Facebook Werbeanzeigen für Unternehmen – Die Anleitung für Einsteiger

Allen Unkenrufen zum Trotz hat es Facebook geschafft, sein Netzwerk als erfolgreiche Werbe-Plattform zu etablieren und ermöglicht inzwischen kleinen und großen Unternehmen die gezielte Ansprache hoch relevanter Nutzergruppen für ihre Werbebotschaften. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten für Ihr Unternehmen Werbung zur Neukundengewinnung auf Facebook schalten können, die zielgerichtet gestaltet und in ihrer Leistung jederzeit messbar ist.

Übersicht

    1. Zieldefinition Ihrer Facebook-Kampagne
    2. Kampagnen-Erstellung und Werbeanzeigen-Design
    3. Zielgruppen-Recherche und Auswahl
    4. Landingpage Design und Konversions-Tracking
    5. Performance-Überwachung und Rotation der Anzeigen

    1. Definieren Sie das Ziel Ihrer Facebook-Kampagne

    Eine der ersten und wichtigsten Fragen die es zu klären gilt lautet: Was möchte ich mit meiner Facebook Anzeigen-Kampagne erreichen? Für kleine Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen über ihre Firmenwebsite vertreiben empfiehlt es sich, auf Website Konversionen bzw. Klicks auf die Website abzuzielen.

    Definition Konversion Facebook

    Damit leiten Sie interessierte Nutzer aus der vorher definierten Zielgruppe durch einen Klick auf Ihre Anzeige zu Ihrer Webseite und lassen sie dort die gewünschte Handlung (‚Konversion‘) ausführen. Was könnte diese Handlung darstellen? Das ist natürlich ganz abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell: Zum Beispiel die Kontaktaufnahme per Email, Telefon oder Kontaktformular, das Herunterladen von Coupons oder Verkaufsprospekten per Email-Eintragung, das Buchen von Terminen bzw. der Kauf von Waren im Shop.

    Das dafür konzipierte Anzeigenformat nennt sich Page Post Link Ad und hat sich unserer Erfahrung nach als die effektivste Anzeigenform mit hohen Klick- und Konversionsraten herauskristallisiert. So sieht diese Anzeigenform in den verschiedenen Ausführungen aus:

    anzeigen-groesse-facebook-klicks-auf-die-webseite-maerz-2014

    Alle weiteren offiziellen Spezifikationen (Stand 26.März 2014) gibt es in Facebook’s aktuellem Anzeigen-Katalog.

    Bsp.: Ein Hundesitter aus Köln (nennen wir das Unternehmen ‚doggycare‘) schaltet Anzeigen für die Zielgruppe: Kölner Facebook Nutzer in der Altersgruppe zwischen 25-55 Jahren, die sich als Hundebesitzer, Fans von bestimmten Hunderassen und Fans von Hunde-Produkten identifiziert haben. In der Anzeige stellt die Firma ihre Dienstleistung mit einem ansehnlichen Bild und einem kurzen auffordernden Text vor.

    Hier mal ein schnell zusammengestelltes Beispiel für eine Page Post Link Ad:

    Facebook-Page-Post-Link-Ad-Beispiel

    Ein Klick auf die Anzeige leitet den Nutzer auf die Zielseite (zum Beispiel eine gesonderte Landing-Page auf der Website des Hundesitters). Hier erfährt der Nutzer alles wesentlich wichtige über den Service und erkennt, dass es sich bei dem Anbieter um einen Profi handelt, der mit viel Liebe zu seinem Job arbeitet und umfangreiche Erfahrung vorzuweisen hat. Das Angebot zum kostenlosen Probesitting ist attraktiv und lockt den Nutzer zum Probieren. Konversions-Ziel hier ist die Kontaktaufnahme per Anruf oder die Anfrage per Emailformular bzw. das direkte Buchen des Probesittings.

