Das ultimative Local SEO Audit – die Anleitung

Jedes Unternehmen, dass sich in einem lokalen Kontext gegen seine Konkurrenz in Google’s lokalisierten Suchergebnissen behaupten muss, sollte seine Online-Präsenz über kurz oder lang einer umfangreichen Prüfung in Form eines lokalen SEO Audit unterziehen. Nur so kann man verstehen, wie der Status Quo ist, wo man im Vergleich zu den Mitbewerbern steht und welche Baustellen es zu bearbeiten gibt. Ein gut gemachtes Audit liefert damit den idealen Action-Plan, um sich langfristig erfolgreich für seine Zielkundschaft zu positionieren und in der eigenen Nische dauerhaft hervorheben.

Die folgende Anleitung wurde in Form einer Checkliste konzipiert und wird Ihnen auflisten, welche Problembereiche es zu bearbeiten gibt, was optimiert werden sollte und wie Sie Probleme und Stolpersteine erfolgreich lösen können.

  1. Google My Business Seiten Audit
  2. Webseiten und Landing Page Audit
  3. Analyse der Firmeneinträge (Citations)
  4. Organische Verlinkungen und eventuelle Penalties
  5. Analyse der Firmenbewertungen und Erfahrungsberichte
  6. Sichtbarkeit im Social Web *Neu
  7. Konkurrenz-Analyse *Neu
  8. Local Seo Strategie *Neu

Für wen ist diese Anleitung konzipiert?

Diese Checkliste richtet sich primär an kleine und mittlere Unternehmen mit einer festen lokalen Firmenpräsenz ‚vor Ort‘ – und damit für Laufkundschaft und Besucher zugänglichen Geschäftsräumen. Sollten Sie mit ihrem Unternehmen nicht über eine öffentliche Adresse verfügen, da Sie zum Beispiel beliefern oder Ihre Services beim Kunden durchführen, können Sie die Abschnitte überspringen in denen wir auf die Punkte Firmenadresse eingehen. Außerdem sollten Sie am besten bereits über eine Google My Business/Places/Plus Local Seite verfügen. Falls das noch nicht der Fall ist, legen Sie sich am besten so bald als möglich einen Eintrag an. Hier finden Sie eine fantastische Anleitung dafür.

Was wird hier nicht behandelt?

Google’s lokaler Suchalgorithmus ist ein kompliziertes, sich ständig weiterentwickelndes Konstrukt. Daher werden hier grösstenteils nur Optimierungspunkte aufgeführt, auf die ein Webseiten-Betreiber einen direkten Einfluss hat. Ranking-Faktoren wie ‚Nähe zu ähnlichen Unternehmen‘ oder ‚Navi-Zielführungen zum Unternehmen‘ werden daher hier ausgelassen.

Etwas Hintergrundinformation

Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten in der (lokalen) Online Marketingwelt ist die Bereitschaft, sich den ständigen Wandlungsprozessen zu ergeben und enthusiastisch – oder gleichmütig – im Strom mitzuschwimmen. Da sich die Online Suche ständig verändert müssen Sie bereit sein, sich mit Ihrem Unternehmensmarketing dem anzupassen. Der Vorteil dabei ist: Wenn Sie ein waches Auge behalten und sauber arbeiten, werden sich Ihre Resultate nur verbessern. Es werden sich immer Möglichkeiten bieten, Google an bestimmten Stellen auszutricksen – diese Schlupflöcher schließen sich jedoch aus unserer Erfahrung immer schnell wieder, was Unternehmen nicht selten in ein tiefes Tal der Tränen und selbstverschuldeter Unsichtbarkeit stürzt. Also: Halten Sie Ihre SEO-Weste blütenweiß und Ihre Hemdsärmel hochgekrempelt.

Warum sind Audits so wichtig?

Nur ein allumfassender Überblick zum Status Quo einer Online-Unternehmenspräsenz, der auch die Performance der Konkurrenz mit in Betracht zieht führt uns zu einem effektiven SEO-Angriffsplan, der langfristig erfolgreiche Resultate liefert. Eine immens wichtige Funktion eines Audits ist dabei auch der Blick in die Vergangenheit. Was wurde ‚SEO-technisch‘ in den letzten Jahren von Mitarbeitern oder Dienstleistern wie gemacht? Finden sich irgendwelche Leichen im Keller, die die Firmenpräsenz heute schlecht aussehen lassen? Gibt es eventuell Abstrafungen, Penalties, die die Website belasten und aus den guten Suchergebnispositionen aussperren? Dafür braucht man ein Audit.

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Local SEO Audit Phase 1 – Ihre Google My Business Seite

Google’s neu gestaltetes My Business Dashboard liefert bereits eine Fülle nützlicher Informationen – trotzdem sollten Sie ab und an einen Blick auf die sich regelmäßig ändernden Richtlinien werfen. Gern werden hier ohne Benachrichtigung weitreichende Änderungen vorgenommen – so zum Beispiel hob Google die Restriktion wieder auf, beschreibende Begriffe im Unternehmenstitel zu verwenden. Auch sollten Sie in Erinnerung behalten, dass Änderungen, die an einem My Business Eintrag vorgenommen werden meist erst innerhalb von 3 Tagen in den Suchergebnisseiten auftauchen werden.

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  1. Finden Sie den richtigen Google My Business Eintrag zum Bearbeiten Wenn Sie bereits einen My Business Eintrag mit Login besitzen, loggen Sie sich in das Dashboard ein. Dort sollten Sie den zu bearbeitenden Firmeneintrag finden.
  2. Finden und Löschen Sie doppelte Einträge (Duplikate) Google My Business Duplikate können eine der grössten Gefahren für jede local SEO Kampagne darstellen.

    Wie ist vorzugehen: Zwar gibt es zahlreiche Wege um toxische doppelte Firmeneinträge zu finden aber der effektivste Weg ist sicherlich die Arbeit mit Google MapMaker. Dafür loggen Sie sich in Ihren Google Account ein und gehen auf MapMaker. Von hier aus können Sie nach Ihrer Unternehmens-Telefonnummer suchen oder Sie geben einfach Ihren Firmennamen ein. Wenn bei der Suche zahlreiche Einträge auftauchen, über die sie nichts wissen setzt nun Prio. 1 ein: aufnehmen und löschen!

  3. Stellen Sie sicher, dass Ihr local Eintrag nicht unter einem Penalty leidet (WICHTIG) Herauszufinden, ob ein Eintrag von Google abgestraft wurde und deswegen nicht in den Suchergebnissen auftaucht, ist keine leichte Angelegenheit. Hier gibt es eine Reihe von Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Anders als bei organischen Penalties (Abstrafungen) für Webseiten in der ’normalen‘ Suche, benachrichtigt Google Sie nicht wenn Ihr Eintrag Opfer eines Local Penalties wurde. Es sei denn Ihr Eintrag wurde temporär gänzlich gesperrt – dann findet sich im Dashboard Ihrer My Business Seite ein großer roter Warnhinweis.

    Für den Lokale Suche Experten Phil Rozek stellt die Suche nach einer möglichen Abstrafung oder einem drohenden Penalty durch Google ‚den ersten und wichtigsten Prüfpunkt in einem Local SEO Audit dar‘.

    Wie ist vorzugehen: Suchen Sie nach Ihrem primären Suchbegriff (zbsp. Friseursalon Essen) auf Google Maps und in der normalen Google Suche. Wenn Ihr My Business Eintrag in Google Maps zum Beispiel auf Position C mit einem Pin, jedoch NICHT in der normalen lokalen Google Suche zu finden ist, liegt hier sehr wahrscheinlich ein Penalty vor. Manche Einträge stehen gut dar in Maps, werden aber in den Places/My Business lokalen Resultaten unterdrückt.

    Sollten Sie besagte Situation vorfinden ist es ratsam, einen Experten zur Lösung des Problems zu Rate zu ziehen.

  4. Ist die Google My Business Seite mit einer Email auf der Unternehmensdomain verknüpft? Wir empfehlen, dass Sie Ihren Eintrag mit einer Unternehmens-Email auf Ihrer Domain registrieren und aktiv halten. So hilft zbsp. info@friseur-beispiel.de Google dabei, Sie als legitimen Firmeneigentümer zu identifizieren.

    Wie ist vorzugehen: Sollte Ihr Google My Business Eintrag auf eine andere Email registriert sein, können Sie diesen auf Ihre Unternehmensemail transferieren. Lesen Sie dafür: Inhaberschaft einer Seite übertragen.

    email-adresse-my-business

  5. Ist der Eintrag verifiziert? Klar, Ihre Google My Business Seite muss verifiziert sein, damit Sie den vollen Funktionsumfang Ihres Eintrags nutzen können. Wenn Sie sich in Ihr Dashboard einloggen, sollten Sie sofort sehen, ob Sie verifiziert ist oder nicht. Sollte das noch nicht der Fall sein, können Sie sich per Pin, den Sie über einen automatisierten Anruf oder Postkarte erhalten, registrieren. Die Postkarte ist üblicherweise innerhalb von etwa einer Woche bei ihnen im Briefkasten.

    Wenn Sie Ihren Eintrag gefunden haben und zum ersten Mal verifizieren wollen, wählen Sie den Eintrag aus und klicken Sie im Info Bereich der Google Plus Seite auf ‚diese Seite verwalten‘ von da aus können Sie den Eintrag übernehmen und bearbeiten.

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    Wie ist vorzugehen: Der Eintrag wird im Adminbereich des Google My Business Dashboards verifiziert.

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  6. Wurde der korrekte Firmenname benutzt? Es ist essentiell, dass Unternehmensname, Adresse und Telefonnummer der Firma überall im Netz so einheitlich wie nur irgend möglich zu finden sind. Seit Neuestem erlaubt Google nun auch wieder einen beschreibenden Unternehmensbegriff im Firmennamen (zbsp. Rechtsanwalt Maik Mustermann). In Google’s Qualitätsrichtlinien heißt es: ‚Stellen Sie Ihr Unternehmen genauso dar, wie es außerhalb des Internets auftritt.‘ und ‚Zusätzlich zum Unternehmensnamen können Sie ein einziges Wort als Beschreibung hinzufügen, damit Kunden Ihr Unternehmen einfacher finden können oder mehr über die Dienstleistungen Ihres Unternehmens erfahren.‘ Das inkludiert jedoch nicht Worte wie ‚bester‘, ‚billigster‘, ‚No.1‘, ‚AAA‘ oder andere Spam-Tricks. Das sollten Sie unbedingt vermeiden, denn damit droht Ihnen mit Sicherheit über kurz oder lang ein Penalty. Unter diesem Link erfahren Sie alles weitere:

    Qualitätsrichtlinien für Informationen zu lokalen Unternehmen

    Bitte nicht nachmachen:

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  7. Wird die korrekte Unternehmenasdresse genutzt? Hier sollte Ihre Unternehmensadresse genutzt werden, unter der Sie auch Ihre Laufkundschaft empfangen. Google’s Qualitätsrichtlinien verbieten Zusätze wie Straßenkreuzungen oder ähnliches.

    Für die Adress-Richtlinien hat Google eine gesonderte Seite verfügbar, wo Sie alles dazu erfahren.

    Zusätzlich dazu sollte erwähnt werden, dass Postfächer und virtuelle Büros keine valide Adresse darstellen. Solche Anschriften setzen Ihren Eintrag der Gefahr aus, durch einen Penalty abgestraft zu werden.

  8. Wird die korrekte Telefonnummer genutzt? Sie sollten immer die lokale, zum jeweiligen Standort genhörige Nummer wählen. Nutzen Sie keine 0800 Nummern als Primär-Telefonnummern. Ihre Nummer sollte die lokale Vorwahl beinhalten.

    So wird’s gemacht: Sie können die Telefonnummer in Ihrem Google My Business Dashboard editieren.

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  9. Die richtige Kategorie-Auswahl treffen (SEHR WICHTIG) Eine der essentiellen local SEO Stellschrauben für Ihr Unternehmen ist die korrekte Kategorievergabe. Benutzerdefinierte Kategorien sind dabei inzwischen nicht mehr erlaubt. Sie sollten daher alle Kategorien nutzen, die für Ihre Branche zugelassen sind und Sinn ergeben. In den Worten von Google’s Richtlinien gesprochen sollten Kategorien ‚beschreiben, welche Art von Unternehmen Sie betreiben, z. B. ein Krankenhaus. Damit soll nicht dargestellt werden, was Ihr Unternehmen tut, wie etwa Impfungen vornehmen, oder welche Produkte es verkauft, beispielsweise Sony-Produkte oder Druckerpapier.‘ Also: Schreiner Schulze Kreuzberg und nicht Mahagonitisch Kreuzberg.

    Local SEO Guru Darren Shaw von der Agentur Whitespark dazu: „Ich glaube dass die richtige Kategorievergabe für das Google Listing den mit Abstand wichtigsten Optimierungspunkt darstellt. Ich habe Einträge gesehen, die 7 Plätze in den Suchergebnissen nach oben gesprungen sind nur durch den Tausch der Primärkategorie und dann wieder Einträge erlebt, die komplett aus den Rankings verschwunden sind, weil eine Kategorie aus Versehen falsch eingeloggt wurde. Sie sollten daher sicherstellen, dass die gewählte Primärkategorie so genau wie möglich zu Ihrem wichtigsten Keyword passt und dass Ihre weiteren gewählten Kategorien zu Ihren Hauptdienstleistungen passen.“

    kategorieauswahl

  10. Email-Adresse Unter der Kontakt Box im Google My Business Dashboard finden Sie die Einstellungen für die Email Adresse. Wählen Sie hier eine Email unter der Sie Ihre Interessenten erreichen können und die auf Ihre Domain eingetragen ist.
  11. Die richtige URL Wenn Sie nur einen Unternehmensstandort haben, ist es sinnvoll einfach Ihre Homepage zu nutzen. Sollten Sie jedoch über mehrere Firmenstandorte verfügen, sollten Sie für jeden anzulegenden Standort My Business Eintrag auch die jeweilige LandingPage URL als My Business URL festlegen. Zbsp.: www.meinunternehmen.de/standorte/berlin-kreuzberg
    Ein Wort der Warnung jedoch: Im Rahmen von Google’s neuestem Local Algorithmus Update namens ‚Pigeon‘, was bereits in den USA ausgerollt wurde, wirken sich organische Rankingsignale der zugehörigen URL auf das Ranking des My Business Eintrags aus. Ist Ihre Standortseite also nur schwach intern und extern verlinkt bzw. inhaltlich nicht optimiert kann sich das in Zukunft unter Umständen negativ auf Ihr Local Ranking auswirken.

    Ziel sollte sein: Wählen Sie die URL für Ihren My Business Eintrag, welche Ihre Nutzer zur inhaltlich sinnvollsten Zielseite führt.

  12. Die Vorstellung Ihres UnternehmensNach Google’s Richtlinien sollten Sie hier folgendermaßen vorgehen: ‚Hier können Sie eine kurze Beschreibung Ihres Unternehmens hinzufügen. Darin können Sie sich und Ihr Unternehmen Ihren Kunden vorstellen.‘ Prüfen Sie unbedingt, dass dieser Text einzigartig ist und damit nirgendwo sonst im Netz herumschwirrt. Kopieren Sie den Text einfach bei Google in den Suchschlitz und testen Sie das Ganze.

    Ziel: Erstellen Sie eine nicht spammig klingende einführende Beschreibung Ihres Unternehmens. Nutzen Sie Fettungen, Bulletpoints und Links zu Ihren Produkten und Services zur Formattierung. Geben Sie sich etwas Mühe und schreiben Sie ausführlich. Mindestens 200, wenn möglich 400+ Wörter sollte die Vorstellung umfassen. Ausführliche, gute Beschreibungen werden nach Unserer Erfahrung mit besseren Rankings und höheren Kontaktraten belohnt.

  13. Vollständigkeit Ihrer Unternehmensinformationen Das My Business Profil sollte zu 100% ausgefüllt worden sein. Fehlende Punkte sollten Sie sich notieren und abarbeiten

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  14. Karte und Suche BilderBilder spielen eine wichtige Rolle für die lokale Suche und sind immens wichtig für Ihr Online-Portfolio. Hier sollten nur ‚professionelle‘ oder zumindest professionell wirkende Bilder genutzt werden.
  15. Öffnungszeiten Sind die Öffnungszeiten zu 100% vollständig ausgefüllt?
  16. Posts auf Google+In regelmäßigen Abständen (zweiwöchentlich) einen Post auf Ihrem Google Plus Unternehmensprofil zu veröffentlichen ist eine tolle Maßnahme, um sich als aktives Unternehmen zu präsentieren. Google Plus Posts werden in den organischen Suchergebnissen gelistet und spülen Ihnen neue Follower, Bewertungen und Shares ins Haus.
  17. Nutzen Sie einen zertifizierten Fotografen? Google sucht seit geraumer Zeit nach Wegen, um die Validität eines eingetragenen Unternehmens festzustellen, da zu viele Nutzer Spam- und Fake-Einträge erzeugen um sich so Vorteile zu verschaffen. Eine virtuelle Tour, wie sie über Google Maps Business View erstellt werden kann, bestätigt Ihre Firma offiziell und fügt Ihrem Eintrag mit der 360 Grad Ansicht ein tolles Feature hinzu.

