Erfolgreich Marketing im Internet betreiben – Das Restaurant DREIGUT im Interview

Wie läuft Online Marketing für kleine Unternehmen im Alltagsgeschäft wirklich ab? Für die nächste Folge unserer Interview-Serie haben wir mit den Betreibern des Restaurants „DREIGUT“ in Berlin Charlottenburg gesprochen. Das Lokal wurde vor einem Jahr eröffnet und ist aktuell dabei, sich mit seiner „kreativen deutschen Küche“ in der Berliner Restaurant-Landschaft einen Namen zu machen. Durch konsequent umgesetztes On- und Offline Marketing, kluge Pressearbeit und einiges an Fleiß gelingt es dem jungen Betrieb, sich in der hart umkämpften Branche und Lokalität zu etablieren.

Doch wie startet man als neue Gastwirtschaft bei so mannigfaltiger Konkurrenz? Welche Strategien wählt man, um online aus der Herde an Angeboten hervorzustechen und potentielle Gäste erfolgreich auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen? Wir sprachen mit Marko Häbold, der als einer der beiden Geschäftsführer des Restaurants verantwortlich für den Bereich Marketing ist und erhielten einige interessante Einblicke in die Arbeit eines Restaurant-Betreibers.

Hallo Herr Häbold! Können Sie uns kurz ein wenig über Ihre Online Marketing Aktivitäten berichten? In welchen Bereichen sind Sie überall aktiv und seit wann positionieren Sie das Restaurant Dreigut im Internet?

Unser Restaurant DREIGUT hat Anfang 2012 eröffnet und wir haben von Beginn an an eine umfassende Online-Marketing-Strategie verfolgt. Vom ersten Tag an haben wir massiv auf Google-AdWords und Facebook gesetzt, später haben wir SEO Maßnahmen an der eigenen Website sowie Zusatzaktionen wie monatlichen E-mail-Newsletter umgesetzt. Seit neuestem machen wir auch Bezahl-Kampagnen in den Suchergebnissen auf Bing / Yahoo. Dort liegt der CPC (Kosten pro Klick Anm. d. Red.)bei ca. der Hälfte wie bei Google, jedoch ist auch der Traffic nur ein Bruchteil so hoch.

Innenansicht-restaurant-Dreigut-Berlin

Als relativ junges Restaurant in einem großen Markt wie Berlin ist es sicher nicht leicht sich online hervorzuheben und relevante Besucher auf Ihre Website zu locken. Verraten Sie uns vielleicht ein wenig über Ihre Herangehensweise?

Ganz Berlin als relativ kleines Unternehmen mit begrenzten Marketingbudget zu erreichen, ist meiner Meinung nach nicht möglich. Da wir als Restaurant mit fester Geschäftsadresse jedoch einen zwingend lokalen Bezug haben, wird das verfügbare online-Werbebudget radikal lokalisiert. Dass heisst, dass bspw. alle AdWords Kampagnen mit einer Umkreiseingrenzung von 3 km geschalten werden. Auch Partnerschaften mit anderen Websiten werden nach lokalen Themenschwerpunkten ausgewählt. Wir befinden uns in Charlottenburg und haben folglich Interesse an Usern, die nach gastronomischen Inhalten in der City-West suchen. Glücklicherweise ist das Internet heute mehr denn je localized, um Streuverluste zu vermeiden

Wie viel Ihrer Zeit nimmt Online Marketing in Anspruch und wie vereinen sie diese Arbeit mit ihrem Tagesgeschäft?

Die Überwachung bestehender Kampagnen, das Auswerten von Traffic und die redaktionelle Arbeit kosten mich ca. 3 – 4 h Arbeit die Woche. Zudem arbeite ich bei bestimmten komplexeren Fragestellungen mit professionellen Partnern zusammen, die einem Arbeit abnehmen. Online Marketing ist kein lästiges Thema, was einen vom Tagesgeschäft abhält, sondern sollte von jedem modernen Unternehmer als eines der Kernbestandteile seiner Managementaufgaben gesehen werden.

Inwiefern lohnt sich die Arbeit für Ihr Unternehmen?