    desktop-ansicht-facebook-werbeanzeige-page-post-link-ad

    Neben den Page Post Link Ads zur Generierung von Klicks und Website Konversionen auf der Firmenseite gibt es noch eine ganze Reihe weitere Anzeigenformate, auf die an dieser Stelle nicht gesondert eingegangen werden soll. Warum? Weil das Bieten auf Website Konversionen bzw. Klicks auf Website als direkteste, effektivste und am besten messbare Methode zu Neukundenakquise den anderen um Meilen voraus ist.

    anzeigen-formate-facebook-website-Konversioonen-anzeigen

    Welchen Wert hat eine Konversion für mein Unternehmen?

    Damit Ihre Kosten-Nutzen-Rechnung auf Facebook aufgeht und sie nachhaltig erfolgreich Kampagnen zur Neukundengewinnung durchführen können, sollten Sie feststellen bzw. wissen, welchen durchschnittlichen Wert ein neuer Kunde für Sie hat. Nur mit diesem essentiell wichtigen Orientierungswert können Sie den Erfolg Ihrer Werbung auf Facebook richtig bemessen. Im Grunde lässt sich das wie folgt zusammenfassen:

    Durchschnittlicher Wert eines Neukunden MINUS durchschnittliche Kosten eines Neukunden

    Beispielrechnung.: 1 gratis Tag Probesitting kostet unseren Hundesitter 15€, ein neuer Kunde bringt dem Unternehmen durchschnittliche monatliche Einnahmen von 60€, wobei 7 von 10 Kunden, die den Schnuppertag in Anspruch genommen haben auch zu Kunden werden und mindestens 3 Monate bleiben. Bei 10 Konversionen ergibt sich folgendes Kalkulation:

    Ausgaben: – 15€/Probesitting x 10 Kunden = 150€
    – Betrag X für die Werbeanzeige auf Facebook

    Einnahmen: – 7 Neukunden x 60€/Monat x 3 Monate = 1260€

    Ergebnis: 1260€ – (150€ + X) in den ersten 3 Monaten.

    Das heißt: jede Konversion hat für unser Unternehmen in den ersten 90 Tagen einen Wert von 111€ – X, wobei X den Betrag für die Werbe-Ausgabe pro Konversion (CPC – Cost per Conversion) auf facebook darstellt. Abhängig davon, wie hoch die Kosten pro Konversion sein werden, kann der Unternehmer im Verlauf der Kampagne also abwägen, ob sich Facebook für ihn als Werbemittel zur Neukundengewinnung lohnt oder nicht.

    Erfolgsaussichten und Erfahrungswerte

    Bevor wir uns in den nächsten Schritten mit dem Design und der Einrichtung einer Facebook Anzeigen-Kampagne auseinandersetzen, wollen wir noch ein paar grundsätzliche Erfahrungswerte mit Ihnen teilen:

    Facebook Anzeigenwerbung spricht im Vergleich mit Google AdWords Anzeigen
    einen Nutzer auf einer gänzlich höheren Ebene des Kaufentscheidungsprozesses (auch gern als Konversions-Trichter beschrieben) an.

    konversions-trichter-vergleich-facebook-google-adwords

    Während, wie in der Grafik abgebildet, eine AdWords-Anzeige im Moment der gezielten Recherche des Nutzers zum Einsatz kommt – der Nutzer also zum Beispiel schon direkt nach einem Hundesitter in seiner Gegend recherchiert – ist eine Facebook-Werbeanzeige noch viel weiter entfernt auf dem Konversionstrichter auf der Ebene des Grundinteresses des Nutzers angesiedelt. Durch die Möglichkeiten zur Zielgruppeneinstellung auf Facebook wissen wir, dass die von uns angesprochenen Nutzer Hundebesitzer sind – ein Grundinteresse am Thema also besteht. Was wir jedoch nicht wissen ist, ob sie überhaupt Bedarf an einer Hundebetreuung haben. Hier müssen wir mit unserem Angebot glänzen und vor allem beim Design und der Ansprache unserer Anzeige punkten.