    So wird’s gemacht: aus dem My Business Dashboard heraus klicken Sie auf Virtuellen Rundgang hinzufügen. Dort gelangen Sie auf die Maps Business View Landing Page, wo Sie Kontakt zu einem Fotografen aufnehmen könen.

    Achtung: der Service ist jedoch nicht kostenlos und beginnt bei etwa 300€ für eine einfache Panorama Ansicht.

    Wer Panorama-Touren durch sein Unternehmen selbst erstellen will und auf die Zertifizierung durch Google verzichten kann, dem sei der Folgende How-to-Beitrag aus unserem Blog ans Herz gelegt: Google Photo Sphere – 360° Panorama-Aufnahmen für lokale Unternehmen zum Selbermachen.

Local SEO Audit Phase 2: Website und Landing Page Optimierung

Die lokale Suche wird für Google und Sie als Unternehmen immer wichtiger, da die Nutzer zunehmend nach lokal relevanten Ergebnissen suchen. Das zeigt das bereits angesprochene Pigeon Algorithmus-Update, welches den lokale Suche Markt zünftig aufmischt und zeitnah auch im deutschen Web zutragen kommen wird. Daher hat eine für ‚local‘ umfangreich optimierte Website für Ihre Online-Zukunftsplanung einen enorm hohen Stellenwert.

Wie bereits besprochen können Sie in Ihrem My Business Eintrag festlegen, auf welche Seite Ihrer Domain die Listung verlinken soll. Dies kann einfach die Homepage sein, oder – vor allem wenn Sie über mehr als einen Standort verfügen – eine designierte Landingpage für die jeweilige Lokalität.

Üblicherweise haben Unternehmen mit nur einem Standort all die lokal relevanten Informationen bereits auf der Homepage aufgeführt. Im Falle von Unternehmen mit zahlreichen Standorten ist es unbedingt ratsam, für jede Filiale/Standort eine gesonderte Seite zu erstellen und vollständig nach den nachfolgend aufgeführten Empfehlungen zu optimieren. Die kommenden Tipps gelten also für jedwede Seite, die Sie mit Ihrem My Business Account verbinden:

  1. Korrekt auslesbare Firmenname/Anschrift/Telefonnummer Infos auf der Landing Page Einheitliche Firmen- und Adressdaten sind auf der eigenen Seite genauso wichtig wie auf anderen Portalen und Seiten. Hier sollte man sich den Aufwand machen und ausdauernd prüfen, ob irgendwo im Web und auf der Seite Inkonsistenzen auftreten. Eine ungültige Telefonnummer hier, eine alte Adresse da. Die Entrümpelungsarbeiten lohnen sich. Je einheitlicher die NAP-Angaben (NAME/ADDRESS/PHONE), desto besser fürs Ranking.

    Klassische Probleme, die auftreten:

    Es wird eine Call-Tracking-Nummer benutzt. Das sollte man ohne Expertenwissen tunlichst bleiben lassen und wenn, dann wirklich Profis überlassen.

    Wenn eine Telefonnummer auf einem Bild abgebildet wird, sollte sie im dazugehörigen Alt-Text wiederauffindbar sein.

    Ziel: Die Landing-Page NAP-Informationen sollten 1zu1 mit denen auf der My Business Page übereinstimmen. Sollten Sie Ihre Öffnungszeiten in einem Bild darstellen, ändern Sie das. Googles Suchroboter können das nicht auslesen.

  2. Optimierte Seitenstruktur5442016f84fe54.66750216 Local SEO Experte Phil Rozek ist überzeugt, dass eine kluge Webseiten-Struktur eine Grundvoraussetzung für hervorragende lokale Rankings ist: „Ihre Website sollte für jeden Ihrer angebotenen Services, Standorte und Fachdienstleister(Mitarbeiter) eine eigene Unterseite besitzen. Die Homepage sollte in diesem System den Kern darstellen – voll gepackt mit nützlichen zielführenden Informationen und weiterführenden Verlinkungen zu zu relevanten Unterseite. Zudem sollte der Blog unbedingt auf der selben Domain installiert sein, damit frisch hinzugekommene Inhalte, Links und Interaktionen auf die Firmenwebsite einzahlen und diese nach vorn bringen. In 9 von 10 Fällen scheitern Firmenwebsites an solchen Grundvoraussetzungen für erfolgreiches SEO.“

    Machen Sie sich Gedanken über Ihre URL-Struktur – insbesondere im Bezug auf Ihre Standort-Seiten. Eine gute Standort Landing Page URL ist beschreibend und nennt den Namen der Location. So zum Beispiel:

    http://www.IhreSeite.com/standorte/berlin-mitte

    oder

    http://www.IhreSeite.com/standorte/berlin-friedrichstrasse

    Dieses System sollten Sie dann jedoch auch auf der gesamten Seite umsetzen und nach dem gleichen Prinzip, sinnvoll beschreibend Ihre Struktur organisieren:

    So zum Beispiel für Ihre Dienstleistungen:

    http://www.IhreSeite.com/services/dienstleistungXY

    usw.

  3. Öffnungszeiten Nutzer die Ihre Seite organisch oder über Google My Business finden könnten nach „Ihrem Unternehmen Öffnungszeiten“ suchen. Haben Sie diese jedoch in einer Abbildung auf der Seite statt als Text gelöst, kann der Google-Roboter diese nicht auslesen. Und an dieser Stelle natürlich noch mal der obligatorische Hinweis auf Einheitlichkeit zwischen Website und My Business Seite.

    Bildschirmfoto 2014-11-26 um 11.59.05

  4. Textinhalte auf der Landing-Page / Standortseite Interessante, gut konvertierende Inhalte für Ihre Standortseiten zu produzieren kann eine anstrengende Angelegenheit sein. Speziell dann, wenn Sie zahlreiche Filialen besitzen. Ein Tipp für Unternehmen mit multiplen Standorten: Beauftragen sie die Verantwortlichen vor Ort damit, eine Vorstellung der Filiale in Textform zu erstellen. Um es dem Beauftragten etwas leichter zu machen geben Sie ihm oder ihr ein kleines Briefing zur Hand. Dadurch stellen Sie sicher, dass die Dinge, die ihnen wichtig sind im Text enthalten sind und verhindern gleichzeitig, dass immer exakt der gleiche Text mit lediglich ein paar ausgetauschten Ortsangaben entsteht. Versuchen Sie mindestens 400 Wörter Text für jede Standortseite zu erstellen. Natürlich gibt es auch erfolgreiche Standortseiten mit weniger Text – aber glauben Sie mir: die Konkurrenz um die erste Seite in den lokalen Suchergebnissen beginnt gerade erst zu wachsen. Packen Sie es lieber gleich richtig umfangreich an und sichern Sie sich so für die Zukunft ab.
  5. Sicherstellen, dass die Standortseite von Google ausgelesen wird

    Wenn Ihre Website schon seit langem existiert finden Sie dies am einfachsten durch eine Site: Suche heraus. Dafür tippen Sie in Google’s Suchleiste site:IhreWebsite.de ein und erhalten alle von Google erfassten Seiten Ihrer Domain aufgelistet. Ist die Standortseite dabei? Gut! Fehlt sie? Dann gibt es ein Problem. Entweder ist die Seite auf NoIndex gesetzt, enorm schlecht in der Seitenarchitektur integriert oder sie unterliegt einem Penalty. Letzteres ist sehr selten der Fall. Ersteres finden Sie heraus, in dem Sie einen Blick auf die robots.txt Datei Ihrer Website werfen. Dabei hilft Ihnen Ihr Webseitenbauer.
  6. Meta Title Tag auf der Landing Page / Standortseite Der Seiten-Title Ihrer Standortseite ist ein wichtiger Teil Ihrer Optimierungsarbeit. Zum perfekten Title gelangt man meist nur nach zahlreichen Iterationen. Hierbei gilt die Prämisse: Wir wollen diese Standort-Landingpage um folgende Punkte herum für die lokale Suche optimieren: Unternehmensname, Haupt-Keyword, Ort und ggf. Stadtteil. Diese Dinge sollten also idealerweise im Title vorhanden sein und gleichzeitig inhaltlich stimmig wirken. Viel Erfolg!

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  7. Meta Description Die Meta Description oder Beschreibung ist das Textsnippet, welches in Google’s Suchergebnissen unter dem Title angezeigt werden kann. Abhängig davon, welcher Suchbegriff vom Nutzer eingegeben wurde kann Google da jedoch beliebig anderer Textausschnitte aus dem Webseitentext anzeigen. Trotzdem ist es unbedingt ratsam, dieses Element zu betexten. So stellen Sie sicher, dass Nutzer einen zielführenden Einführungstext zu Ihrem Angebot in den Suchergebnissen vorfinden. Das erhöht Ihre Clickrate und gibt Ihnen ein gewisses Maß an Kontrolle über die Ergebnisse.

    Bildschirmfoto 2014-11-26 um 15.14.35

    Die Meta-Beschreibung Ihrer Standortseite sollte Idealerweise folgende Informationen enthalten: Unternehmensname, Standort, Telefonnummer.

  8. Überschriften Ihre Standortseite braucht GENAU EINE Hauptüberschrift, die mit <h1> im Code ausgewiesen ist. Dieser Punkt ist essentiell. Sollten Sie zur Garde der talentierten Texter zählen, können Sie hier Firmenname, Standort und Hauptkeyword inhaltlich unterbringen, ohne dass die Überschrift abstoßend spammig wirkt.
  9. Anfahrtsbeschreibungen und Karten-Einbettung Anfahrtsinfomationen zum Standort sind ein tolles Feature für den Nutzer, der zu Ihnen gelangen möchte. Hier sollten Sie sich die Mühe machen und dies sowohl in Form eines kurzen Textes als auch einer eingebetteten Google Maps Karte mit Ihrem Standort als Ziel Pin umzusetzen. So kann der Nutzer lesen wie er am einfachsten zu Ihnen kommt, und so er das wünscht, gleich die Navigation von Google Maps nutzen. Aus Local-SEO-Sicht sind solche detaillierten Ortsinformationen in Textform für eine Website zudem reines Gold wert.

    So wird’s gemacht: Wenn Sie Ihren Google My Business Eintrag bereits angelegt haben suchen sie auf Google Maps nach Ihrem Unternehmen. Klicken Sie auf das Zahnradsymbol unten rechts auf der Karte und klicken Sie auf Karte teilen und einbetten. Hier brauchen Sie dann nur noch die von Ihnen gewünschte Größe der Karte festzulegen und den Einbettcode in Ihren Website-Quelltext einfügen.

  10. Bezahlinformation Eine klare Auflistung Ihrer akzeptierten Bezahlmethoden beantwortet typische Fragen vorab und stellt ein sinnvolles Kundenfeature dar. Oh, Sie akzeptieren auch Bitcoins als Bezahlmethode? Fantastisch! 🙂
  11. Kundenbewertungen auf der Seite über Schema / hReview Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte werten Ihre Seite für den Nutzer spürbar auf und erhöhen die Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens. Diese können über das sogenannte hReview Tag auf Ihrer Seite integriert und ausgewiesen werden. Diese Form der Datenstrukturierung signalisiert Google: Hier sind XX Kundenbewertungen. Diese haben zudem folgendes Scoring:. Zusätzlich kann Ihnen eine solche Strukturierung auch Bewertungssterne in den Suchergebnissen verschaffen, was der Klickrate Ihres Eintrages sehr dienlich sein sollte.

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    Wie wird’s gemacht: Um den notwendigen Code für Review-Markups zu generieren können Sie den MicroDataGnerator nutzen. Hier können Sie ganz einfach eine echte Kundenbewertung – von einem Kunden, der mit der Veröffentlichung einverstanden ist – eintragen und mit den notwendigen Daten versehen. Der generierte Code wird auf der Standortseite integriert. Testen, ob das Markup auf Ihrer Seite richtig funktioniert können Sie, in dem Sie Ihre Standort-URL im Structured Data Testing Tool von Google ausprobieren.

  12. Alt Text auf der Landing Page Wenn Sie Bilder auf Ihrer Landingpage nutzen (das sollten Sie ;-)) sollten diese mit Alt-Tags versehen werden. Haben Sie zum Beispiel eine Innenansicht Ihrer Verkaufsräume, könnten Sie dort zum Beispiel „Innenansicht Firma XY Standort XY-Strasse, Stadt“ verwenden.
  13. Firmenname/Anschrift/Telefonnnumer Infos im hCard/Schema.org Wir haben bereits darüber gesprochen wie wichtig es ist, dass Google Ihre vollständigen Kontakt- und Standortinformationen schnell auslesen kann. Am besten erreichen kann man das für eine Unternehmensstandortseite über das LocalBuisiness Markup. Dafür kann der oben genannte Microdata Generator genutzt werden.
  14. Ladezeit der Landing-Page Mit zu langen Ladezeiten verprellen Sie Ihre Besucher und Google rümpft die Nase und lässt Ihre Seite über kurz oder lang links liegen. Testen Sie die Ladezeiten auf Ihrer Seite am besten auf Geräten von Freunden oder Bekannten, die noch nie auf Ihrer Seite waren. Dann bekommen Sie bereits ein gutes Gefühl dafür, ob hier Optimierungsbedarf besteht.

    Als grobe Orientierung sollte Ihre Seite innerhalb von 3,5 Sekunden laden. Wenn sich das Laden der Seite übermäßig lang hinzieht, kann dies an mehreren Faktoren liegen. Logischerweise spielt neben der Größe der zu ladenden Elemente und der Server-Performance auch die Internetverbindung eine Rolle. Daher testen Sie die Seite am besten mit einem Page Speed Tester wie diesem hier.

  15. Domain Autorität der Website Die Domain Authority ist eine Metrik, die aussagt wie wichtig eine bestimmte Seite innerhalb ihres spezifischen Themenkreises ist. Je älter eine Website ist, je zahlreicher dort thematisch relevante wertstabile Inhalte veröffentlicht werde und je mehr qualitativ hochwertige Verlinkungen aus nischenrelevanten Quellen eine Seite ansammelt, desto höher fällt dieser Wert aus und desto besser wird die Website mit all ihren Unterseiten in der Google Suche ranken.

    Die Domain Authority kann über zahlreiche kostenlose Tools gemessen werden – so zum Beispiel der Open Site Explorer von Moz Diese Metrik kann genutzt werden, um die Performance der eigenen Seite im Vergleich mit den Mitbewerbern zu messen. Liegt die eigene Firmenwebsite hier weit hinter der Konkurrenz zurück, heißt das Motto der Stunde: Linkaufbau.

  16. Footer Adresse Wenn Sie nur über einen Standort verfügen können Sie Ihre Adressdaten ruhigen Gewissens in Ihrem Websitefooter unterbringen, der dann auf jeder Ihrer Unterseiten angezeigt wird. So bieten so für den Nutzer einen schnell zu erkennenden Kontaktpunkt. Im Fall von mehr als einem Standort sollten Sie das nicht tun.
  17. Ist der Inhalt überfüllt mit Keywords? Mit dem sogenannten Keywordstuffing – also der Überladung von Website-Texten mit den anvisierten Suchbegriffen – schafft man sich heute keinen Sichtbarkeitsvorteil mehr. Vielmehr verärgert man seine Benutzer, da diese nur mühselig lesbare oder nichtssagende Texte auffinden und zusätzlich dazu riskiert man Abstrafungen durch Google, was seit geraumer Zeit im großem Stil gegen spammige Webseiten vorgeht. Aber wie viel ist zu viel? Wenn Sie mit Ihrer Seite für das Keyword „blaue Nike Sneaker“ranken wollen, sollten sie diese exakte Phrase am besten lediglich 1, höchstens 2 Mal in Ihrem Content auftauchen lassen.

    Hier mal ein No-Go Beispiel wie Sie es auf keinen Fall machen sollten: „Willkommen in unserem Fachgeschäft für blaue Nike Sneaker. Als größter Anbieter von unterschiedlich großen blauen Nike Sneakern in der Stadt sind wir Ihr Spezialist für alles rund um das Thema blaue Nike Sneaker.“

    Texten Sie in natürlich zusammenhängenden Phrasen und verwenden Sie Synonyme. Vermeiden Sie Wiederholungen. Damit gewinnen Sie heute keinen Blumentopf mehr.

  18. Ist die Landingpage leicht auslesbar durch Suchmaschinen? Eine toll gestaltete Website mit interaktiven Elementen, die in Flash programmiert sind ist grundsätzlich eine schöne Sache. Leider ist das für SEO ein absolutes No-No, da Ihre Seite so nicht von den Suchrobotern ausgelesen werden kann. Testen Sie, ob Ihr Websitetext vollständig auslesbar ist, indem Sie Auf Ihrer Seite mit auf Bearbeiten und Alles Auswählen klicken. Texte die erfasst werden können sind jetzt blau markiert. Wichtige Texte sollten nicht in Bildern abgebildet sein. Flash sollte nur wenn unbedingt nötig genutzt werden.
  19. Ist Ihr Seiten-Design mobil nutzbar? Es ist Ende 2014 – es besteht überhaupt keine Frage mehr, ob man als Unternehmen wirklich eine mobil freundliche Version seiner Website braucht. Insbesondere im lokalen – da geh‘ ich doch gleich mal vorbei – Suchkontext muss die Home- oder Landingpage auf iPhones, Androids und Co. ordentlich aussehen und einfachst bedienbar sein. Wir bevorzugen responsive Designs, da sich die Inhalte hier am besten den unterschiedlichen Gerätetypen anpassen.