Ich denke, dass der Kontaktpreis im Online Marketing, also die Anzahl der erreichten Kunden pro investierten Euro, weit niedriger ist als in allen klassischen Werbeformen wie z. B. Print oder Aussenwerbung. Zudem ist Online-Marketing-Erfolg gut messbar durch entsprechende technische Tools. Insofern glaube ich, dass wir einen nennenswerten Teil unserer Gäste auch durch unsere Online-Aktivitäten auf unser Restaurant aufmerksam machten und somit realen Zusatzumsatz generieren.

Folgen Sie für die Verbreitung von Inhalten (Texte, Bilder, Videos, Links usw.) einem Redaktionsplan oder handeln Sie da eher spontan?

Wir handeln eher spontan hinsichtlich der Inhalte. Lediglich der Zeitplan ist insofern festgesteckt, dass wir bspw. ca. 1 x pro Woche etwas auf Facebook posten und 1 x mtl. unseren Email Newsletter versenden. Es kommt aber auch immer darauf an, dass es was lesenswertes zu posten gibt. Nichts ist schlimmer als banale Inhalte in zu kurzen Zeiträumen. Das führt zur Abstumpfung und letztlich Ablehnung der Empfänger und wäre im schlimmsten Fall ein negativ campaigning.

Welches der von Ihnen genutzten Mittel aus dem Bereich Online Marketing liefert Ihnen aktuell die beste Messbarkeit? Wo sehen Sie am besten, ob Ihre Investitionen Früchte tragen?

Gute Statistiken liefert Google AdWords und, für allgemeines Userverhalten, Google Analytics. Bei den bezahlten Suchergebnissen ist auch Bing/Yahoo mit ähnlichen Reporting-Funktionen wie Google-AdWords ausgestattet. Auch Facebook bietet mit den Reichweite-Statsitiken einige Features, wobei dort leider nicht richtig messbar ist, wie viele User sich in die exakten Inhalte (z. B. die Unternehmensseite von FB) vertiefen.

Facebook oder Google+ – mit welchem der Netzwerke arbeiten Sie lieber und warum?

Anfangs setzte ich große Hoffnungen in Google+, jedoch hat es sich als soziales Netzwerk nicht durchgesetzt. Es ist eher im B2B Bereich etabliert und für Postings zu unsem Restaurant folglich weniger attraktiv. Wegen der geringen sozialen Relevanz der Inhalte haben diese beim Empfänger einen geringeren Akzeptanzwert. Facebook hingegen läuft bei uns sehr gut. Ca. 230 Fans in den ersten 12 Monaten ist in Ordnung und die Nachrichten, die wir in diesem Umfeld erstellen, haben eine hohe Feedback-Quoute.

Was ist mit Twitter? Ist das Netzwerk für Ihr Untenehmen relevant?

Getwittert haben wir bisher noch nicht. Wir wollen aber in 2013 damit anfangen. Wir müssen schauen, inwiefern sich unsere Inhalte in der begrenzten Nachrichtenlänge unterbringen lassen.

Kommen wir zum Thema Bewertungs-Marketing, was zweifelsohne für Restaurants einen unheimlich wichtigen Punkt darstellt. Welche Methoden nutzen Sie, um Empfehlungen und Erfahrungsberichte von Ihren Gästen zu sammeln und welche Erfahrungen haben Sie mit Gast-Bewertungen gemacht?

Der Bereich online-Empfehlungs-Marketing hat bei uns Top-Priorität. Wir haben uns auf allen wichtigen Portalen, allen voran Qype (für deutsche Gäste) und Tripadvisor (für ausländische Gäste) mit aussagefähigen Profilen eingetragen. Dort mit guten Bewertungen präsent zu sein führt messbar zu mehr Gästen. Ich erlebte schon oft amerikanische Besucher, die mit dem Smartphone vor dem Restaurant standen und vor Betreten des Lokals die Trip-Advisor-Bewertungen checken…wer will schon in den wenigen Urlaubstagen in Berlin mit seinem Abend-Dinner einen Reinfall erleben?

Die Bewertungs-Seite des Dreigut

Wir pushen die Vergabe von Bewertungen durch einen prominent plazierten Button auf unserer Homepage. Ausserdem bekommt jeder Gast mit der Rechnung ein Papier-Bewertungskärtchen in Visitenkartengröße. Darin ist ein QR-Code, der auf unsere Bewertungs-Seite führt, sowie die Portale selbst abgedruckt, verbunden mit der Bitte, das Restauranterlebnis zu bewerten.

Herr Häbold, vielen Dank für das Gespräch!

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