    Lange Rede kurzer Sinn: Die Kunst in der Arbeit mit facebook zur Neukundengewinnung liegt darin, die Möglichkeiten zur Zielgruppeneinstellung clever genug zu nutzen, beim Facebook Nutzer dann mit einer visuell möglichst ansprechenden, wenig nach Werbemüll aussehenden Anzeige das Grundinteresse am Thema zu aktivieren und ihn schließlich durch ein verlockendes Angebot auf die Zielseite zu leiten.

    Weitere Erkenntnisse:

    • ‚Leads‘ sind auf Facebook einfacher zu erzielen als direkte Verkäufe: Konversions-Ziele wie eine erste Kontaktaufnahme, das Anmelden für einen Newsletter oder das Herunterladen eines Coupons sind günstiger und zahlreicher zu erreichen als zum Beispiel der Kauf eines Designer-Möbelstücks. Sicherlich wenig überraschend, obwohl wir bei besonders kreativen bzw. ansprechenden Anzeigen auch schon vom Gegenteil überzeugt wurden.
    • Je weniger eine Anzeige auf den ersten Blick nach Werbung aussieht, desto besser spricht die Zielgruppe darauf an.
    • Auch vermeintlich langweilige Produkte bzw. Dienstleistungen lassen sich mit einer ausgefuchsten Zielgruppenkonfiguration und cleverem Anzeigen-Design erfolgreich auf Facebook bewerben. Aus eigener Erfahrung können wir berichten, dass es zum Beispiel auch durchaus möglich ist Altersvorsorge-Produkte für Schulabgänger erfolgreich auf Facebook zu positionieren und qualifizierte Leads zu generieren.
    • Je hochwertiger ein Anzeigenbild gestaltet ist, desto besser spricht die Zielgruppe darauf an.
    • Anzeigen-Werbung auf Facebook stellt für Unternehmen eine äußerst attraktive Alternative bzw. Ergänzung zur Arbeit mit Google Adwords dar, da hier potentielle Neukunden aktiviert werden können, die bisher noch nicht selbst mit einer Kauf- bzw. Buchungsintention in den Recherche-Status des Kaufprozesses übergegangen sind.

    2. Kampagnen-Erstellung und Werbeanzeigen-Design

    Kampagne erstellen und Werbekonto einrichten

    Die Einrichtung einer Kampagne und das Erstellen von Werbeanzeigen ist inzwischen in einem vergleichsweise simplen Workflow zusammengefasst worden. Facebook bietet dafür hier einen einfach nachzuvollziehenden Leitfaden.
    Im Folgenden werden wir am Beispiel unseres Hundesitters aus Köln eine Facebook Werbekampagne für Page Post Link Ads aus einem persönlichen Facebook-Zugang heraus einrichten. Dafür arbeiten wir die Schritte für Sie zum Nachverfolgen hier im Video kurz ab.




    Anzeigendesign

    Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Werbekampagne auf Facebook – dem Design von Text und Bild der Anzeigen. Im Zusammenspiel mit der richtigen Zielgruppenauswahl steht und fällt eine Kampagne mit einer guten Anzeige. Hier geht es vor
    allem darum zu verhindern, dass der Nutzer beim Überfliegen seines Nachrichtenstreams auf dem Computer oder Smartphone die Anzeige entdeckt und denkt ‚ach wieder bloß Werbung….das nimmt ja jetzt langsam Überhand‘. Vielmehr müssen wir es schaffen, den Nutzer durch ein Hingucker-Motiv in unseren Bann zu ziehen und mit der so gewonnenen Aufmerksamkeit unsere Werbebotschaft kurz, bündig und handlungsauffordernd an den Mann oder die Frau zu bringen.