    Mehr zu responsivem Design für Ihre Firmenwebsite finden Sie hier:

    responsive-webdesign

  20. Ist Ihr Seiten-Content mobil freundlich? Sollten Sie anstatt eines responsiven Designs über eine mobile Seite auf einer separaten Domain – zbsp. m.meineseite.de – nutzen, stellen Sie sicher, dass diese Version Ihrer Website nicht als doppelter Inhalt (duplicate content) von Google in den Index aufgenommen wird. Google bietet hierfür Hilfestellungen – zum Beispiel über Canonical Tags. Trotzdem sollten Sie ab und an prüfen, ob nicht fatalerweise beide Versionen Ihrer Seite im Index herumschwirren.
  21. WHOIS Informationen Eher eine kosmetische Optimierung die jedoch durchaus Ihren Nutzen hat: Der Besitzer der Domain sollte idealerweise mit dem Eigentümer des Unternehmens übereinstimmen. So finden sich passende Informationen im Impressum der Seite und bei einer WHOIS Abfrage der Domain.
  22. Google Analytics Google Analytics sollte installiert sein, um Ihnen ein vollständiges Bild über die Nutzerströme auf Ihrer Website, der Herkunft und dem Verhalten Ihrer Besucher auf den einzelnen Unterseiten und vor allem den Konversionen zu liefern.

    Für Einsteiger in die Welt der Analytics haben wir hier eine einführende Anleitung zusammengestellt:

    analytics-anleitung-fuer-einsteiger

    Für angehende Profis gibt es hier unsere Analytics Anleitung für Fortgeschrittene:

    google-analytics-fuer-fortgeschrittene

  23. Google Webmaster Tools Google Webmaster Tools liefert nützliche Informationen zum Status Ihrer Seite aus der Sicht von Google. Hier erfahren Sie, ob Ihre Website vollständig ausgelesen werden kann und ob Fehler beim Erfassen der Inhalte aufgetreten sind. Sie erhalten zudem wertvolle Infos zu Impressionen und Klickrate Ihrer Suchergebnisse im Vergleich zur Konkurrenz.

Local Seo Audit Phase 3: Analyse der Firmeneinträge (Citations)

Firmeneinträge (oder auch local Citations – wir werden diese beiden Begriffe im Folgenden abwechselnd nutzen) sind echte Rankingbooster für eine lokale Unternehmensseite. Hier jedoch gilt: viel hilft nicht immer unbedingt viel. Als Unternehmen wollen Sie Klasse statt Masse, da Unternehmensnennungen von hochwertigen Quellen 10x wertvoller sind als ein Firmenverweis auf einem spammigen Portal, das keiner kennt. Faustregel hier: Wenn Sie noch nie von dem Portal gehört haben und ein Eintrag (inklusive Link) sehr einfach zu bekommen ist, sollten Sie lieber vorab eine kurze Linkanalyse der Seite vornehmen. Da viele schlechte Eintragsportale mit Verlinkungen locken, kann man sich so sehr schnell ein sehr kontraproduktives Linkprofil aufbauen. Auch sollten Sie bedenken. Eine gute Citation braucht gar keinen Link auf Ihre Firmenwebsite. Google erkennt eine vollständige Firmennennung mit den passenden NAP-Daten auch ohne Backlink und kann diese Ihrer Seite zuordnen. Sehen Sie das Ganze also lieber als ein Zitat mit Fussnote.

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Was ist eine local Citation?

Falls hier diesbezüglich noch Unklarheiten bestehen: Eine Citation ist nichts anderes als die Nennung Ihres Unternehmen, der Firmenadresse und der Telefonnummer (NAP genannt) im Web. Diese finden sich so zum Beispiel auf Portalen wie Yelp oder unserem Branchenverzeichnis kennstdueinen.de angereichert mit zusätzlichen Informationen wie Öffnungszeiten, Fotos usw.. Solche Firmennennungen werden als strukturierte Citations bezeichnet, da das jeweilige Portal hier inhaltliche Vorgaben macht. Davon verschieden sind die unstrukturierten Citations – im Grunde nichts anderes als Nennungen Ihrer NAP-Daten an irgendwelchen Orten im Web. Wurde Ihr Unternehmen zum Beispiel in einem lokalen Magazin oder einer Zeitung vorgestellt oder genannt, finden sich am Ende des Artikels oft die NAP-Daten Ihres Unternehmens, so dass der Leser einen Bezugspunkt erhält.

Woher kommen die Citations?

Firmeneinträge könnten von Ihnen, Mitarbeitern Ihrer Firma oder automatisiert aus einem Abgriff von Telefonbuchdaten herrühren. Es gibt zudem Unternehmen, die Unternehmensdaten an andere Branchenportale nebst weiterer Informationen verkaufen – sogenannte Daten-Aggregatoren. Wichtig ist, dass Ihre Firmeneinträge bei den verschiedenen Daten-Aggregatoren vereinheitlicht vorhanden sind. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Firmenlistung von Anfang an fehlerlos verteilt wird.

Sind Citations wirklich so wichtig?

Firmennennungen haben spielen seit jeher eine große Rolle für den lokalen Such-Algorythmus, obwohl aktuell zur Debatte steht, ob im Zuge des Pigeon Updates hier eine Abschwächung dieses Rankingsignals stattgefunden haben könnte. Das werden wir in den nächsten Monaten live miterleben dürfen, wenn das Update auch in Deutschland ausgerollt wird.

So oder so: inhaltlich saubere, einheitliche Citations sind für jedes lokale Unternehmen wichtig. Wenn Sie für Ihre Unternehmenspräsenz die höchst mögliche Nutzerzufriedenheit und gleichzeitig beste Suchmaschinenperformance anstreben – und wer tut das nicht – ist es notwendig, dass Sie an dieser Stelle durchaus etwas pedantisch auf eine weiße Weste achten.

Ein weiterer Grund: Erfahrungsberichte, Empfehlungen und Kundenbewertungen. Wenn für Ihr Unternehmen an wichtigen Stellen doppelte oder falsche Einträge zu finden sind, schadet dass nicht nur Ihrer local SEO, Ihre Kunden bewerten Sie im schlimmsten Fall vielleicht sogar auf den falschen Einträgen oder erstellen selbst fehlerhafte Einträge, weil Sie nicht auf dem Portal vertreten sind.

Das große Ziel eines Citation Audits…

..sollte folgendermaßen lauten: Sicherstellen, dass Sie duplikatfreie, inhaltlich zu 100% korrekte Firmeneinträge in den TOP20 allgemeinen + TOP10 branchen- und standortspezifischen Citation-Quellen haben.

  1. Prüfen Sie die TOP23 branchenübergreifenden Citation Quellen auf Ihren Eintrag

    Hier beginnt jetzt der Part mit der harten Arbeit. Wie gesagt, Klasse statt Masse ist unser Motto der Zukunft in der lokalen Suchmaschinenoptimierung. Aus Gründen der Aktualität nutzen wir die Auflistung relevanter Branchenbücher und -portale von Kai Spriestersbach aus seinem seinen Vortrag auf der SEOkomm 2014. Auf den folgenden 23 Quellen sollte Ihr Unternehmenseintrag vollständig ausgefüllt, einheitlich und fehlerfrei (ohne Duplikate) auffindbar sein:

    meinestadt.de branchen-info.net
    cylex.de city-map.de
    hotfrog.de 11880.com
    gelbeseiten.de way2business.de
    pointoo.de yellowmap.de
    dasoertliche.de dialo.de
    GoYellow.de exilon.de
    stadtbranchenbuch.com kennstdueinen.de
    klicktel.de yelp.de
    branchenbuchsuche.de golocal.de
    marktplatz-mittelstand.de belocal.de
  2. Thematisch relevante Citation-Quellen für Ihre Branche identifizieren

    Abhängig von Ihrer Branche wird es über die oben aufgeführten Quellen hinaus weitere wichtige branchen- und standortrelevante Citatons einzuholen geben. Hier empfehlen wir, dass es sich Unternehmen zum Ziel setzen unstrukturierte Firmennennungen in lokalen Publikationen, Zeitungen, branchenspezifischen Seiten usw. in einer Frequenz von 1 pro Monat aufzubauen. Dafür ist etwas Recherche von Ihrer Seite nötig.

    Alternativ können Sie sich auch über den tollen Whitespark Local Citation Finder für einmalig 20$ eine lange Liste an Citation-Möglichkeiten für Ihre Branche und Lokalität zusammenstellen lassen. Der Service wird für die lokale Suche in Deutschland angeboten, ist aber englischsprachig geführt.

    Hier ein paar fix recherchierte Beispiele:

    Zahnarzt Berlin: jameda.de, kzv-berlin.de, www.thanksdoc.de

    Restaurant Dortmund: TripAdvisor.de, OpenTable.com, restaurant-kritik.de, wikitravel.org/de/Dortmund

  3. Unternehmenseintrag auf Apple Maps anlegen

    Seit Oktober bietet Apple mit Apple Maps Connect endlich einen einfach zu handhabenden Eintragsservice für Firmenprofile an. Leider ist dieser vorerst jedoch lediglich in den USA live. Auf Apple Maps Connect können Sie jedoch jetzt bereits prüfen, ob Ihr Unternehmen mit den korrekten Daten gelistet ist. Sollte Ihre Firma mit falschen Daten, oder noch gar nicht in Apple Maps auftauchen, können Sie trotzdem schon aktiv werden: über TomTom’s Kartensystem und Yelp.de kann man sich aktuell in den Apple Karten-Kosmos verzeichnen lassen. Eine detaillierte Anleitung dazu haben wir für Sie hier im Blog:

    Apple-Maps-Firmeneintrag

Local SEO Audit Phase 4: Organische Verlinkungen und eventuelle Penalties

Das Angebot an SEO-Dienstleistern da draussen ist groß. Deren Aufgabe sollte es sein, ihre Firmenwebsite kurz- und langfristig außerhalb des Google-Penalty-Strafraums zu halten und über saubere Optimierungsarbeit für nachhaltig gute Rankings zu sorgen. So zumindest sollte der hypokratische SEO-Eid lauten. Aber gehen wir lieber weiter davon aus, dass Sie sich nun selbst um Ihr local SEO kümmern. Dann gilt es bestehende Verlinkungen genau unter die Lupe zu nehmen und sehr wählerisch mit neuen ein- und ausgehenden Links zu sein. Denn: Ein Google Penalty kann Ihre Webpräsenz vernichtend treffen und die Wiederaufbauphase ist lang, steinig und schwer.

Mit dem in den USA bereits umgesetzten lokalen Algorithmus Update ‚Pigeon‘ setzt Google noch stärker den Fokus auf hochqualitative Verlinkungen und die allgemeine Autorität einer Website in seiner Lokalität und Nische. Ok also dann Links kaufen gehen, richtig? Bitte nicht, nein! Die wirklich wertvollen Verlinkungen kommen organisch zustande – durch die Inhalte auf Ihrer Seite und die Nachrichten Nennungen, die Sie erzeugen. Halten Sie sich eines immer vor Augen: 1 starker thematisch relevanter Link ist wertvoller als 10.000 sinnlose Billigheimer Links die Ihnen irgendwo hinterhergeworfen werden.

penalty

„Aber was ist mit all meinen Konkurrenzseiten? Die haben hunderte Links von Sonstwoher und stehen alle besser da als wir!“ Hier gilt die alte „Wer-zuletzt-lacht,-lacht-am-besten“-Zen-Weißheit. Sie können sich sicher sein, dass über kurz oder lang Google Seiten mit massenhaft sinnfreien Spam-Verlinkungen abstraft und die Seiten aus den guten Positionen kickt. Und Sie werden mit Ihrer organischen Linkaufbau-Strategie in Zukunft die Früchte ernten.

Also dann, ran ans Link-Audit:

  1. Manuelle Web-Spam Maßnahme ausschließen

    Eine manuelle Web-Spam Maßnahme seitens Google wird Ihnen nicht nur den Tag, sondern wahrscheinlich das ganze Jahr verderben. Wer von Google eine Abstrafung in Form einer Penaltys erhält, ist unter Umständen mit der gesamten Website aus dem Google-Index verbannt worden. Falls zutreffend muss das umgehend gefixt werden.

    Wie prüft man das? Wenn Sie Ihre Seite in den Google Webmaster Tools verifiziert haben (was Sie tun sollten) können Sie mit einem Klick auf das Tab Manuelle Maßnahmen herausfinden ob etwas im Busch ist.

  2. manuelle massnahmen

  3. Algorithmus abhängige Penalties ausschließen

    Sollten Sie einen plötzlichen steilen Abfall in Ihrem organischen Besucheraufkommen auf der Website in Google Analytics bemerken, gibt es sehr wahrscheinlich ein Problem, dass im Zusammenhang mit einem Algorithmus Update steht.

    Wie prüft man das nach? Eine gutes Werkzeug um Sichtbarkeitsverluste zu analysieren ist der Sistrix Sichtbarkeits Index. Das Tool bietet eine kostenlose Testphase und zeigt Ihnen den Sichtbarkeitsverlauf Ihrer Webseite im Zusammenhang mit Algorithmusupdates an. Im Beispiel unten sehen Sie, dass die Seite im Rahmen des Google Panda Updates kurzzeitig mächtig an Sichtbarkeit verloren hat. Glücklicherweise ging es kurz darauf wieder schnurstraks zurück auf den alten Wert. Tief durchatmen.

  4. sistrix uebersicht

  5. Wie viele Links hat meine Webseite/Kontaktseite?

    Sie sollten sich unbedingt einen Überblick darüber verschaffen, wie viele Verlinkungen auf Ihre Webpräsenz eingehen. Vor allem um oben angesprochene Link-Spam Problematik auszuschließen bzw. falls nötig, zu handeln. Sollten Sie mit Ihrer Seite über deutlich mehr Links verfügen als Ihre Konkurrenz-Webseiten, sollte zumindest schon einmal etwas genauer nachgeschaut werden, was das denn genau für Verlinkungen sind. Schauen Sie sich stichprobenartig die Quellen der Links an. Wenn der Großteil von schlecht gemachten, spamig wirkenden Seiten kommt, wird es gefährlich. Dann muss gehandelt werden.

    Wie wird’s gemacht: Es gibt eine Menge Linzähler und Backlinkchecker im Netz. Falls Sie Sistrix ausprobieren wollen – deren Werkzeugkiste zeigt Ihnen auch die Verlinkungen auf eine Domain (gesamte Seite) oder einzelne Url (Einzelseite). Schnell und einfach geht das auch mit der MozBar, die es als Chrome oder Firefox Erweiterung gibt.

    Bildschirmfoto 2014-12-03 um 23.53.01

    Notieren Sie sich die Anzahl der eingehenden Links auf Ihrer LandingPage und der Root Domain und vergleichen Sie diese Werte mit denen Ihrer wichtigsten Konkurrenten im Netz.

  6. Linktexte (Anchor Text)

    Selbsterklärend sind Linktexte, die sichtbaren Textinhalte, welche einen Link begleiten, wie zum Beispiel dieser. Ihr Linktext-Pofil – also die Art und Weise, wie Verlinkungen von anderen Quellen auf Ihre Seite getextet sind – ist sehr wichtig für Ihr local SEO, da auch diese von Google genau unter die Lupe genommen werden.

    Für ein lokales Unternehmen wäre es normal oder natürlich, dass Anchor-Texte externer Verlinkungen mit dem Unternehmens- oder Websitenamen gewählt werden. Ergibt ja auch Sinn. Wenn jemand einen Bericht oder eine Rezension zu Ihrem Unternehmen „Tischlerei Müller und Söhne“ aus Braunschweig schreibt, wären Linktexte wie „Müller und Söhne, Braunschweig“, „Tischlerei Müller und Söhne“ oder „www.tischlerei-mueller.de“ mitsamt jeglicher Variationen üblich.

    Unnatürlich würde es werden, wenn alle externen Links auf die Tischler Unternehmensseite mit harten lokalen Keywords aufgemotzt wären: „Tischlerei Braunschweig“, „Tischlerei Braunschweig günstig“, „Schreiner Braunschweig“…..das sind keine natürlich entstandenen Linktexte. Und die Google-Sittenpolizei erkennt so etwas inzwischen im Handumdrehen. Es sollte festgehalten werden, dass dies aktuell noch von Branche zu Branche unterschiedlich streng bewertet wird und das für Deutschland auch in diesem Fall noch etwas Zeit ins Land gehen wird, bevor das Update ausgerollt wird.

    Bis dahin sollten Sie die Texte Ihrer eingehenden Links sorgsam prüfen.

