Jahren. Zudem haben wir mit Quandoo einen recht leistungsfähigen Reservierungspartner, der auch über sein eigenes Portal einige Kunden an uns liefert. Bei diesen 4 Portalen haben wir unsere Präsenz verstärkt. Bei Google haben wir unser Add-Words-Budget um ca. 30 % reduziert. Die Conversion-Rate war aufgrund der lokalen und begrifflichen Streuung zu gering. Hier haben wir die Suchbegriffe und den Suchradius noch mehr konkretisiert.

Als wir uns das letzte Mal unterhalten haben nannten Sie die gezielte Ansprache von Google-Nutzern mobiler Endgeräte in der Nähe des Restaurants per Google AdWords als einen für Sie sehr vielversprechenden Kanal zur Neukundengewinnung. Hat sich das lokal-mobil fokussierte AdWords Marketing für das Dreigut auch langfristig etabliert?

Ja, wenn Google, dann Lokal! Die Kosten bei Google-Adwords sind nur dann in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man aus Klicks auch Conversions bzw. Leads (in unserem Falle Reservierungen) macht. Dazu ist ein genaues Geo-Targeting nötig. Alles andere ist bei einem Geschäft wie einen lokal verwurzeltem Restaurant Geldverschwendung.

Welchen Stellenwert nehmen Reservierungssysteme wie OpenTable, Quandoo usw. für die Auslastung des Dreigut ein?

OpenTable, welche mittlerweile mit Book-a-table / Livebooking fusionierten, bringen selbst nicht sonderlich vielen Reservierungen über deren Plattform zu uns. Ausnahme ist, das OpenTable bei TripAdvisor eingebunden ist. Wenn von OT eine Reservierung kommt, dann fast immer in Zusammenhang mit unserem TA-Profil. Ansonsten ist Quandoo ein wirklich bemerkenswert dynamisches Start-up-Unternehnen, welches heute schon mehr Kunden über deren Plattform vermittelt als OT. Zudem haben wir Quandoo als Reservierungformular in unsere Homepage eingebunden, denn Quandoo bietet dem Gastronom ein internes Tisch-Reservierungs-System, welches recht ausgereift ist.

Uns ist aufgefallen, dass Ihr Firmenvideo auf Youtube bereits 32.000 Klicks angesammelt hat. Das ist für den Clip eines lokalen Unternehmens eine beeindruckende Zahl. Haben Sie das Video mit Hilfe von AdWords-Platzierungen gezielt gepusht oder gab es da einen Multiplikator, der für Reichweite gesorgt hat?

Das Video selbst wurde nicht gepusht, lediglich unsere unsere Homepage selbst. Das Video ist sehr präsent auf der Startseite plaziert, fast die Hälfte der Besucher klicken es an. Es ist wirklich beeidruckend, wie viel Interesse dieses Medium auf sich zieht.

Das Dreigut wurde kürzlich von der Bewertungsplattform Tripadvisor mit einem Exzellenz-Siegel ausgezeichnet, im stadtweiten Restaurant-Ranking befinden Sie sich inzwischen auf Platz 122 von über 5.000 eingetragenen. Wie motivieren Sie Ihre Gäste zum Bewerten und bis wann planen Sie den Vormarsch bis in die Top10 ? 😉

Wir haben Bewertungskärtchen, die wir dem Gast dezent mit der Rechnung mitgeben – dort ist ein QR-Code direkt zu unserem Profil bei den Bewertungsportalen drauf. Zudem sind vielen unsere Besucher ohnehin über die gute TA-Posiionierung zu uns gekommen und werden dann folglich nach dem Besuch eine Bewertung abgeben. Somit ergibt sich hier eine gewisse Eigendynamik. Der Vormarsch auf die „ersten 10“ ist sicher ein mittelfristiges Ziel. Hier gilt aber vor allem, die Qualität der Speisen und es Services auf hohem Niveau zu halten. Wenn das sichergestellt ist, kommt der Rest von allein.

Herr Häbold, danke für das Gespräch!

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