    Wir wollen mit unseren Anzeigen den Nutzer visuell nicht belästigen, sondern ihn am liebsten begeistern bzw. mindestens kurz für unsere Sache interessieren.

    In unserer Arbeit mit Facebook Werbeanzeigen haben wir beim Anzeigendesign nach zahllosen Kampagnen und hunderten Variationen folgende Erfahrungen gemacht:

    • kontrastreiche Bilder mit Menschen im Motiv (besonders Nahaufnahmen, die Emotionen transportieren) funktionieren sehr gut. Es lohnt sich, für Frauen und Männer jeweils eigene Bilder mit weiblichen bzw. männlichen Models zu nutzen – also jeweils auch gesonderte Anzeigen zu schalten. Das erhöht den Identifikationswert der Anzeige.

    facebook-werbeanzeigen-bildauswahl-beispiel-1

    • Je weniger Text im Bild, desto besser. Ein Logo im Bild ist ok, sollte jedoch weniger als 20% der Bildfläche besetzen und nicht voll deckend sein.

    Anzeigenbild-facebook-logo-beispiel

    • Stockphotos aus Bilddatenbanken (wie 123rf.de oder den von Facebook kostenlos angebotenen istockphoto Bildern) sind besser als Ihr Ruf und werden vom Nutzer durchaus angenommen, wenn man sich bei der Auswahl die Mühe macht, etwas Zeit zu investieren und sich nicht gleich mit dem erst besten Bild zufrieden gibt.

    facebook-werbeanzeigen-bildauswahl-beispiel-Person

    • Humorvolle Elemente machen Anzeigen für vermeintlich langweilige Themen erfolgreich. Haustiere funktionieren immer 🙂
    • Auch reine Produktmotive können gut funktionieren, wenn das Objekt in einer mutigen Nahaufnahme kontrastreich vom Hintergund abgehoben präsentiert wird.

    facebook-werbeanzeigen-bildauswahl-beispiel-produkt

    3. Zielgruppen-Recherche und Auswahl

    Weiter geht’s mit dem zweiten wichtigen Aspekt einer guten Facebook-Kampagne: Je besser die Zielgruppe erfasst wird, desto relevanter ist die Anzeige für den Betrachter und desto erfolgreicher können Unternehmer ihre Angebote platzieren. Die unzähligen Möglichkeiten der individuellen Zielgruppenauswahl sind neben der attraktiven Präsentationsfläche der Hauptgrund für Facebooks beeindruckenden Erfolg mit seiner Werbeplattform. Da Facebook die Interessen der Internet-Nutzer so gut kennt wie wohl kein anderes Unternehmen, nutzt es dieses Wissen, um es Werbetreibenden einfach zu machen Anzeigen sehr eng zu fokussieren und damit kosteneffektiver zu gestalten. Im Gegensatz zu anderen Werbeformaten werden so Streuverluste vermieden.

    Zielgruppen Auswahl Facebook Werbeanzeigen

    Am Beispiel oben wird ersichtlich, mit wie vielen verschiedenen Variablen man seine Zielgruppen gestalten kann. So können wir unsere potentielle Zielkundschaft aktuell unter anderem nach den folgenden Filtern auswählen:

    • Ort, Alter, Geschlecht – Sie möchten nur 20-30-jährige Männer aus Hamburg-Wandsbek ansprechen? Ok!
    • Interessen – Basierend auf den Gefällt-Mir-Angaben, Seitenabos, geteilten Inhalten sowie Interessenlisten von Nutzern hat Facebook eine ziemlich guten Überblick darüber, was ein Nutzer mag und wofür er oder sie sich interessiert. So können Sie Fans bestimmter Marken oder Seiten genauso gezielt ansprechen wie Nutzer die gern Joggen oder fotografieren, oder stolze Hundebesitzer sind.
    • Persönliche Informationen – Basierend auf den freiwilligen Angaben zur eigenen Person, welche die Nutzer veröffentlichen (zbsp. Beziehungsstatus, Bildungsniveau, Beschäftigungsstatus oder Vorhandensein/Anzahl von/an Kindern) lassen sich zum Beispiel junge Familienväter mit Hochschulabschluss ansprechen.