  7. Linkwachstum

    Ein weiterer SEO-Trick, der Seiten regelmäßig Abstrafungen beschert ist die Frequenz mit der externe Verlinkungen entstehen. Nagativbeispiel: Eine neu aufgebaute Seite soll so schnell es geht ganz oben mitspielen in den lokalen Suchergebnissen und so werden quasi über Nacht XX Verlinkungen gesetzt (sei es durch Kauf eines Link-Paketes oder massenhaft Verlinkungen in Kommentaren oder Profilseiten). Das ist natürlich eine ungewöhnlich hohe Verlinkungsfrequenz, die unnatürlich wirkt.

    Es kommt jedoch auch vor, dass ein Unternehmen von einem einflussreichen Multiplikator entdeckt und verlinkt wird und es im Zuge dessen viele weitere Verlinkungen in sehr kurzer Zeit ‚regnet‘. Oder dass Sie mit Ihrem Unternehmen besonders viel Aufmerksamkeit erregen – sei es durch ein Produkt, eine Aktion oder ähnliches. Das wird Sie selbstverständlich nicht in die Bredouille bringen. Denn hier wiederum werden die Linkquellen sehr logisch und relevant sein.

  8. Backlinks für ungültig erklären – das geht?

    Jepp. Wenn Sie schlechte oder ‚toxische‘ Links entdeckt haben, die Sie nicht ohne weiteres selbst entfernen können, kommt Google’s Tooll zur Ungültigkeitserklärung von Links – genannt Disavow Tool – zum Einsatz. In den WebmasterTools muss dafür folgendes getan werden: „Dazu sind zwei Schritte notwendig. Zunächst laden Sie eine Liste der Links zu Ihrer Website herunter. Erstellen Sie als Nächstes eine Datei, die nur die für ungültig zu erklärenden Links enthält, und laden Sie diese auf Google hoch. Alles zum Procedere im Hilfeartikel.“

    Diese Disavow Datei kann von Ihnen nach Bedarf aktualisiert und neu hochgeladen werden.

Local SEO Audit Phase 5: Analyse der Firmenbewertungen und Erfahrungsberichte

Es wird oft übersehen wie wichtig Bewertungen und Erfahrungsberichte für ein lokales Unternehmen sind. Besonders im lokalen Kontext sind sie essentiell für erfolgreiches Neukundengewinnung über das Internet. Es wird Sie vielleicht nicht überraschen, dass wir bei diesem Punkt etwas emotional werden – schließlich betreiben wir mit www.kennstdueinen.de eine eigene Bewertungsplattform. Behalten Sie sich einen Überblick über Ihr Bewertungsportfolio und regieren Sie falls nötig – denn die besten Suchergebispositionen helfen Ihnen wenig, wenn das Groß der über Ihr Unternehmen geschriebenen Erfahrungsberichte negativ ausfällt. Also los geht’s. Klappern Sie Ihre Zeugnisse ab. Hier eine Checkliste:

Ist die Grundstimmung generell positiv?

Klar, Sie wollen natürlich am liebsten nur lobende Worte lesen. Falls Tadel in den Bewertungen auftritt gilt es zeitnah zu reagieren und auf den Kunden zuzugehen.

Umgang-mit-unzufriedenen-Kunden

Sind die Bewertungstexte einzigartig?

Bewertungstexte sollten nirgends doppelt auftauchen. Der selbe lobende Text auf allen großen Plattformen fällt Nutzern schnell auf und wird meist ignoriert.

Kommen die Bewertungen von Power-Usern?

Wussten Sie das Seiten wie Yelp oder auch Google+ sogenannte Power User haben? Diese sind besonders aktive anerkannte Bewerter, die einflussreiche Erfahrungsberichte und Empfehlungen schreiben. Auf ihr Urteil wird vertraut, da sie sich eine Reputation erarbeitet haben und meist mit Klarnamen arbeiten. Toll, wenn Ihr Unternehmen von solch einem Power User positiv bewertet wird. Beeinflussen können Sie das aber nicht – außer durch großartigen Service :-).

  1. Google My Business Bewertungen

    Zahlreiche Erfahrungsberichte auf Google’s eigener Bewertungsplattform versammelt zu haben, wirkt sich vielerlei positiv auf Ihr Unternehmensmarketing aus. Google platziert die Bewertungen äußerst prominent direkt in seinen Suchergebnissen und erhöht so Ihre Sichtbarkeit überdurchschnittlich stark. Da die Google Suche sehr oft der erste Kontaktpunkt eines Suchenden mit dem Unternehmen ist, eröffnet sich hier die Chance, vom ersten Moment an zu glänzen.

    Stern bewertungen

    Erfahrungsberichte auf Google My Business unterliegen dabei bestimmten Richtlinien. Sie müssen natürlich, wahrheitsgetreu und von einem legitimen Nutzer verfasst sein. Google erlaubt Ihnen dabei, aktiv nach Bewertungen zu fragen und so mehr Feedback und Sichtbarkeit zu ergattern.

    Versuchen Sie, mindestens 10 Bewertungen bei Google MyBusiness für Ihre Firma zu sammeln. Damit stellen Sie sicher, dass Ihr Google MyBusiness mit prominent mit Bewertungssternen in den lokalen Suchergebnissen auftaucht. Abhängig von Ihrer Branche ist die Konkurrenz um die Plätze im sogenannten local Pack (siehe oben) jedoch unterschiedlich groß. Restaurants benötigen deutlich mehr Bewertungen als ein Kfz-Mechaniker, um prominent gelistet zu werden.

    restaurant berlin

    Wichtig ist, dass Bewertungen in einer natürlichen Frequenz geschrieben werden. Lassen Sie sich bloß nicht dazu verführen selbst Bewertungen zu verfassen. Google sieht alles…. 😉

  2. Die wichtigsten Bewertungsplattformen für Ihre Nische

    Abhängig von Ihrer Nische wird es bestimmte Bewertungs-Plattformen geben, die Ihnen besonders zahlreiche Besucher und Kontakte einbringen. Um das herauszufinden, können Sie sich in Google Analytics nach Ihrem Referral-Traffic (Verweis-Traffic) umschauen. Sortieren Sie dafür Ihren Website-Traffic der letzten Monate nach den Top-Referrals.

    Damit erfahren Sie, woher das Gros Ihrer Besucher kommt. Handelt es sich dabei um Plattformen mit Bewertungsfunktion, wissen Sie, dass Sie hier gut aufgestellt sind und eventuell aktiv Bewertungen einsammeln könnten. Letzteres is jedoch von Portal zu Portal verschieden. Yelp zum Beispiel erlaubt es seinen Dienstleistern nicht, aktiv Erfahrungsberichte einzuwerben.

    empfehlungen-sammeln-fuer-die-firmenpraesenz

    Was, wenn Sie gar keinen Referral-Traffic auf Ihrer Seite haben? Dann könnte es daran liegen, dass Sie a) keine Bewertungen oder b) nur schlechte Bewertungen haben. In beiden Fällen sollten Sie aktiv werden.

    Wenn Sie sich ständig negativen Bewertungen ausgesetzt sehen, hat dies sicherlich einen triftigen Grund (mal abgesehen von einer Schmierkampagne eines Konkurrenten). Lesen Sie diese aufmerksam, reagieren Sie, und vor allem: lernen Sie davon. Wenn die Einwände und Beschwerden verständlich sind, läuft vielleicht etwas schief.

Local SEO Audit Phase 6: Sichtbarkeit im Social Web

Zwischen Social Media und Lokaler SEO gibt es einige Schnittstellen, auf die es zu achten gilt. Dazu gehören unter anderen NAP (die hier in der Anleitung viel beschworene Vereinheitlichung Ihrer Adress- und Kontaktdaten), Check-Ins und Ihr Markenbild. Hinzu kommen jedoch noch einige weitere Benefits, die von Social auf Ihre lokale Suchmaschinenoptimierung einzahlen können.

social audit local seo

Dazu gehört zum Beispiel das Thema: Geo-Tagging von Inhalten. Durch die Verbindung von Social Media Beiträgen (Texte, Bilder, Videos) mit Standortinformationen können Sie für Ihre Unternehmensstandorte Schritt für Schritt weitere Location-Prominenz aufbauen. Fast alle großen sozialen Netzwerke bieten Geo-Tagging von Inhalten inzwischen an.

Auch Youtube eignet sich sehr gut als Medium zur Bekanntmachung Ihrer lokalen Marke. So können Unternehmensvideos mit Geo-Tags versehen werden und in den Beschreibungen die NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) des Firmenstandortes untergebracht werden.

Wie bei Citations ist es auch in den sozialen Netzwerken ungemein wichtig, dass Sie auf Duplikate Acht geben. Doppelte Profile sind Gift für Ihren Konversionsprozess und führen auch zu Datenveruneinheitlichung (entschuldigung für diesen Begriff!).

  1. Facebook Analyse

    Befindet sich Ihre Unternehmen an einem festen Standort und bietet Zugang zum Kunden, sollten Sie über eine verifizierte Facebook Seite mit Ihren Adress- und Kontaktdaten und beidseitiger Verlinkung auf Ihre Website verfügen. Unternehmen, die ein bestimmtes Versorgungsgebiet bedienen sollten auf Ihre Adressangaben verzichten. Langzeit-Ziel Ihrer Facebook-Präsenz sollte es sein, über einen permanenten gehaltvollen Austausch mit Ihren Kunden und potentiellen Neukunden ein gesteigertes soziales Engagement zu etablieren und dadurch nebenbei Likes, Shares, Posts und Check-Ins anzusammeln.

    Ziele:

    • Stellen Sie sicher, dass Ihre Facebook Adress- und Kontaktdaten korrekt sind
    • Haben Sie aussagekräftige Photos für Ihrer Cover- und Profilbilder ausgesucht?
    • Ist Ihre Facebook-Seite vollständig ausgefüllt und mit Ihrer Website verlinkt?
    • Sind Ihre Facebook-Fans auf Ihrer Seite aktiv?
    • Checken Kunden bei Ihnen auf Facebook ein?
    • Bewerten Kunden Sie auf Ihrer Facebook-Seite?
  2. facebook-reviews-und-checkins

  3. Foursquare | Swarm audit

    Foursquare ist das wohl populärste App wenn es um virtuelle Check-Ins geht. Kürzlich entschied sich die Firma, Ihr App in zwei zu teilen und realisierte die Check-In Funktionalität in einem gesonderten App namens Swarm. Eine Präsenz auf diesem Netzwerk erlaubt sensibilisierten Kunden den Besuch in Ihren Geschäftsräumen auch virtuell festzuhalten. Incentiviert werden kann dies durch besondere ‚Check-In-Deals‘- also Rabattierungen oder Sonderangebote. Auch hier gilt die alte Leier: Konsistenz Ihrer Daten hat oberste Priorität.

    Ziele:

    • Stellen Sie sicher, dass Ihre Foursquare/Swarm Adress- und Kontaktdaten korrekt sind
    • Nutzen Sie aussagekräftige Bilder?
    • Sind die Profile komplett ausgefüllt und mit der Unternehmenswebsite verlinkt
    • Tummeln sich aktive Nutzer auf Ihren Profilen?
    • Schreiben Ihre Kunden aussagekräftige Bewertungen und Erfahrungsberichte?
    • Checken Ihre Nutzer ein?
  4. Google Plus Audit

    Halten Sie Ihr Firmenprofil auf Google Plus aktuell und füllen Sie es mit Leben – also posten Sie regelmäßig Nachrichten, Bilder, Videos usw.. Wenn Ihr Unternehmen auf Google Plus in den richtigen relevanten Gruppen und Kreisen vertreten ist (wo sich auch potentielle Kunden tummeln) können Sie sich damit im Gespräch halten und neue Zielgruppen erschließen.

    Ziel: Teilen Sie wenn möglich ein mal wöchentlich etwas auf Google Plus.

  5. YouTube Audit

    So Sie über Video-Inhalte verfügen (ein für Ihr Online Marketing äußerst wertvolles Gut) – ist eine YouTube Präsenz natürlich ein Muss.

    Wie bereits angedeutet können Sie Ihre Videos sehr effektiv lokalisieren, in dem Sie NAP-Daten, Geo-Koordinaten und Verlinkungen auf Ihrer Landingpage/Standortseite in die Beschreibung Ihrer Videos einfügen können.

    Fisch-Geschaeft---Restaurant-Zschornak-Dresden---YouTube

Local SEO Audit Phase 7: Konkurrenz-Analyse

Eine Klarstellung vorab: Eine Konkurrenz-Analyse wird Ihnen nicht die eine klare Orientierungskennzahl liefern, nach der Sie Ihre Optimierungsarbeit ausrichten können. Ihr Hauptkonkurrent in den Suchergebnissen mag vielleicht xx Verlinkungen und YY Citations haben – das bedeutet jedoch nicht, dass Sie ihn automatisch überholen werden, sobald Sie diese beiden Werte überboten haben. Also – bleiben Sie bei unserem Credo: Versuchen Sie so sauber, konsistent und inhaltlich relevant zielorientiert wie irgend möglich zu arbeiten. Und nutzen Sie eine Konkurrenz-Analyse lieber als Inspiration und Motivation zur Weiterentwicklung bzw. Verfeinerung Ihrer eigenen Strategien.

konkurrenz-analyse-local-seo

Wie man eine Konkurrenz Analyse gewinnbringend nutzt:

  • Analysieren Sie die Citations Ihrer Konkurrenten und prüfen Sie, ob Ihnen hier vielleicht noch die ein oder andere hochwertige einfach zu ergatternde Citation-Quelle auffällt
  • Durchforsten Sie die Verlinkungen Ihrer Konkurrenten und lassen Sie sich ggf. inspirieren. Wenn Ihr Hauptkonkurrent zum Beispiel von einer lokal ausgerichteten Tageszeitung vorgestellt wurde, könnten Sie überlegen, wie Sie auch die Aufmerksamkeit der schreibenden Zunft auf Ihre Firma lenken könnten. Vielleicht reicht schon ein Anruf bei einem Lokalreporter…Vielleicht müssen Sie ihn nur auf Ihr tolles neues Produkt oder Ihre Weihnachts-Spendenaktion hinweisen um ihn zu aktivieren….
  • Finden Sie heraus, welchen Online-Marketing-Themenbereich sie noch besser abdecken sollten.

So sollten Sie vorgehen:

  1. Die Konkurrenz online identifizieren

    Wer sind online Ihre Top-Kunkurrenten? Machen Sie eine Liste, in dem mit einem Browser, den Sie sonst nicht nutzen nach den Keyword Kombinationen für die Sie gern ranken wollen, suchen.

    Ziel: Identifizieren Sie 3-7 Konkurrenten in Ihrer Nische und halten Sie diese auf einer Excel-Liste nebst NAP- und Website-Informationen sowie Google Plus URL fest.

  2. Die Konkurrenz online analysieren

    Mit der eben erstellten Liste können wir nun einen Blick auf deren relevantesten Metriken werfen. Die folgenden Kennzahlen haben sich als aussagekräftig herausgestellt:

    • Domain Authority (Moz)
      Diese erhalten Sie mit der Moz Toolbar.
    • Page Authority der Landing Page(Moz)
      Notieren Sie sich die aus der Moz Toolbar die Page Authority der Seite, die Ihr Konkurrent mit seinem Google MyBusiness Eintrag verknüpft hat.
    • Anzahl der Links von Root Domains
      Wie viele unterschiedliche Domains verlinken auf Ihren Konkurrenten?
    • Anzahl der Citations
      Wie viele Citations werden für Ihren Konkurrenten gefunden?
    • Wie wird’s gemacht? Einen Überblick verschaffen können Sie sich mit dem bereits vorgestellten Whitespark Local Citation Finder.

Nachdem Sie die Daten gesammelt haben liegt Ihnen nun ein guter Überblick vor, wo Sie in etwa hinwollen. Sollte Ihrer Konkurrenz Sie in jeglichen Bereichen mehr als ausstechen, ist es an der Zeit einen Plan zu machen, um langfristig mehr Autorität durch Verlinkungen von starken lokal relevanten Seiten aufzubauen.

Local SEO audit Phase 8: Eine konsistente Strategie implementieren

local-seo-strategie

Nachdem alle Daten zusammengestellt, geprüft und analysiert haben, können Sie sich eine Prioritäten-Liste erstellen um die wichtigsten Baustellen Schritt für Schritt angehen. Ist das geschafft wird es Zeit eine Langzeit-Strategie zu konzipieren, mit der Sie quasi in einem ununterbrochenen Workflow an der Weiterentwicklung und Optimierung Ihrer lokalen Firmenpräsenz arbeiten. In die folgenden Bereiche wird dafür üblicherweise Arbeit investiert:

  • Link Earning – das Verdienen von hochwertigen Verlinkungen
  • Content Kreation in Form von relevanten hochwertigen Text-, Bild- oder Video-Inhalten
  • Citation-Aufbau und -Earning
  • Empfehlungen und Erfahrungsberichte sammmeln

Abhängig von Ihrer Nische können Sie nun einen Plan zum Verdienen von Links, Citations und Empfehlungen/Bewertungen entwickeln der feste Ziele und Deadlines beinhaltet.

Vielen Dank an Casey Meraz für die freundliche Zusammenarbeit How to Perform the Ultimate Local SEO Audit.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! Wir freuen uns sehr über Kommentare, Fragen und Anregungen.

Die Google Analytics Anleitung für Fortgeschrittene

Als Ressource für tiefergreifende Fragen und Themen rund um den Google Analytics Kosmos soll diese Anleitung für fortgeschrittene Nutzer als eine Art Lexikon dienen. Dafür ist der Beitrag in einzelne Segmente unterteilt die entweder als Ganzes oder separat per Klick auf einen bestimmten Themenbereich konsumiert werden können. Viel Erfolg beim Einrichten Ihres Reporting- und Analyse-Workflows!

Was ist Google Analytics

Grundlegendes Setup

Tracking Arten

Konto Struktur

Mobiles vs. Desktop Tracking

Standard Reports/Berichte

Universal vs. Asynchron

GOOGLE ANALYTICS PERFORMANCE VERBESSERN

Code Platzierung

Ereignis Tracking Struktur

Änderungen in den Cookies

Ziele und Ziel-Werte

WAS MESSEN WIR EIGENTLICH

Ziel Konversion Abbruch Rate

Dimensionen vs. Messwerte (Metriken)

Benutzerdefiniertes Kampagnen Tagging

Sitzungen (Sessions)

Standard Channelgruppierung

Durchschnittliche Sitzungsdauer

Content Gruppen

Ereignisse vs. Seiten

Ausstiegsrate vs. Absprungrate

HÄUFIGE PROBLEME MIT GOOGLE ANALYTICS

HILF DIR SELBST

Fehlender Tracking Code

Vermerke

Doppeltes-Reporting

Benutzerdefinierte Benachrichtigungen

Vermischung von dc.js & ga.js

RESSOURCEN

Falsche Suchen-und-Ersetzen-Filter

TOOLS

Was ist Google Analytics?

Google Analytics ist ein digitales Analyse-Werkzeug mit der Webseitenbetreiber aufschlussreiche Daten über die Nutzung ihrer Online-Präsenz gewinnen können. Das Ganze funktioniert grob wie folgt: Auf jeder zu erfassenden Seite Ihres Webauftritts muss ein Code-Schnipsel in den Quellcode eingefügt werden, der Ihrer Seite eine eindeutige ID (UA-XXXXXX-X) zuweist. Dieser Code sammelt Informationen über die Nutzer Ihrer Seite und schickt diese an die Analytics-Server, indem bestimmte Parameter zu einem Einzelpixel-Bildaufruf hinzugefügt werden. Wer an dieser Stelle ans Aussteigen denkt weil er merkt, dass hier bereits ein wenig zu tief auf das Thema eingegangen wird, dem lege ich unsere Google Analytics Anleitung für Einsteiger ans Herz.

Tracking Arten

Mobiles vs. Desktop Tracking

Da mobile Apps mit anderen Technologien als Webseiten entwickelt werden, werden mobiles App Tracking Daten anders gesammelt als beim klassischen Website Tracking. Für Website Tracking kommt JavaScript zum Einsatz um Daten zu sammeln und diese an Google’s Server als Hit (Aufruf) zu senden. Mobile Anwendungen dagegen nutzen einen sogenannten Software Development Kit (SDK) abhängig vom jeweiligen Betriebssystem des Gerätes (so gibt es verschiedene SDK’s für Android und iOS).

Universal, Asynchron & Klassisch

Aktuell sind 3 Typen von Analytics Code in Verwendung.

Klassisches Analytics

Nur noch selten genutzt findet man es trotzdem ab und an auf Webseiten. Dieser Tracking Typ sammelt Nutzungsdaten erst nachdem eine Seite vollständig geladen ist. Problematisch daran ist, dass damit Nutzer, die die Seite bereits vor dem vollständigen Laden verlassen, nicht erfasst werden.

So sieht klassischer Analytics Code aus:

Klassisches Analytics Code Beispiel

Asynchrones Analytics

Als Nachfolger des klassischen Analytics-Codes folgte asynchrones Analytics. Diese Neuerung erlaubte es dem Code-Snippet den Tracking-Code parallel zu anderen Skripten auf der Seite zu laden. Ein Update, dass sich positiv auf Ladezeit und Datenerfassung auswirkte und Tracking-Fehler eliminierte wenn JavaScript noch nicht vollständig geladen war.

So sieht asynchroner Analytics Code aus:

Asynchrones Analytics Code Beispiel

Universal Analytics

Der aktuellste Tracking Code und Google’s neuer Standard. Schritt für Schritt werden alle Nutzer zu Universal Analytics migrieren müssen – ob sie wollen oder nicht.

So sieht Universal Analytics Code aus:

Universal Analytics Code Beispiel

Universal vs. Asynchron

Universal Analytics Code unterscheidet sich insofern von asynchronem Code, als dass hier ein Wechsel von besuchszentrierter Analyse zu nutzerzentrierter Analyse vollzogen wurde. Zusätzlich vereinfacht Universal Analytics das Verändern der Server Konfigurationen (Anpassen der organischen Suchquellen, Einstellen des Zeitlimits von Sitzungen und Kampagnen, Verweisquellen und Suchbegriffe ausschließen) durch einfach zu bedienende Stellschrauben im Admin-Bereich. Das umständliche Editieren des Tracking-Codes auf jeder einzelnen Seite des Web-Auftritts ist nun nicht mehr von Nöten. Zudem wurden benutzerdefinierte Variablen zu benutzerdefinierten Dimensionen und das cookie Tracking hat ein Update erhalten.

Code Platzierung

  • Klassischer Analytics Code – Vor dem schließenden Body Tag
  • Asynchroner Analytics Code (ga.js bzw. dc.js) – Direkt vor dem schließenden Head Tag
  • Universal Analytics Code (analytics.js) – Direkt vor dem schließenden Head Tag
  • Google Tag Manager Code – Direkt nach dem öffnenden Body Tag.

Änderungen in den Cookies

Google Analytics verwendet Erstanbieter Cookies.

Asynchrones Analytics nutzte dabei bis zu 4 Cookies um die Nutzungsdaten des Besuchers zu sammeln. Cookies für Besucher werden jedes Mal wenn ein Treffer (Hit) an Google Analytics gesendet wird erneuert.

  • _utma – Wird benutzt um Nutzer und Sitzungen zu unterscheiden. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.
  • _utmb – Wird genutzt um NEUE Sitzungen/Besuche zu erkennen. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 30 Minuten.
  • _utmz – Speichert die Traffic- oder Kampagnenquelle. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 6 Monaten.
  • _utmv – Speichert benutzerdefinierte Variablen. Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.

Universal Analytics hingegen nutzt lediglich einen Cookie, wobei dieser erneuert wird wann immer ein Treffer gesendet wird.

  • _ga – Wird verwendet um Nutzer zu unterscheiden.
  • Voreingestellter Ablauf des Cookies: nach 2 Jahren.
  • Um das Equivalent für _utmb in Universal zu erhalten stellt man es ein unter Verwalten>>Tracking Informationen>>Sitzungseinstellungen>>Zeitüberschreitungseinstellungen

Grundlegendes Setup

Kontostruktur

Kontostruktur-Google-Analytics

  • Konto: die höchste Ebene in Google Analytics. Egal ob man Einzelnutzer oder Agentur mit multiplen Konten ist.
  • Property: die Seite, mobile Application etc.
  • Datenansicht (früher ‚Profile‘ genannt): gewährt Zugriff auf Berichte und Analyse-Tools. TIPP: Hier empfiehlt es sich, eine ungefilterte ‚Master‘- Datenansicht beizubehalten, die keine Daten vorab exkludiert oder anderweitig vorinterpretiert.
  • Nutzerberechtigungen: Bestimmt, wer sich in ein Konto einloggen und es auf Konto/Property- und Datenansicht-Level editieren kann. 4 verschiedene Nutzerberechtigungen können zugeteilt werden: Nutzer verwalten, Bearbeiten, Mitarbeiten, Lesen und Analysieren. Nutzerberechtigungen können unter Verwalten>>Nutzerverwaltung angepasst werden.

    kontostruktur-universal-analytics

    Standardberichte

    In Google Analytics wird großen Wert auf Schnelligkeit gelegt – oberste Prämisse ist es Ihnen als Nutzer schnellstmöglichen Zugriff auf die für Sie relevanten Daten zu gewähren. GA sammelt, berechnet und speichert Daten in aggregierten Tabellen. Folgende Standardberichte sind in GA verfügbar:

    • Dashboards: Individualisierte Überblicke. Sie können bis zu 20 Dashboards erstellen, die sich jeweils aus bis zu 12 Widgets zusammensetzen. Jedes Dashboard ist nur in der Datenansicht einsehbar, in der es erstellt wurde – es sei denn es wurde geteilt.
    • Verknüpfungen: Speichert Ihre Einstellungen und Konfigurationen für einen Bericht. Nur für den erstellenden Nutzer sichtbar, so sie nicht geteilt wurde.
    • Radar-Ereignisse: Automatische und benutzerdefinierte Benachrichtigungen
    • Echtzeit: Gewährt eine Echtzeit-Ansicht über die Nutzerbewegungen auf der Seite (wahlweise für die letzten 30 Minuten).
    • Zielgruppe: Welche Nutzer besuchten Ihre Seite?
    • Akquisition: Wie sind die Nutzer auf Ihre Seite gelangt?
    • Verhalten: Was haben sich die Nutzer auf Ihrer Seite angesehen – welche Aktionen haben sie durchgeführt
    • Conversions: Ziel- und eCommerce Informationen.

    Was messen wir eigentlich?

    Dimensionen vs. Messwerte (Metriken)

    Dimensionen: beschreiben Daten

    Welches Keyword wurde genutzt, aus welcher Stadt kommt der Nutzer….

    • Bsp.: Quelle/Medium, Browser, Ausstiegsseite, Sitzungsdauer.

    Messwerte (Metriken):

    Wie viele….wie lange

    • Bsp.: Sitzungen, Bildschirmaufrufe, Absprungrate, Neue Nutzer

    Sitzungen (Sessions)

    Eine Reihe von Interaktionen, die auf einer Website innerhalb eines festgelegten Zeitraums stattfinden.

    Wann endet eine Sitzung?

    • 30 Minuten Inaktivität
    • Tageswechsel 00:00 Uhr
    • Kampagnenwechsel: ein Nutzer gelangt auf die Seite über Kampagne A, verlässt die Seite und kommt zurück über eine andere Kampagne B

    Durchschnittliche Sitzungsdauer

    Errechnet sich durch die Gesamtdauer aller Sitzungen (Summe in Sekunden) geteilt durch die Anzahl an Sitzungen.

    Abhängig davon, ob auf der letzten besuchten Seite eine Interaktion stattgefunden hat, wird die individuelle Sitzungsdauer als Zeit zwischen dem ersten Seitenaufruf bis zum letzten Seitenaufruf berechnet. Findet auf der letzten besuchten Seite eine Interaktion statt, wird die Zeit bis zur Interaktion zur einzelnen Sitzungsdauer hinzugezählt.

    ndividuelle sitzungsdauer google analytics

    Ausstiegsrate vs. Absprungrate

    Absprungrate

    Ist die Anzahl der Sitzungen in Prozent, bei denen der Besucher die Website auf der jeweiligen Einstiegsseite verlassen hat ohne mit der Seite weiter zu interagieren. Die Absprungraten-Kalkulation setzt sich nur aus Sitzungen zusammen, die mit der jeweiligen Seite gestartet sind.

    Ausstiegsrate

    Bezogen auf alle Seitenaufrufe einer individuellen Seite bestimmt die Ausstiegsrate die Prozentzahl für welche diese Seite die letzte der jeweiligen Sitzung darstellte.

    Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel:

    Ausstiegsrate-vs-Absprungrate-google-Analytics

    Google Analytics Performance verbessern

    Ereignis Tracking Struktur

    Haben Sie für Ihre Web-Analyse bereits einen Ereignis-Tracking Prozess eingerichtet? Für die meisten Seiten fehlt dieser Analyse-Bereich noch, sollte jedoch unbedingt zum Einsatz kommen, da nur dies ein vollständiges Analyse-Bild von Ihrem Webauftritt zeichnet. Wählt man in GA Verhalten>>Ereignisse>>Wichtigste Ereignisse an, wird eine Liste mit Ereigniskategorien aufgeführt (gesetz dem Fall Ereignis Tracking ist eingerichtet).

    Ereignis-Tracking mit Asynchronem Analytics (ga.js oder dc.js) setzt sich aus 5 Feldern zusammen:

    • Ereigniskategorie (notwendig)
    • Ereignisaktion (notwendig)
    • Ereignislabel (optional)
    • Ereigniswert (optional)
    • Non-Interaction (optional)

    Ereignis-Tracking mit universal Analytics (analytics.js) setzt sich aus 4 Feldern zusammen:

    • Ereigniskategorie (notwendig)
    • Ereignisaktion (notwendig)
    • Ereignislabel (optional)
    • Ereigniswert (optional)

    Probleme treten auf, wenn Ereignis-Tracking ohne sinnvolle Struktur eingesetzt wird. Typische auftretende Probleme sind non-descriptive fields, Duplikationsfehler oder Kategorien und Labels, die gleich benannt wurden. Hier ein Beispiel wie Ereignis-Tracking aussieht, wenn es nicht eindeutig strukturiert wurde:

    Ereignis Tracking Probleme Analytics

    Erkennbar wird, dass Fehler bei der Großschreibung zu Analyseproblemen führen. Es existieren Kategrien für „download, Download und Downloads“. Das führt dazu, dass wir keinen ganzheitlichen Überblick erhalten, wie Downloads performen. Eine Übersicht in Form eines Excel Dokuments bietet sich hier an:

    Excel Uebersicht Ereignis Messung

    Tipp: Anstatt von Unterstrichen sollte bei der Benennung von Eregnissen Bindestriche ‚-‚ zum Einsatz kommen. Benennt man eine Kategorie zum Beispiel mit ‚Download_Link-Here‘ sieht Google dies als ein Wort an. Das macht das sie in der Analytics-internen Suche nicht optimal auffindbar. Besser sollte die Kategorie ‚Download-Link-here‘ benannt werden.

    Ziele und Zielwerte

    Wenn es möglicht ist, auf Ihrer Seite einen zu erwartenden Pfad zu einem gewünschten Ziel zu identifizieren, bietet es sich an dafür einen Trichter (‚Funnel‘) für dieses Ziel anzulegen.

    Die Vorteile von eingerichteten Trichtern: Sie erhalten wertvolle Einblicke über die Absprungrate in den Trichter Zielen und der Trichter-Visualisierung und ermöglicht es Google, Ihnen eine Abbruchrate (sowie eine zusätzliche Trichter-Conversion-Rate) zu errechnen.

    Selbst für nicht konkret in Geldwert auszudrückende Ziele lohnt es sich, frei gewählte Zielwerte von zbsp. 1€ zu setzen. Damit kann Ihnen Google Analytics für diese Seite einen Performance Wert in Form einer sog. Page Value metric (Zielwert + generierter Ecommerce Wert, der erzielt wurde, nachdem die Seite aufgerufen wurde.

    Ziel Abbruch Rate

    Die Abbruchrate liefert die Prozentzahl der Nutzer, die sich nach dem Eintritt in den vordefinierten Trichter (beginnend mit dem Aufruf der ersten Seite des Trichterprozesses – wenn dies als Voraussetzung definiert wurde).

    Benutzerdefiniertes Kampagnen Tagging

    Wie bereits angemerkt benötigt Google Hilfe vom Analytics Nutzer beim Tagging von Benutzerdefinierten Kampagnen, da Google von sich aus nicht immer dazu imstande ist festzustellen, welches Medium Traffic auf die Seite geführt hat.

    Wie sieht Tagging in der Praxis aus?

    Benutzerdefiniertes-Kampagnen-Tagging-Google-Analytics-

    Nutzt man benutzerdefiniertes Kampagnen tagging nicht oder nicht richtig passiert folgendes:

    Falsches-Kampagnen-Tagging-Google-Analytics

    Um den Tagging Prozess zu vereinfachen liefert Google mit dem URL Builder ein Tool zum Erstellen der Kampagen-URL.

    Standard Channel-Gruppierung

    Unter Akquisition>>Kanäle wird von Google eine vorausgewählte Gruppe an Kanälen angezeigt. Hier wird erklärt, wie Google die jeweiligen Kanäle definiert.

    Diese voreingestellte Auswahl wird eventuell nicht Ihre spezifischen
    Kampagnendaten akkurat abbilden – benötigen Sie zum Beispiel den Kanal ‚Affiliate‘ in Ihrem Kanal-Mix müssen Sie diesen manuell hinzufügen. Dafür gehen Sie auf Verwalten>>Benutzerdefinierte Channel-Gruppierungen und Sie sehen eine Liste an Kanaldefinitionen für Ihre Seite. Hier können Sie sich nun eigene Kanäle erstellen um sicherzugehen, dass Ihre Daten ordentlich in Kanäle gruppiert werden.