    Facebook-Targeting-Optionen-Anzeigen

    Für eine komplette Liste und Erklärung aller einzelnen Targeting-Optionen lohnt sich ein Blick in Facebook’s eigenen Hilfe-Bereich zum Thema Zielgruppenoptionen. Für Sie ist es jedoch sinnvoller, sich einfach mal wie im Video demonstriert in den Werbeanzeigen-Manager einzuloggen und ein wenig mit den Zielgruppeneinstellungen herumzuexperimentieren. Dadurch erhält man schnell einen guten Eindruck von den schier unendlichen Targeting-Kombinationen, mit denen Sie sich Ihre perfekte Zielgruppe zusammenschmieden können.

    Facebook-werbung-zielgruppen-einstellung

    Hier einige Beispiele/Inspirationen für verschiedene Zielgruppen-Designs:

      • Fischgeschäft aus Nürnberg Hier suchen wir uns eine Fisch-affine Zielgruppe, die sich für Fisch, Meeresfrüchte, oder Sushi interessiert. Hinzu ziehen wir Hobby-Fischer und Angler, Sportfischer und Fans der Restaurantkette Nordsee. Immerhin 26.000 Nutzer konnten wir so herausfiltern.

    zielgruppen-design-facebook-Beispiel-lokales-Unternehmen

    • Ein Reisebüro aus Leipzig will für den Sommer ein spezielles Urlaubsangebot für Studenten der lokal ansässigen Universitäten bewerben. Hier lassen wir die lokale Einschränkung auf ‚Leipziger‘ Facebook Nutzer weg und filtern nur nach Alter und Zugehörigkeit zu einer der Leipziger Universitäten und Fachhochschulen unter dem Punkt Schule. Der lokale Filter bleibt draussen, da wir so auch Studenten erreichen, die zwar in Leipzig studieren, ihren Wohnort jedoch nicht auf Leipzig umgestellt haben. Das bringt eine kumulierte Zielgruppe von 9.800 Nutzern.facebook-werbeanzeigen-besipiel-zielgruppe-student
    • Ein Baumarkt aus Essen möchte im Frühjahr die Gartensaison einleiten und seinen erweiterten Gartenbereich mit einem attraktiven Angebot bewerben. Dafür schränken wir lokal auf Essen ein, wählen die Interessenkategorie ‚Haus und Garten‘ und beziehen Fans unserer Konkurrenzunternehmen mit ein. 26.000 Nutzer.Facebook Zielgruppen Auswahl Beispiel

      Im Fall des Baumarktes ist zudem eine 2. breiter ausgelegtere Zielgruppe andenkbar, da das Thema Garten ab einem bestimmten Alter sicherlich allgemein poulär ist. Wenn wir also die Interesseneinschränkung rückgängig machen und in der Altersspanne 35 Jahre und älter einrichten erhalten wir eine zweite Zielgruppe von 88.000 Nutzern.

      Zielgruppe Einstellung Facebook Beispiel Baumarkt

    werbung-mit-facebook-anzeigen-anleitung-winlocal

    Facebook Werbeanzeigen für Unternehmen – Die Anleitung für Einsteiger Teil II

    Im zweiten Teil der Anleitung geben wir Tipps, wie Sie Ihre Angebots-Ziel- bzw. Kontaktseite in Einklang mit Ihren Facebook-Anzeigen bringen, aktivieren das Konversions-Tracking auf der Zielseite zur Erfolgsbemessung der Kampagne und zeigen Ihnen, was Sie tun müssen, wenn die Leistung Ihrer Anzeigen nachlässt.

    4. Landingpage-Design und Konversionstracking

    Für die Erstellung einer erfolgreichen Facebook-Kampagne ist eine ansehnliche, geradlinig funktionierende Zielseite essentiell. Denn was nützt uns letztlich all die Arbeit und Planung unserer Anzeigen, wenn wir den potentiellen neuen Kunden zwar mit einem guten Angebot erfolgreich aktivieren, ihm dann jedoch auf unserer Homepage nicht unmissverständlich vermitteln, was wir von ihm wollen bzw. ihm zu bieten haben.

    Da die Homepage eines lokalen Unternehmens in der Regel erst einmal sehr viele grundlegende Informationen und erste Eindrücke zur Firma liefert und den Besucher zum ‚Erforschen‘ und ‚Stöbern‘ einlädt, verlieren sich die Nutzer hier sehr gern und erinnern sich schnell gar nicht mehr daran, warum sie eigentlich auf der Seite gelandet sind. Um dies zu verhindern sollte eine spezielle Landingpage als separate Unterseite oder eigenständige Domain angelegt werden.

    In unserem Schwester-Blog auf kennstdueinen.de hat Lokale-Suche-Experte Sebastian Socha dafür eine ausführliche Anleitung zusammengestellt, in der er 8 richtig gut funktionierende Landingpages lokaler Unternehmen für Google AdWords vorstellt und mit zahlreichen wertvollen Optimierungstipps aufwartet. Die dort genannten Prinzipien können sehr gut auf eine lokal fokussierte Anzeigenkampagne mit Facebook angewandt werden.

    lokale landingpages facebook Marketing Beispiel

    Eine weitere treffend zusammengefasste Sammlung an Landing-Page Design Tipps zur Konversions-Optimierung haben wir uns von den Online Marketing Experten von Popularity Reference aufmerksam mitgeschrieben:

    1. Wähle Kontrastfarben für Dein Design: Farbkombinationen die sich komplementär gegenüber stehen verbessern die Sichtbarkeit Ihrer einzelnen Zielseiten-Elemente.
    2. Echte Photos von zufriedenen Kunden: es gibt nichts Glaubwürdigeres für eine Unternehmens-Landingpage als ein Erfahrungsbericht oder wohlwollendes Zitat eines zufriedenen Kunden, dass mit einem echten Photo versehen ist.
    3. Visuelle Zielführung: Durch Tricks, wie die Nutzung eines Bildes, auf dem der Protagonist in eine bestimmte Richtung schaut, kann man die Aufmerksamkeit des Landingpage-Besucher geschickt auf einen bestimmten Bereich der Seite (zum Bsp. das Produkt oder den Kontakt-Button) lenken. Viele hilfreiche Tipps zu diesem Thema erhalten Sie hier: 7 Tips um durch gute Bilder online mehr Neukunden zu gewinnen
    4. Hinweiszeichen verwenden: Pfeile, Schilder oder Symbole navigieren die Aufmerksamkeit des Nutzers in die gewünschte Richtung
    5. Die Bildsprache einer Anzeige sollte unbedingt auf der Landingpage wiederkehren: dies ist einer der wichtigsten Aspekte für ein erfolgreiches Landingpage-Design. Wenn wir in unserem Beispiel-Anzeigenbild mit der Hundesitterin und den drei Schäferhunden im herbstlichen Wetter arbeiten, sollten wir diese Bild-Stimmung auch in mindestens einem Bild auf der Landingpage wiederkehren lassen.
    6. wiederkehrende motive bei anzeige und landingpage facebook

    7. Die richtige Farbauswahl: helle Farben steigern die Aufmerksamkeit, bestimmte Farben können jedoch sogar abschreckend auf den Betrachter wirken und Ihren potentiellen Neukunden im schlimmsten Fall verscheuchen – wie Sie die passenden Farben für eine stimulierend wirkende Landingpage auswählen verrät Ihnen unser Chef-Illustrator Tobias Kerstin in seinem Artikel Webdesign für KMU – die richtige Farbwahl.
    8. Farbauswahl Landing Page Facebook Anzeigen