    Content Gruppen

    Content Gruppen erlauben es, verschiedene Inhalte anhand selbst festgelegter Regeln zu gruppieren und kategorisieren. Auf 3 Wegen kann Content geordnet werden:

    • Gruppierung anhand des Tracking Codes (Tracking Code wird modifiziert): Dafür benötigt es einer zusätzlichen Zeile Code, die den jeweiligen Content per Index Nummer identifiziert und die Content Gruppe, zu der der Inhalt zugeordnet wird.
    • Inhalte per Extraktion gruppieren (Seiten nach URL oder Seitentitel extrahieren):Dafür wird ein regulärer Ausdruck genutzt um eine volle oder teilweise URL, einen Seitentitel oder Bildschirmname zu identifizieren.
    • Inhalte mithilfe eines Regelsatzes zuordnen: Dafür wird der Regel-Editor genutzt, um mit einfachen Regeln Content zu identifizieren.

    Content-Gruppen sind nicht retroaktiv und können auf Datenansichts-Ebene in Verwalten>>Gruppierung nach Content erstellt werden. es können bis zu 5 Gruppierungen kreiert werden.

    Google-Analytics-Anleitung-Fortgeschrittene

    Häufige Probleme mit Google Analytics

    Doppeltes >Reporting

    Fehlender Tracking Code

    Es ist beeindruckend, wie oft Webseiten nur unvollständig mit Tracking Code versehen sind. Mit dem Screaming Frog Tool kann man über eine Custom Filter Configuration die Website im Handumdrehen nach Google Analytics Code durchsuchen.

    Fehlenden Tracking Code mit Screaming Frog suchen

    URL-Suchparameter ausschließen nutzen um URLs weiter zusammenzufassen

    Bsp.: Falls Sie den userid Parameter in URLs nutzen, der sich nicht auf maßgeblich verschiedenen Seiten Content bezieht, sollte userid als URL-Suchparameter ausgeschlossen werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass Google Analytics zbsp. eine separate URL für jeden Nutzer aufnimmt, der eine Account Seite aufruft. Dies fasst die URL-Variationen zusammen anstatt sie auszuschließen. Einzugeben als durch Kommas separierte Liste für multiple Parameter.

    /&/index.html

    Legen Sie die Default Page in Admin>>Einstellungen der Datenansicht fest. Wenn zum Beispiel www.example.com Ihre index.html Seite lädt, sollte index.html hier eingetragen werden.

    Vermischung von dc.js & ga.js

    Unterschiedliche Exemplare des asynchronen Google Analytics Tracking Codes auf einer Website einzusetzen – noch dazu in verschiedenen Versionen des Codes – ist keine unterstützte Implementation. Es sollte nicht dazu kommen, dass ein Teil der Seite mit dc.js und der Rest mit ga.js versehen wird.

    Falsche Suchen-und-Ersetzen-Filter

    Warum verzeichnet Google Analytics Traffic für Seiten, die gar nicht existieren, bzw. nie existiert haben. Sollte dies auf Ihre Seite zutreffen wählen Sie Verwalten>>Filter und schauen Sie nach solchen Dingen:

    suchen und ersetzen filter falsch

    Der Suchen und Ersetzen Filter findet die definierte Suchstring (sinnvollerweise wird diese mit regulären Ausdrücken versehen) und ersetzt diesen mit einem festgelegten Replace String. Dies trägt nicht selten zu großer verwirrung bei – insbesondere wenn Subdomains Suchen-und-Ersetzen Filter im Einsatz haben und diese dann als ein anderer Hostname erscheinen. (zbsp.: für die Seite zzz.site.com wird ein Suchen-und-Ersetzen-Filter eingerichtet mit dem Filter Feld: Request URL, Search String: /http://zzz.site.com und Replace String: /zzz-site-com. Das bedeutet, dass Traffic von zzz.site.com in Google Analytics als www.site.com/zzz-site.com/. ausgewiesen wird)

    Analytics Anleitung fuer Fortgeschrittene

    Hilf Dir selbst

    Vermerke

    Man vereinfacht sich das Leben bedeutend, wenn man in Google Analytics mit Vermerken arbeitet. Wissen Sie noch genau, wann Sie die eine robots.txt Datei geändert haben? Oder wann diese eine Initiative gestartet ist? Durch die Vermerke kann man sehr gut nachvollziehen, welchen Änderungen bestimmte Traffic-Bewegungen zugrunde liegen.

    Tip: Vermerke werden immer nur innerhalb einer Datenansicht gespeichert – achten Sie also darauf und organisieren Sie sich das Ganze systematisch.

    Google-Analytics-Vermerke

    Benutzerdefinierte Benachrichtigungen

    Um benutzerdefinierte Benachrichtigungen für Ihr Konto zu erhalten wählen Sie: Verwalten>>Persönliche Tools und Assets>>Benutzerdefinierte Benachrichtigungen und dann auf +Neue Benachrichtigung. Benachrichtigungen können per Email zu ihnen geschickt werden.

    Benutzerdefinierte-Benachrichtigungen-Google-Analytics

    Hier mal ein paar Beispiele für mögliche Benachrichtigungen

    • Absprungrate – ist höher als x%
    • Sitzungen – Weniger als 1
    • Ziel Konversionen – Zunahme oder Abnahme [x% oder x] im Vergleich zum Vortag/ Vorwoche.


    Ressourcen

    Blog

    YouTube Kanal

    Hilfe Forum

    Analytics Academy

    Help Center

    GA Developers

    Daten Limits und Kontingente

    Features


    Tools

    • Analytics Helper – Diese Erweiterung erkennt, ob auf der geöffneten Seite Analytics Code integriert ist, welches Tracking genutzt wird und ob der Code vor dem schließenden Head Tag platziert wurde. Für Tag Manager funktioniert dies jedoch nicht. Dafür bietet sich der Tag Assistent, auf welchen gleich noch eingegangen wird.

      Google analytics helper

    • Google Tag Assistant– Eine nützliche Erweiterung, die Troubleshooting für die verschiedenen auf einer Seite untergebrachten Tags betreibt. Dies geht über Google Analytics hinaus und schließt Google Tag Manager, AdWords Conversion Tracking und weitere mit ein. Zusätzlich liefert sie eine zahlreiche Informationen zu möglichen Google Analytics Fehlerauf der Seite. Die Fehler sind hier von Google aufgelistet.

      google tag assistant

    • Google Analytics Debugger – Diese Erweiterung listet die Information, welche in dem an GA gesendeten GIF Request liegen in Ihrer JavaScript Console in einem leicht lesbaren und einfach aufzunehmenden Format. Das erspart die Mühe den gesamten _utm.gif Request durchzugehen. Wenn das Tool installiert ist lässt sich die Konsole über CTRL+SHIFT+J (PC) bzw. COMMAND+OPTION+J (Mac) aufrufen.

      Google Analytics Debugger

    • EditThisCookie– Die Erweiterung ist ein simpler Cookie Manager, womit man unkompliziert analysieren kann, wie Cookies über eine Seite hinweg rendern. Außerdem vereinfacht sie das schnelle Löschen von Cookies. Das DevTools Panel ist aktuell im Beta Test und nur über Google Chrome aufrufbar.

      EditThisCookie

    Ein paar weitere hilfreiche Tools

    Vielen Dank an Kaitlin Ziessler für die freundliche Zusammenarbeit Google Analytics resource Guide of Epic Proportions.

Hyperlapse von Instagram – Zeitraffervideos für lokale Unternehmen mit wenig Aufwand erstellen

Instagram hat eine neue App unter dem Namen „Hyperlapse“ veröffentlicht. Diese Applikation erlaubt mit einem Apple iOS Smartphone, unter extrem geringen Aufwand, eine hochauflösende und stabilisierte Zeitraffer-Aufnahme zu erstellen. Der Clou: Bei herkömmlichen Zeitrafferaufnahmen sind die Bilder welche zusammengefügt werden meist verwackelt und unscharf.

Eine neue Art um Videoinhalte zu konsumieren

Instagram bietet neben der Timelapse-Funktion einen integrierten  Bildstabilisator an. Dieser lässt jede Aufnahme scharf und flüssig wirken und macht die Erstellung zum Kinderspiel für Jedermann. Gleichzeitig bietet die Anwendung von Hyperlapse die Möglichkeit das eigene lokale Unternehmen, anhand von verblüffenden Aufnahmen, besser zu vermarkten. Die App ist derzeit nur für Apple iOS Geräte verfügbar, soll aber demnächst auch für Android und Windows Phone erhältlich sein.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen die neue Instagram Hyperlapse-App zu testen und zeigen wie diese funktioniert. Let’s go!

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Bei Instagram selbst handelt es sich um eine Foto- und Video-Sharing-App welche kostenlos für iOS, Android und Windows Smartphone Nutzer zur Verfügung steht. Mit der Übernahme durch Facebook und den weiterhin steigenden Nutzerzahlen arbeiten die Entwickler stetig an neuen Funktionen und wie jetzt auch veröffentlicht, an einer neuen vorgestellten App mit dem Namen Hyperlapse. Diese ist in Sachen Einfachheit nicht zu übertreffen und benötigt keinerlei Account oder Anmeldung zur mobilen Nutzung.

Warum Hyperlapse als Marketinginstrument nutzen?

Zeitrafferaufnahmen sind inzwischen nichts wirklich Neues. Wieso ist nun aber die Hyperlapse-App zur Video-Vermarktung für das mögliche lokale Unternehmen so unglaublich wertvoll? Ganz einfach: Nutzer dürsten ständig nach neuen Möglichkeiten um Videoinhalte zu konsumieren. Große Marken oder auch kleine Unternehmen welche den Leuten diese Art von neuen und innovativen Video-Anwendungen bieten werden profitieren vom Nimbus des Neuen. Die Kombination aus einer Idee und der darin steckenden Kreativität des Videos mit Hyperlapse, führt letztlich online zu einem Erfolg und fördert somit auch das eigene Unternehmen. Und Zeitrafferaufnahmen schaut sich jeder gern an. Klingt gut? Na dann los!

Und so funktioniert’s:

screen568x568 Zunächst einmal lädt man sich die Hyperlapse-Applikation aus dem App-Store herunter. Nachdem die App gestartet wurde benötigen sie keinen Login. Sie können sofort beginnen! Beim erstmaligen Start zeigt Hyperlapse ein kleines Intro welches über alle Funktionen informiert. Dieses ist jedoch sehr überschaubar da das Programm selbst mehr als einfach zu verstehen ist. Ist das Intro vorüber zeigt sich schon das Kamera-Bild welches mit einem bunten Auslöser-Kreis gekennzeichnet ist. Ein in Regenbogen-Farben markierter Kreis bedeutet, dass die Lichtverhältnisse für die Aufnahme korrekt sind. Ein schwarzer Kreis, dass es zu dunkel ist. Betätigt man den Auslöser, so nimmt das iPhone auf und es läuft die Aufnahmedauer im Bild mit. Erscheint einem das Video als lang genug, betätigt man abermals den Auslöser und die Aufnahme stoppt.

screen568x568 (3) Nun erscheint das fertige Video als Dauerschleife und der Menüpunkt „Geschwindigkeit“ wird angezeigt. Mit dem am unteren Bildrand gekennzeichneten Slider, passt man die Geschwindigkeit des Videos an. In Echtzeit wird hier die eigene Aufnahme in verschiedenen Varianten dargestellt. Hat man sich für eine passende Zahl entschieden (1x bis 12x), gelangt man über das grüne Häkchen am oberen rechten Bildrand zum nächsten Menüpunkt. Hier gibt es nun die Möglichkeit das erstellte Hyperlapse-Video über Instagram oder Facebook direkt zu teilen und gleichzeitig noch farblich anzupassen. Das Video liegt aber nun auch schon ohne dass man es teilen möchte, automatisch im Video-Ordner auf dem iPhone. Man kann das Video nun auch am heimischen Rechner mit einem Schnittprogramm nochmals bearbeiten und auf die Firmenwebsite laden.

Die Idee macht den Unterschied

Letztendlich führt nicht die App allein zu einem Erfolg. Eine kreative Idee, kombiniert mit Hyperlapse führt zu einer tollen Aufnahme und positiven Reaktionen. Wie aber kommt man auf eine Idee welche dabei hilft, ein passendes Video für das eigene Unternehmen herzustellen?

Hier ein paar Tipps:

1. Firmen-Atmosphäre
Filmen Sie ihre Unternehmenskultur am Beispiel von Betriebsausflügen, Tagungen, Meetings oder präsentieren Sie ihren Firmensitz anhand eines Laufes durch das Betriebsgelände oder den eigenen Shop. Teilen sie diese Videos direkt über Social Media Kanäle unter einer möglichen Verwendung von Hashtags (z.B. #imagevideo, #hyperlapse u.s.w.)

2. Ereignisse
Produzieren Sie ein Hyperlapse-Video um ein Firmen-Ereignis zu einem Highlight zu gestalten. Jeder kennt zum Beispiel Heißluftballons oder ist mit solch einem schon einmal geflogen. Aber hat auch jede Firma eine Hyperlapse-Aufnahme des eigenen Betriebsausfluges vom Ballon-Fahren auf der eigenen Website oder den Social Media Kanälen zu bieten?

Timelapse: Albuquerque Balloon Fiesta from Roadtrippers on Vimeo.

3. Projekte und Produkte
Firmen leben davon, Projekte umzusetzen. Warum nicht ein solches in einer Hyperlapse verewigen? Zeigen Sie hier die Fortschritte ihres Projektes anhand einer Vorher/Nachher Timelapse oder präsentieren sie die eigentliche Arbeit und Produkte ihrer Firma anhand von alltäglichen Prozessen in Form einer Hyperlapse.

Vienna Public Transport (Hyperlapse) from FilmSpektakel on Vimeo.

Walkerlapse oder Hyperlapse

Bei der Umsetzung einer Zeitrafferaufnahme muss man sich vorher überlegen ob diese statisch oder dynamisch aufgenommen werden soll. Eine normale Hyperlapse ist in den meisten Fällen durch eine feste Kamera gekennzeichnet welche statisch an einem Punkt fixiert ist (Stativ, Treppe, Geländer u.s.w.). Bei einer Walkerlapse wird wie der Name es schon sagt, während der Aufnahme ein bestimmter Weg mit der Kamera zurückgelegt. Hier besteht trotz der von Instagram integrierten Stabilisiertechnik die Möglichkeit, dass es zu leicht verschwommenen Aufnahmen kommen kann. Vor allem dann, wenn die Kameraschwenks zu schnell getätigt werden.

Fazit

Die neue App von Instagram arbeitet grandios! Hyperlapse führt zu beeindruckenden Video-Aufnahmen. Wo früher teures und schweres Material von Nöten war, bedarf es jetzt nur einer App und einem Smartphone. Einziges Manko: Hyperlapse benötigt für einen reibungslosen Look ausreichend gute Lichtverhältnisse. Die App zeigt dies anhand des schon erläuterten bunten oder schwarzen Auslöser-Ring’s auf dem Smartphone-Bildschirm an.

Und? Sind Sie überzeugt? Haben Sie noch weiterführende Fragen? Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen und vor allem Ihre fertig eingebundenen Hyperlapse-Aufnahme!
 

Google Photo Sphere – 360° Panorama-Aufnahmen für lokale Unternehmen zum Selbermachen

Mit Google Photo Sphere können Unternehmen in wenigen Handgriffen spannende Panorama-Aufnahmen von ihren Räumlichkeiten selbst erstellen. Alles was man dazu braucht ist ein Smartphone und die Google Photo Sphere App, welche nun für IOS und Android verfügbar ist. Das beste daran: Die so gezauberten interaktiven 360°- Ansichten können Sie problemlos auf Ihrer Firmenwebsite einbinden und profitieren gleichzeitig von der erhöhten Sichtbarkeit in der lokalen Suche und auf Google Maps.

  1. So wird’s gemacht
  2. Wie Sie die Panorama Bilder für Ihr lokales Online Marketing nutzen können
  3. Constellations – Wie man Photo Sphere Panoramen zu Geschäfts-Rundgängen verknüpft
  4. Fazit – Google Photo Sphere clever für Ihr Unternehmens-Marketing nutzen

Wir haben die App ausprobiert und zeigen Ihnen, wie Sie im Handumdrehen an Ihr eigenes interaktives Panorama kommen. Also: Auf geht’s – Es lohnt sich!

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Bereits vor einigen Monaten haben wir hier über Google Maps Business View berichtet – einem Bezahlservice, der es Unternehmen ermöglicht, mithilfe eines zertifizierten Fotografen Panorama-Innenaufnahmen von den eigenen Firmenräumen erstellen zu lassen. Diese werden dann auf der Google Plus Local Seite des Unternehmens eingebunden und können auch auf der eigenen Website integriert werden.

Mit Photo Sphere kann man diesen Service nun quasi selbst ausführen, da Google die Kamera dem Nutzer in die Hand gibt. Einziger Unterschied der Do-it-yourself-Version zu Business View: Das Panorama Bild ist nicht fest eingebunden in den Google Plus Local / My Business Eintrag. Wie man die Bilder aber trotzdem gewinnbringend in den Google Suchergebnissen nutzen kann zeigen wir Ihnen gleich. Jetzt erst mal ran an’s Panorama.

So wird’s gemacht:

Einstellungen-Google-Photo-Sphere Laden Sie sich Photo Sphere in Ihrem Google Play oder App Store auf Ihr Telefon und melden Sie sich mit dem gleichen Google Konto, mit dem Sie auch Ihren Google Plus Local Account verwalten an. Klicken Sie auf Einstellungen und richten Sie die Optionen wie rechts angezeigt ein. Nun kann die Aufnahme beginnen. Stellen Sie Sich zentral in den abzubildenden Raum und folgen Sie den Anweisungen auf Ihrem Telefon, nachdem Sie den Kamera Button betätigt haben. Wenn Sie mit der Aufnahme fertig sind fügt die App die Bilder zu einer Rundumansicht zusammen. Je sorgfältiger und ausdauernder Sie dabei vorgegangen sind, desto besser sieht das Ganze am Ende aus.

panorama-innen-ansicht-360-grad-unternehmen

Hier ein fertiges Test-Panorama der Firma Fisch Zschornak eingebunden im Beitrag.

:

Wie Sie die Panorama Bilder für Ihr lokales Online Marketing nutzen können

  1. Das Panorama auf der Firmenwebsite einbinden
  2. Nachdem das Panorama auf dem Mobiltelefon zusammengestellt und hochgeladen wurde, kann man es auf Google Maps bearbeiten und zum Einbinden vorbereiten. Dafür loggen Sie sich auf Google Maps Views mit Ihrem zuvor genutzten Google Account an und wählen Ihr gerade erstelltes Panorama aus. Hier lassen sich Titel des Panoramas und Beschreibung noch individuell anpassen – das sollten Sie auch tun. Sinvollerweise mit Ihrem Unternehmens-Titel und evtl. einer kurzen Beschreibung, was die Nutzer hier zu sehen bekommen.

    Google Maps Views Panorama bearbeiten

    Ein Klick auf das „Teilen“ Symbol klappt die Optionen zur Einbindung des Panoramabildes auf Ihrer Website aus. Auf Abmessungen ändern kann nun eine individuell passende Größe festgelegt werden. Das funktioniert nach dem selben Prinzip wie zbsp. das Einbetten eines Youtube Videos oder einer Google Maps Karte. Gewünschte Größe auswählen, Code-Schnipsel kopieren und an ausgewählter Stelle auf der Unternehmenswebsite in den Code einfügen. Bzw.: Code Kopieren, in eine Email einfügen und an Ihren Webmaster schicken. ;-).

    Einstellungen  Panorama Einbindung

    Und so sieht ein eingebundenes Innen-Panorama auf der Website aus. Alle Funktionalitäten, die man aus Streetview kennt sind vorhanden.

  3. Die Panorama-Aufnahme auf der Google Plus Local/My Business Seite integrieren
  4. Vorab noch einmal zur Klärung: Die Photo Sphere ist kein vollständiger Ersatz zum Google Business View Program – sie ist vielmehr ein sehr effektiver, völlig legitimer ‚Hack‘. Über zwei Wege können Sie Ihr Panorama in Ihrem Google Plus Local Eintrag verankern:

    • Laden Sie das fertige Panorama Bild (gespeichert auf Ihrem Handy im Bilderordner – also am besten erst einmal auf den PC übertragen) als zusätzliches Unternehmensfoto über den Button „Fotos hinzufügen“ in Ihren Google My Business Eintrag hoch. Nach dem Upload erkennt Google, dass es sich bei dem Bild um eine Panorama Ansicht handelt und schaltet für den Betrachter automatisch die Rundum-Ansicht ein, wenn es angeklickt wird. Nach dem Hochladen versehen sie das Bild mit einem Titel und einer Beschreibung und teilen es öffentlich als Unternehmensfoto.

      Panorama bild in google Plus Local integrieren

    • Teilen Sie den Google Maps Link zu Ihrem Panorama auf Ihrer Google Plus Local Unternehmensseite. Den Link erhalten Sie an gleicher Stelle, an welcher der Einbettungscode kopiert werden kann.

      Bildschirmfoto 2014-08-27 um 08.28.14

      Panorama Teilen Photo Sphere


Google-Photo-Sphere-Constellations-Cover-Bild

3.Wie man Photo Sphere Panoramen zu Geschäfts-Rundgängen verknüpft

Wem ein einfaches Panorama noch nicht ausreicht, der kann durch das Verknüpfen von mehreren Panoramen richtige virtuelle Rundgänge – Constellations genannt – kreieren. So können zum Beispiel unterschiedliche Räume eines Geschäfts zusammenhängend ‚begehbar‘ gemacht oder große Räumlichkeiten in detailliertere Ansichten unterteilt werden.

Und so erstellt man sich seine Constellation:

  1. Die geplanten Panoramen müssen wie oben beschrieben geschossen und auf Google Maps veröffentlicht werden
  2. Auf Google Maps Views wählen Sie Ihr Profil an, indem Sie auf Ihr Foto oben rechts klicken
  3. Alle Panoramen finden sich hier aufgelistet und auf der Karte als Punkte abgebildet. Klicken Sie auf Bilder auswählen und wählen Sie die für den Rundgang zu nutzenden Panoramen aus. Klicken Sie dann auf Bilder verbinden.
  4. Jetzt bekommen Sie auf einer Maps Karte Ihre ausgewählten Panoramen als blaue Punkte mit Buchstaben angezeigt. Gelbe Punkte stellen Street View Panoramen da, die sie ebenfalls in Ihren Rundgang einbauen können.

    Panoramen verbinden Photo Sphere Constellations

  5. Ihre einzelnen Panoramen lassen sich auch, falls nötig, auf der Karte verschieben. Dafür halten sie in der Kartenansicht die Maustaste auf einem Panorama-Punkt gedrückt und verschieben wie gewünscht.
  6. Um Ihren Rundgang einer weitern Feinjustierung zu unterziehen können Sie zusätzlich die Blickrichtung der Panoramen festlegen. so erzeugen Sie für den Nutzer einen flüssigeren Bildablauf und das Ganze wirkt noch runder. Dafür Stellen Sie die Ausrichtung der Panoramen mit der Maus durch Drehen des Zeigersymbols oder des Vorschaubildes ein.

    Bilder ausrichten Photo sphere constellations

  7. Um Panoramen zu einem Rundgang zu verbinden wählen sie einen Startpunkt und klicken von da aus das nächste Panorama an. Klicken Sie dann auf die grau gestrichelte Linie. Diese ändert sich nun in eine blaue Verbindung und seht jetzt als feste Verbindung fest.
  8. Falls gewünscht können Sie Ihren Rundgang auch mit existierenden Streetview-Außenaufnahmen verbinden und damit dem Nutzer eine zusätzliche Strassenansicht Ihres Unternehmens bieten. Diese Verbindung lässt sich jedoch nur einseitig verknüpfen. So kann der Nutzer nur aus Ihrer Constellation raus auf die Strasse navigieren und nicht andersherum.

Und so könnte ein fertiger Panorama Rundgang dann aussehen:

:

Fazit – Google Photo Sphere clever für Ihr Unternehmens-Marketing nutzen

Mit nur wenigen Handgriffen kann man mit Google Photo Sphere einen echten Marketing-Stunt hinlegen. Eine virtuelle Innenansicht für die eigenen Unternehmensräume stellt ein spannendes Feature mit Erinnerungswert für die Besucher Ihres Webauftritts und Nutzer, die nach Ihren Dienstleistungen oder Produkten im Web suchen. Durch die dreifache Integration des Panoramas auf Google Maps, Google Plus Local und Ihrer Firmenwebsite holen Sie das Maximum aus den Bildern heraus.

Und? Sind Sie überzeugt? Haben Sie noch weiterführende Fragen? Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen und vor allem Ihre fertig eingebundenen Panoramas!

3 Online Marketing Strategien für absolute Beginner

Wir wissen wie es Ihnen geht: Sie denken, Sie sollten sich für Ihr Unternehmen intensiver mit Google, Online Marketing und all dem was damit zusammenhängt auseinandersetzen aber Sie finden einfach keinen Zugang. Sie fragen sich: Wo soll man denn da ansetzen? Wie sollen wir unser kleines Unternehmen denn im Internet sinnvoll platzieren, wenn wir es gerade mal schaffen Emails zu bearbeiten und mit Office-Anwendungen umzugehen? Wo sollen wir denn die Zeit hernehmen um uns in die Materie einzuarbeiten?

Falls Sie sich darin wiedererkennen, dann ergeht es Ihnen wie tausenden anderen Unternehmern da Draussen. Werbung im Internet, Online Marketing oder wie auch immer Sie es betiteln, erscheint für die meisten lokal ansässigen Firmen einfach nicht fassbar, zu komplex und überfordernd. Dabei gibt es speziell für lokale Unternehmen einige sehr einfache Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sich mit Ihrer Firma für den Start sinnvoll im Internet aufzustellen. Dafür haben wir hier 3 Arbeitsschritte zusammengetragen, die Ihnen mit ein bisschen Fleißarbeit in wenigen Wochen zu einer besseren Präsenz im Internet verhelfen werden:

  1. Kümmern Sie sich um Ihren Firmeneintrag auf Google+ Local (Google Places)
  2. Fangen Sie an online Bewertungen und Empfehlungen zu sammeln
  3. Tragen Sie Ihre Firma in Online Branchenbüchern und Verzeichnissen ein

1.Kümmern Sie sich um Ihren Firmeneintrag auf Google+ Local (Google Places)

Der wohl effektivste Weg, um mit den eigenen Firmendaten auf der ersten Seite von Google zu landen ist ein ordentlich ausgefüllter Google Plus Local Eintrag. Ein solcher sichert Ihnen bei richtiger Pflege dauerhaft eine prominente Platzierung in Google’s lokalen Suchergebnisseiten. Lokale Suchergebnisseiten? Diese erhalten Nutzer unter anderem bei Suchanfragen mit einem lokalen Kontext – wie zum Beispiel folgende Suche nach einem Friseur in Frankfurt:

google-places-local-optimierung-funktioniert

Wie man sieht, zeigt Google bei Suchen nach Produkten und Dienstleistungen mit lokalem Bezug sehr prominent Ergebnisse aus seinem Google Plus Local Branchenverzeichnis (Sie kennen diese vielleicht auch als Google Maps oder Google Places). Unser Beispielunternehmer – der Frankfurter Friseur Schloberg & Reich – taucht hier sehr weit oben in den Ergebnissen und auffällig hervorgehoben durch die goldenen Bewertungssterne in einer für ihn höchst relevanten Suche optimal auf.

Auch in der Suche nach dem Namen des Unternehmens liefert Google Firmendaten, Bilder und Standortinfos aus seinem Google Plus Local Netzwerk direkt in die Suchergebnisse aus:
suchanfrage-nach-namen-google-local-eintrag

Was ist zu tun?

  • Legen Sie sich ein Google Konto an: Google Konto erstellen.
  • Nach dem Anmeldevorgang klicken Sie im Google Konto links auf den Punkt „Übersicht“ und wählen den Punkt „Seiten“ aus. Hier klicken Sie auf „Seite erstellen“ und wählen „Lokales Geschäft“ aus. In der nun offenen Suchleiste geben Sie den Namen Ihres Unternehmens ein und testen, ob Google bereits einen Eintrag mit Ihren Firmendaten in seiner Datenbank gespeichert hat. Falls ja, wählen Sie diesen Eintrag aus. Falls nicht, klicken Sie auf den Punkt „keines davon“.
  • Nun folgt der wichtigste Part: Füllen Sie alle vorgegebenen Felder mit den geforderten Kontakt- und Kategoriedaten sorgfältig aus und folgen Sie den Schritten zur Verifizierung. Den Verifizierungscode zur Bestätigung Ihres Eintrags erhalten Sie wahlweise per Anruf oder per Postkarte an die angegebene Adresse.
  • Währenddessen können Sie im nun geöffneten Administrationsbereich, dem „Dashboard“, Ihre Firmenbeschreibung vervollständigen, in dem Sie auf „Unternehmensdaten bearbeiten“ klicken. Hier sollten Sie nun jedes der vorgegebenen Felder so stichhaltig und vollständig wie möglich ausfüllen. Je gründlicher und umfangreicher Sie hier vorgehen, desto besser wird Ihr Unternehmen später in den Suchergebnissen von Google, im Navigationsdienst Google Maps und in anderen Diensten gefunden werden.
  • Ihr Eintrag braucht unbedingt aussagekräftige Fotos von Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten/Dienstleistungen. Fügen Sie dafür die Bilder unter dem Punkt „Fotos in Google Maps und Google Suche“ zu Ihrem Eintrag hinzu. Lesen Sie hier alles zum Thema Bildauswahl für Unternehmensfotos.
  • Fertig? Dann Klicken Sie zurück im Dashboard auf Ihren angezeigten Unternehmenseintrag und Sie sehen, wie Ihre Firma auf Google Plus Local angezeigt wird. Durch einen Klick auf „Hintergrundbild ändern“ können Sie eines Ihrer hochgeladenen Bilder prominent als großes Banner Bild platzieren. Das könnte zum Beispiel eine Vollansicht Ihrer Verkaufsräume sein oder ein gutes Detailbild Ihrer Produkte. Mit einem Klick auf das Profilbild über Ihrem Firmennamen können Sie Ihr Firmenlogo als Profilbild auswählen und festlegen.
  • Ihr Google Plus Local Eintrag ist nun grundsätzlich fertig. Fehlt nur noch die Verifizierung. Nachdem Sie der Brief bzw. der Telefonanruf mit Ihrem Bestätigungscode erreicht hat und Sie diesen im Dashboard eingegeben haben, ist Ihr Eintrag vollständig sichtbar und wird in den lokalen Suchergebnissen angezeigt werden.

Hier mal ein Beispiel: Barbor Beauty Spa, Leipzig.

Beispiel-Google-Plus-Local-Profil

2.Fangen Sie an online Bewertungen und Empfehlungen zu sammeln

Lokale Unternehmen generieren einen großen Teil Ihres Umsatzes über Neukunden, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf sie gestoßen sind. Die Empfehlung eines Bekannten oder Freundes ist für Dienstleister und lokal ansässige Geschäfte kostenlose Werbung, die an Wirksamkeit kaum zu übertreffen ist. Heute hat sich neben den Empfehlungen unter Bekannten mit Online Bewertungen und Erfahrungsberichten ein ganz neuer Marketing-Kanal eröffnet, den es zu nutzen gilt. Denn: Mehr als 80% aller Konsumenten lesen die Bewertungen und Eindrücke anderer Nutzer bevor sie zum Hörer greifen und eine Dienstleistung buchen oder in den Laden gehen um ein Produkt zu kaufen.

Was ist zu tun?

Für Sie als Unternehmer bedeutet das: Sie sollten sich um möglichst zahlreiche und aussagekräftige Online Bewertungen von Ihren Kunden bemühen. Animieren Sie Ihre Kunden dazu, etwas über Sie und Ihre Leistungen zu schreiben. Dafür empfehlen wir Ihnen zwei Orte im Netz: Unsere Bewertungsplattform KennstDuEinen.de und Google Plus Local. Auf beiden Plattformen werden Bewertungen Ihrer Kunden besonders gut sichtbar für potentielle Neukunden in der Google Suche mit Bewertungssternen (bei Google Plus ab 5 Bewertungen, bei KennstDuEinen ab 1 Bewertung) dargestellt:

Bewertung mit Sternen google Suchergebnis

Bewertungssterne Suchergebnis Google Places

Im folgenden Artikel geben wir Ihnen ausführliche Tips, wie Sie das Bewertungen sammeln für Ihr Unternehmen am effektivsten organisieren können:

Bewertungen-Sammeln-Unternehmen-Teaser-Artikel

3.Tragen Sie Ihre Firma in Online Branchenbüchern und Verzeichnissen ein

Die Nennung Ihrer Firma in möglichst zahlreichen relevanten Online Branchenbüchern und Verzeichnissen (auch „Local Citations“ genannt) ist ein effektives Mittel, um die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens im Internet zu verbessern. Die Suchmaschine Google versteht eine solche “lokale Erwähnung” als Querverweis, mit dem Firma und Adresse bestätigt werden. Je mehr solcher Erwähnungen im Internet auftauchen, desto sicherer ist Google, dass es sich um ein echtes, aktives Geschäft handelt. Und desto besser wird Ihre Firma in Online-Suchen gefunden.

Firmeneinträge fördern die Online-Präsenz Ihres Betriebes. Schließlich dienen Branchenportale demselben Zweck, wie ehemals das Telefonbuch.
Verbraucher finden dort einen Maler, Anwalt oder Physiotherapeuten in der Nähe. Die verschiedenen Branchenverzeichnisse im Internet unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung. Es gibt lokal ausgerichtete Plattformen, auf Branchen spezialisierte Portale und eine Mischung aus beidem.

Was ist zu tun?