    9. Bilder oder Diagramme zur Produktbeschreibung nutzen: Bilder sprechen Bände. Produkte wie Dienstleistungen können durch zusätzliche Abbildungen noch besser beschrieben werden. Meisterhaft macht das Apple auf seinen Produktseiten.
    10. Handlungsaufforderung verstärken durch große Bedienelemente:
      Ein großer Button als ‚Eye-Catcher‘ hilft, die Handlungsaufforderung klarer zu kommunizieren. Bei einem sollte es dann jedoch bleiben, da sonst die Wirkung verpufft.
    11. Leer-Räume für bessere Strukturierung: Nutzen Sie Leerflächen um einzelne Texte oder Bilder besser hervorzuheben und die Lesbarkeit Ihrer Seite zu verbessern.

    Konversions-Tracking auf der Landingpage

    Facebooks Besuchsaktionspixel

    Um das Verhalten der Nutzer auf Ihrer Zielseite zu verfolgen und so den Erfolg Ihrer Anzeigen zu messen bietet Facebook ein eigenes Conversion-Tracking-System für Anzeigen an. Dafür wird im Anzeigenmanager ein Code-Schnipsel erstellt, den Sie auf Ihrer Landing-Page in den Quellcode der Seiten einbauen, die für den Nutzer aufgerufen werden, wenn er eine gewünschte Aktion (also Konversion) ausführt.

    Bsp.: Auf der Landingpage des Hundesitters können Interessenten einen kostenlosen Probetag buchen, in dem sie sich einen freien Termin aus dem Kalender auswählen und dann auf buchen klicken und ihre Kontaktdaten eingeben. Nach dem Absenden der Daten per Button-Klick wird eine neue Seite geladen mit den klassischen „Vielen Dank für Ihre Buchung! Wir bestätigen Ihnen Ihren Termnin per Email.“ Auf dieser Seite wird das Besuchsaktionspixel eingebaut für den Nutzer nicht sichtbar im Bereich des Quellcodes der Seite eingebaut. Beim Einbau des Besuchaktionspixel ist darauf zu achten, den Code an allen möglichen Konversionspunkten, die auf Ihrer Landingpage verfügbar sind, einzubauen.

    tracking pixel Einbau facebook werbung

    Facebook heftet sich an den Nutzer und kann bis zu 28 Tage lang feststellen, ob er oder sie die gewünschte Aktion letztlich ausgeführt hat.

    Beispiel-Anzeigenauswertung-Facebook-Ad-Conversion-Tracking

    Telefon-Tracking

    Leider bietet Facebook (noch) keine Lösung für Telefon-Tracking in seinem Anzeigen-System. Das ist insofern unpraktisch, als das Sie somit Kontaktaufnahmen und Buchungen per Telefon nicht in der Performance-Übersicht Ihrer Facebook-Anzeigen einsehen können.

    Viele kleine, lokal aufgestellte Unternehmen generieren einen großen Teil Ihrer Leads über eine erste Kontaktaufnahme per Telefon. Um also zu ermessen, wie viele potentielle Neukunden, die über Facebook aquiriert wurden zum Höerer greifen und anrufen, bieten sich unter anderem folgende Optionen:

    • Sie richten für Ihre Landingpage eine gesonderte Tracking-Telefonnummer ein (zum Beispiel über den Service Matelso). Damit können Sie die Zahl der über Facebook generierten Anrufe genau feststellen.
    • Sie nutzen Ihre normale Kundentelefonnummer auch auf der Angebotsseite, instruieren Ihr Personal jedoch, bei Anrufern im Verlauf des Gesprächs beim Kunden zu erfragen, wie er sie gefunden hat.