  • 1. Recherche und Überblick
    Geben Sie den Firmennamen mit Adresse bei Google ein und erstellen Sie eineListe mit allen Webseiten, auf denen der Standort auftaucht. Dabei werden manche mehr, manche weniger Treffer haben.
  • 2. Fehler korrigieren
    Korrigieren Sie jeden fehlerhaften Eintrag und achten Sie darauf immer dieselbe Schreibweise zu verwenden. Wenn es sich um Erwähnungen auf Blogs oder Presseportalen handelt, ist es nötig, den Webmaster zu kontaktieren. Bei Einträgen auf Branchenportalen ist in der Regel eine Registrierung nötig. Ein Basiseintrag reicht für diese Zwecke aber vollkommen aus.
  • 3. Relevante Portale finden
    Starten Sie eine erneute Suchanfrage, diesmal mit den Branchen-Suchbegriffen in Kombination mit dem Standort (Branche + Stadt). Geben Sie dabei verschiedene Branchen-Keywords ein, z. B. „Kosmetik“, Kosmetikstudio“, „Hautbehandlung“, etc. Achten Sie darauf, welche Branchenportale auf den ersten zwei Seiten auftauchen und vergleichen Sie diese mit der Liste aus Punkt 1.
  • 4. Neue Einträge anlegen
    Erweitern Sie die Liste mit allen relevanten Portalen, auf denen Sie noch nicht registriert sind. Die Mühe lohnt sich. Mit jedem Firmeneintrag tragen Sie nicht nur zu einem besseren Ranking in den lokalen Suchergebnissen bei, sondern schaffen damit einen neuen Kontaktpunkt für Ihre zukünftigen Kunden.

Vor einer Weile hat das WinLocal-Team in einer Studie genau untersucht, welche Online-Branchenbücher und Verzeichnisse die durchschnittlich besten Platzierungen in den Suchergebnissen verschiedenster Stadt-Branche-Kombinationen erzielen. Zusammengefasst haben wir die Ergebnisse in einem Bericht, den Sie hier kostenlos herunterladen können:

Local-Citations-Whitepaper

Twitter-Werbung für kleine Unternehmen – Ein Blick in die deutsche Tweet-Zukunft!

Seit 2012 bietet Twitter die Möglichkeit, Werbung zu schalten. Bis auf Weiteres können diese Option allerdings nur US-Bürger nutzen. Deutschland bleibt weiterhin außen vor. Wie es dennoch einmal funktionieren soll – ein kleiner Ausblick.

Promoted Tweets, Hashtags und Accounts. Das sind die drei Möglichkeiten, welche Werbekunden bei Twitter derzeit nutzen können. Seit April 2013 können in den USA alle Nutzer die Twitter-Werbe-Option verwenden. Der Vorteil: Jede dieser Anzeigen wird, wie auch beim Facebook-Marketing, Nutzern angezeigt, ohne dass diese dem werbenden Account folgen. Als deutsches Unternehmen kann man sich derzeit auf der Twitter-Business Seite als Testkunde anmelden.

Ob man aber wirklich genommen wird, bleibt abzuwarten. Bis heute habe ich jedenfalls keine Antwort erhalten. Einzig eine handvoll Beta-Kunden wie Adidas und BMW, welche auch in den USA sitzen, nutzen derzeit Twitter als Werbemittel. Wie es aktuell für US-Bürger und dortige Unternehmen funktioniert und wie es demnächst vielleicht auch in Deutschland laufen wird, möchte ich Ihnen kurz näher bringen.

Der erste Einstieg für private Nutzer

Schritt 1: Klicken Sie auf Einstellungen und dann auf Twitter-Ads

Twitter Ads

Schritt 2: Durchführung der interaktiven Twitter-Ad-Einführung

Sobald man auf die Twitter-Ad-Option geklickt hat, erscheint bei erstmaliger Anwendung ein kleines Tutorial, das zeigt, welche Möglichkeiten Twitter-Advertising offenbart und wie man diese bestmöglich finalisiert. Zudem wird aufgezeigt, welche Werbemöglichkeiten es gibt und wie man diese für sich am effizientesten nutzt.

Twitter Ad Einführung

Schritt 3: Ihre erstellte Twitter-Werbekampagne

Nach der interaktiven Einführung und der damit verbundenen ersten erstellten Kampagne kann es nun also losgehen. Sie befinden sich nun in der Kampagnenansicht. Diese muss nun mit einer der schon drei genannten Anzeigenformate von Twitter gefüllt werden.

Twitter Werbekampagne

Welche Anzeigenformate stehen bei Twitter zur Verfügung?

Um seine erstellte Twitter-Kampagne mit Leben zu füllen muss sich nun für ein Anzeigenformat entschieden werden. Twitter bietet hier derzeit 3 Möglichkeiten:

Promoted Accounts

Bei Promoted Accounts werden Nutzer oder Unternehmen zusätzlich zu den normalen Follower-Empfehlungen als gesponserter Account im linken Anzeigen-Bereich dargestellt.

Promoted Accounts

Promoted Tweets

Bei den Promoted Tweets handelt es sich um Twitter-Mitteilungen, welche beworben werden können und somit auch Leuten angeboten werden, die Ihnen persönlich überhaupt nicht bei Twitter folgen. Je nach Zielgruppenanalyse können Sie in Ihrer Kampagne entscheiden, welchen Interessenten Ihre Tweets ausgeliefert werden sollen.

Promoted Tweet

Promoted #Hashtags

Promoted Hashtags sind spezielle als gesponsert gekennzeichnete Trends bei Twitter. Diese werden dem Nutzer in der Hashtag-Seitenleiste als „Special-Trend“ angezeigt. Interessant ist dieses Anzeigenformat für Unternehmen, die ein neues Produkt auf den Markt bringen. Zum Beispiel um ein neues Modegetränk ins Gespräch zu bringen, einen neuen Kinofilm zu pushen oder das neueste Model eines Fahrzeugherstellers zu präsentieren.

Die Zielgruppenanalyse

Genau wie bei Facebook bietet auch Twitter eine große Auswahl an Targeting-Möglichkeiten: angefangen von Kategorien und Interessen der Nutzer bis hin zur lokalen Eingrenzung wie Land oder Stadt. Es ist außerdem möglich Follower direkt in die Zielgruppenanalyse zu integrieren. Dies erscheint interessant, wenn ich zum Beispiel private Möbel herstelle und diese gern einem speziellen Möbelhaus präsentieren möchte. Beispiel: @ikea – Je größer die Zielgruppe und das Budget ist, das ich in Erwägung ziehe, desto höher ist die Austragung und Reichweite der Kampagne samt ihrer Anzeigen.

Zielgruppenanalyse Twitter

Das Budget

Ihre Kampagne steht, die Anzeigen und die Zielgruppen sind optimiert. Nun heisst es zu entscheiden wie viel Geld einem die gesponserten Anzeigen wert sind. Auch hier gibt es wieder parallelen zum Facebook Marketing. Man wählt einen festen Betrag welcher pro Tag nicht überschritten wird sobald dieser aufgebraucht ist – dies bedeutet, dass man niemals mehr bezahlt als seinen Maximalbetrag – Zusätzlich wählt man bei „Promoted Accounts“ noch die Kosten eines neuen Follower’s, welcher durch die Anzeige entstanden ist. Je höher der Betrag/pro Follower umso stärker wird je nach Zielgruppe, Ihr Account als sponsored Post an die Nutzer weitergereicht. Bei den „Promoted Tweets“ verläuft dies genauso. Maximale Ausgaben pro Tag festlegen und zusätzlich noch das Budget für einen Tweet der an die Zielgruppe weitergeleitet wurde.

Twitter Advertising Preise

Fazit

So schön und einfach wie dies alles klingt. Wir in Deutschland müssen uns zunächst noch damit abfinden ohne Twitter-Advertising zurecht zu kommen. Man kann sich derzeit zwar als Kunde registrieren – Dies heisst aber noch lange nicht, dass man auch ausgewählt wird. Twitter-Advertising scheint aber mehr als interessant und wird auf kurz oder lang auch hier verfügbar sein. Facebook bleibt bis dahin die alleinige Ad-Vormachtstellung erhalten.

Wir sind gespannt und halten im WinLocal-Blog weiter Alle Up-to-Date!

P.s. Twitter jetzt schon zur Neukundengewinnung nutzen – Diese und weitere Artikel im WinLocal-Blog

Das Firmen-Video auf Facebook erfolgreich bewerben – Tutorial

In den letzten 12 Monaten haben wir uns im WinLocal Blog intensiv mit dem Thema Firmen-Video auseinandergesetzt, weil wir überzeugt sind, dass kleine Unternehmen mit eigenen Werbe-Filmen bzw. Image-Videos online effektiv Aufmerksamkeit und damit stetig Neukunden gewinnen können. Heute wollen wir Ihnen demonstrieren, wie man mit seinem Firmen-Video unkompliziert und zielgruppenrelevant auf Facebook Werbung machen kann. Continue reading „Das Firmen-Video auf Facebook erfolgreich bewerben – Tutorial“

Die Google Analytics Anleitung für kleine Unternehmen [Infografik]

Wissen Sie, wie viele Kontakte und Umsätze über Ihre Firmen-Website generiert werden? Mit Google Analytics lässt sich das und noch vieles mehr messbar machen. Diese simpel strukturierte Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Installations-Prozess und zeigt Ihnen, wie Sie die Performance Ihrer Unternehmens-Seite besser verstehen lernen und dadurch optimieren können. Continue reading „Die Google Analytics Anleitung für kleine Unternehmen [Infografik]“

Mit dem Firmen-Video in den Suchergebnissen auffallen – So geht's

Hier erfahren Sie, wie man die Funktionen des Video Service Wistia nutzt, um sein Firmenvideo auf der eigenen Website zu integrieren und sich damit durch ein auffälliges Video-Vorschaubild (Snippet) in den Suchergebnissen von der Konkurrenz abhebt. In diesem vorangegangenen Artikel habe ich bereits über die Vorteile dieser Maßnahme für Unternehmen berichtet. Es folgt eine Beschreibung der Schritte, mit denen das Video auf Ihrer Homepage landet, wie es dort richtig eingebunden wird und wie Sie das begehrte Video-Snippet für Ihre Suchergebnisse bekommen. Continue reading „Mit dem Firmen-Video in den Suchergebnissen auffallen – So geht's“

Optimierung der Unternehmensseite auf Google+, Facebook und Twitter

Hat man sich entschieden, sein Unternehmen auf sozialen Netzwerken wie Google+, Facebook und Twitter zu präsentieren, ist es mit einer Anmeldung des Accounts natürlich noch nicht getan. Firmen-Informationen wie Kontaktdaten sollten ebenso bereitgestellt werden wie die Internetadresse, vielleicht ein paar Zusatzinformationen und der erste Firmenpost. Was gerne mal vernachlässigt wird, ist die visuelle Darstellung des Unternehmens. Da werden erstmal vom jeweiligen Portal festgelegte Platzhalter beibehalten oder das Firmenlogo als Profil- und gleichzeitig auch als Hintergrundbild eingesetzt. Wie bei einer Firmenwebseite entscheidet jedoch oft der erste Eindruck über den Gewinn von Neukunden. Ihr Unternehmen sollte in allen Kanälen auf Anhieb wiederzuerkennen sein, sowohl in der Farben- als auch der Schriftzusammenstellung. Allerdings sollte die Bildwahl auf die verschiedenen Formate der jeweiligen Netzwerke abgestimmt werden.

Update November 2014: Dieser Artikel hatte mittlerweile einen langen Bart und da gerade Google+ sein Erscheinungsbild wechselt wie andere Leute die Unterhosen und auch Facebook und Twitter ihr Layout überarbeitet haben, war es höchste Zeit unseren Social Media-Unternehmensseiten-Optimierungsartikel grundlegend aufzufrischen. Voilà.

Sie haben noch kein Firmenprofil auf diesen Kanälen?

Falls Sie sich noch nicht eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, sollten Sie sich unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Social Media Erfolg zu Gemüte führen.

Ansonsten helfen ihnen folgende Links weiter, um die Profile einzurichten:

Eine Unternehmensseite auf Google+ erstellen

Eine Unternehmensseite auf Facebook erstellen

Ein Twitter-Profil anlegen

Die Unternehmensseite auf Google+

google+-optimierung02

1. Profilbild

Das Profilbild bei Google+ hat das Format von 250 x 250 Pixel beibehalten, erscheint jedoch nun rund anstatt ursprünglich quadratisch. Denken Sie daran, dass es auch als Thumbnail (sehr kleines Bild) neben jedem Blogpost auftritt. Ist z.B. das Firmenlogo in diesem Kleinformat nicht gut erkennbar, sollte über Alternativen nachgedacht werden. In unserem Fall haben wir das Favicon dem Logo vorgezogen. Das Restaurant Mama Kalo in Berlin löst die Profilbild-Thematik ziemlich gut wie ich finde.

2. Hintergrundbild

Das Hintergrundbild bei Google+ sollte mindestens mit den Maßen 920 x 520 Pixel hochgeladen werden, die optimale Größe hingegen ist das Format von 2120 x 1192 Pixel. Im ersten Drittel von links erscheint das Hintergrundbild unscharf, dahinter sieht man

3. Kontaktinformationen

Eine prominente Platzierung ihrer Webadresse ist essenziell für eine erfolgreiche Unternehmenspräsentation in den sozialen Netzwerken. Zusätzliche Kontaktdaten wie Telefonnummer, Adresse oder Emailadresse an dieser Stelle sind ebenso sehr zu empfehlen.

4. Reiter

Nutzen Sie den Reiter “Info” um ihr Unternehmen zu präsentieren. Eine Kurzbeschreibung, die Firmenphilosophie und auch weiterführende Links zu anderen sozialen Netzwerken werden hier hinterlegt. Unter “Fotos” erscheinen automatisch Bilder, die sie in ihrem Blogpost (Reiter :”Beiträge”) veröffentlichen. Sollten Sie den Reiter “Videos” nicht verwenden, deaktivieren Sie ihn.

Nicht zu vergessen: Das Impressum muss unbedingt als Link im Info- oder Geschichte-Reiter integriert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Linktipp für lokale Unternehmen: Wie man sein Ranking bei Google Places verbessert. Hier erfahren Sie alles über die Wirksamkeit von Google My Business.

Die Unternehmensseite auf Facebook

WinLocal-–-Facebook03

1. Profilbild

Das Profilbild bei Facebook soll mit einem Format von 180 x 180 Pixel hochgeladen werden, wird aber dann mit den Maßen 160×160 Pixel angezeigt.  Wie bei Google+ wird das Profilbild auch als Miniformat neben den jeweiligen Blogposts gezeigt, das Bild sollte auch im Kleinformat noch gut zu erkennen sein. Das Firmenlogo eignet sich hier also nicht immer.

2. Hintergrundbild

Das Facebook-Hintergrundbild ist 851 x 315 Pixel groß. Hier war man in der Breite etwas großzügiger als bei Google+, dementsprechend kann man sich in der Gestaltung hier etwas mehr ausleben.

3. Reiter/ Informationsbox

Achten Sie darauf, dass ihre Besucher hier die relevanten Kontaktinformationen vorfinden. Zahlreiche Kategorien und Unterkategorien sowie unterschiedlichste Angaben können hier angewählt werden, je nachdem in welchem Geschäftsfeld sich ihr Unternehmen bewegt.

4. Apps

In der vorherigen Facebookseiten-Version  waren  anstelle der 5 Reiter 4 Tabs zu sehen, die man in Position und Aussehen unterschiedlich modifizieren konnte. Diese sind nun als Apps gekennzeichnet und links an die Seite unterhalb der kleinen Info-Box gerutscht. Möchten Sie Bilder hierfür hochladen, ist die Größe 111 x 74 Pixel ideal.

Auch bei Facebook muss das Impressum eingebunden werden, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Dies kann man entweder im Info-Feld oder mit einer App verlinken.

Die Unternehmensseite auf Twitter

WinLocal-–-Twitter-Optimierung

1. Das Profilbild

Das Profilbild bei Twitter hat das Format 400 x 400 Pixel. Auch hier gilt: Das Profilbild ist im Miniformat neben dem jeweiligen Post zu sehen und sollte gut erkennbar sein.

2. Das Hintergrundbild im Header

Das Header-Hintergrundbild misst mittlerweile 1500 x 500 Pixel. Im Gegensatz zur vorherigen Version hat man hier geradezu eine Spielwiese bekommen.

3. Informationen zum Unternehmen

Hier kann (und sollte) kurz und knapp dargelegt werden, worum es in diesem Twitteraccount geht. Der Platz zur Unternehmensbeschreibung ist begrenzt. Außerdem ist auch hier eine Linksetzung zur Homepage des Unternehmens empfehlenswert. Außerdem hier unbedingt zu integrieren: Das Impressum.

4. Hintergrundbild 2

Das zweite Hintergrundbild hat das Format 1600 x 1200 Pixel und belegt das komplette Browserfenster links und rechts von ihrem Twitter-Account. Es gibt einige Standardversionen, ein individuelles Bild wirkt auch hier durchaus erfrischend. Natürlich kann man auch einfach einen schlichten Farbton für den Hintergrund wählen.

Abschließend möchte ich ihnen den Artikel Google Snapseed – So werden Firmen-Fotos zum Hingucker empfehlen, falls Sie ihre Bilder vor dem hochladen bearbeiten möchten.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, benutzen Sie bitte wie immer unseren Kommentarbereich.