    5. Performance-Überwachung und Rotation der Anzeigen

    performance-messung-facebook-ads

    Performance-Metriken

    Genau wie bei anderen etablierten Anzeigenplattformen (Zum Beispiel Google Andsense oder Google AdWords) bietet Facebooks Werbeanzeigenmanager eine große Auswahl an Daten zur Erfolgsbemessung von Anzeigen, durch die sich ein Werbetreibender stundenlang hindurchwühlen kann. Bevor wir 3 der wesentlichsten Metriken erklären, hier noch einmal der eingangs erarbeitete Punkt:

    Die wichtigste Leistungskennzahl Ihrer Anzeigenkampagne ist und bleibt der durchschnittliche Wert eines Neukunden verringert um die durchschnittlichen Kosten pro Kunden (Cost per Customer). Darauf sollten Sie sich bei Ihrer Arbeit mit Facebook konzentrieren. Wenn Sie sich wie vorgeschlagen für Konversions-Messung per Besuchaktionspixel und Kontaktmessung entscheiden, können Sie den Erfolg Ihrer Kampagen sehr einfach im Blick behalten.

    Damit Sie in Ihrer Werbeanzeigen-Übersicht jedoch nicht nur Bahnhof verstehen, tragen wir hier die wichtigsten Metriken zusammen. Ausführliche Infos zu allen Gebotsarten gibt es zudem hier.

    CPC, CPM, CPA…was war das noch mal?

    • CPC (Cost per Click): Entscheiden Sie sich bei Ihren Anzeigen dafür auf Klicks zu bieten, geben Sie nur Geld aus, wenn jemand auf Ihre Anzeige klick. Diese Kosten pro Klick können sie per Maximalgebot selbst festlegen, oder das Bieten Facebook überlassen.
    • CPM (Cost per Mille): Bei Kosten pro Impression geben Sie einen festgelegten Betrag für 1.000 Impessionen Ihrer Anzeige aus. Wird eine Anzeige einem Nutzer ausgeliefert – das heißt ihm gezeigt – zählt das als 1 Impression. 1.000 Auslieferungen = 1 Mille.
    • CPA (Cost per Action): Auch Kosten pro Besuchsaktion oder Kosten pro Konversion genannt. Diese Zahl errechnet sich aus dem ausgegebenen Budget geteilt durch die Anzahl an erzielten Konversionen. Facebook bietet uns die Option, manuell auf anvisierte Kosten pro Konversion zu bieten oder automatisiert zu bieten.
    • CTR (Click trough Rate): Die Durchklickrate einer Anzeige ist eine interessante Metrik zur Bemessung der Attraktivität Ihrer Anzeige. Hier wird der prozentuale Anteil der Nutzer, die Ihre Anzeige klicken festgehalten.

    Kennzahlen-facebook-Anzeigenwerbung

    Anzeigen rotieren um Übersättigungserscheinungen zu verhindern

    Abhängig von der Größe Ihrer ausgewählten Zielgruppe kommt irgendwann der Punkt, an dem Ihre Anzeige jeder Ihrer Zielnutzer schon einmal bei sich im Stream gesehen hat. Erkennen können Sie das in Ihrer Anzeigenübersicht im Punkt ‚Häufigkeit‘.

    Ad fatigue facebook

    Aber ist es nicht gut, wenn die Zielgruppe durch wiederholtes Einblenden meiner Anzeige oft an mein Angebot erinnert wird? Sicher, jedoch nur in einem gewissen Umfang. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Ihre Zielgruppe von der Anzeige übersättigt ist und sie nicht mehr beachtet, bzw. davon sogar genervt ist. Das äußert sich meist in einem starken Abfall der Durchklickrate (CTR) Ihrer Anzeige. Beobachten Sie diesen Wert also etwas genauer. Fällt die Durchklickrate Ihrer Anzeige deutlich ab, ist es Zeit für eine frische Ad; ein neues Motiv und eventuell ein neuer Anzeigen-Text.

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