Gezielte Ansprache: Warum Google Plus anders ist als die Anderen (Teil 2)

Google Plus Local ist das neue Google Places. Doch das wichtigste bleibt: die lokalen Brancheneinträge werden mit Kontaktdaten und Karte in den Suchergebnissen angezeigt und lokale Unternehmen haben mit einem optimierten Eintrag nach wie vor die Möglichkeit ihre Sichtbarkeit bei Google zu erhöhen.

Allerdings bekommt Places nicht nur einen neuen Namen und ein neues Design, sondern auch ein paar zusätzliche Funktionen, die es lokalen Unternehmern ermöglichen sich mit Internetnutzern zu verbinden und sie in verschiedene Kreise einzuteilen. Hört sich erst mal nicht so bahnbrechend an, aber Google Plus ist anders als die Anderen weil es mit einer Art Kundenmanagement-System ausgestattet wird, das man zur gezielten Ansprache nutzen könnte. Im Grunde ist Google Plus Local eine neue Social Media Plattform speziell für lokale Unternehmen.

Warum gezielte Ansprache?

Freundeskreis, Familienkreis, Bekanntenkreis… unser soziales Leben kennt die Einteilung unserer Kontakte in verschiedene Kreise sowieso. Aber auch Unternehmen haben die Vorteile eines guten Kundenmanagements zur Verbesserung der Kundenbindung längst für sich erkannt.

Weil wir an allen Ecken und auf fast jeder Webseite mit Werbebotschaften konfrontiert werden, wird es immer schwieriger potenzielle Kunden zu erreichen. Wir müssen filtern und das wirkt sich im Internet dadurch aus, dass wir die Sachen anklicken, die uns interessieren und relevant erscheinen. Alles andere lassen wir Links liegen. Werden wir alle zwei Tage per Newsletter oder in unserer Timeline über etwas informiert was uns nicht interessiert, dann bestellen wir ihn wieder ab oder blockieren die Nachrichten. Damit hat man einen Kontakt verloren, der mit dem Abonnieren des Newsletters oder dem Freundschaftangebot ursprünglich mal Interesse ausgedrückt hat.

Die Botschaft muss dem Empfänger gefallen und nicht nur dem Sender

Wenn man versucht alle auf einmal anzusprechen oder die Zielgruppe nur schwammig definiert, dann wird auch die Ansprache schwammig und geht im Zweifel unter. Nur gibt es Branchen deren Zielgruppe sehr heterogen ist. Ein Friseur könnte Männer oder Frauen und dazu noch Jung und Alt bedienen. Doch unterschiedliche Kunden haben unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse. Sowohl in Bezug auf Produkt, als auch Service und Verpackung. Man könnte vermuten, dass Männer eher daran interessiert sind, die Haare schnell und billig wieder in Form zu bringen und wenn Nasen –und Ohrenhaare auch noch gleich gestutzt werden ist der Service perfekt. Frauen hingegen sehen den Gang zum Friseur vielleicht eher als etwas „für sich tun“. Ein bisschen Verwöhnen, ein bisschen Pflege und dazu vielleicht noch eine Nackenmassage und am Schluss besteht noch Interesse für das Shampoo.

Gezielte Ansprache

Für eine gezielte Kundenansprache muss man die verschiedenen Kundensegmente kennenlernen und verstehen. Genauso wie den Kanal über den man mit ihnen spricht. Für Social Media Marketing bedeutet das, sich mit Postings, Kommentaren und Gesprächen ein Netzwerk im Internet aufzubauen. Das Ziel ist, dort im Newsfeed oder der Timeline aufzutauchen um im Gespräch zu bleiben und hin und wieder auf ein gutes Angebot hinzuweisen.

Nur kommt es eben auch stark darauf an was man postet. Weniger ist hier mehr. Wenn Kunden mit Informationen überhäuft werden, die sie nicht interessieren, dann verlieren sie naturgemäß das Interesse und dann werden die Posts blockiert und das Unternehmen taucht an einem Punkt weniger des Netzwerkes auf. So könnte man sich zum Beispiel vorstellen, dass männliche Kontakte eher genervt sind, wenn der Friseur Hochsteckfrisuren inklusive Anleitungsvideo postet, wohingegen die weibliche Fraktion das gar nicht mal so uninteressant findet.

Teilt man die Kunden in verschiedene Gruppen, dann kann man gezielt auf unterschiedliche Interessen eingehen und hat die Chance interessant zu bleiben. Eine Nachhilfeschule könnte die Kunden in verschiedene Fächer oder Klassen einteilen und so zum Beispiel einen Mathewitz an den Mathekreis schicken oder den Englischschülern eine tolle Leseempfehlung zukommen lassen. Um herauszufinden, was bei welchen Kundengruppen funktioniert und ankommt, muss man ein wenig testen und ausprobieren.

Google Plus ist leichter zu bedienen als Andere

Genau das hat Google Plus sich zu Herzen genommen und bietet mit den „Kreisen“ eine einfache Möglichkeit, Kontakte in verschiedene Gruppen einzuteilen und gezielt anzusprechen. Als Unternehmen kann man sich allerdings nicht so einfach mit jedem verbinden, wie mit einem persönlichen Google Plus Account. Der Unterschied besteht darin, dass man als Unternehmen erst von dem Kontakt eingekreist werden muss, bevor man ihn selbst einkreisen kann. Der Beziehungswunsch muss also vom Kunden ausgehen. Für die B2B Kommunikation gilt das allerdings nicht. Als Unternehmen kann man anderen Unternehmensseiten ganz unbürokratisch folgen.

Gezielte Kundenansprache ist auch auf anderen Kanälen möglich. Google Plus zeichnet sich allerdings durch Benutzerfreundlichkeit aus. Die Bedienung ist vor allem im Gegensatz zu Facebook einfacher und intuitiver. Um die Kreise zu verwalten muss man eingeloggt sein. Dann sieht man eine Navigationsleiste auf der linken Seite mit dem Menüpunkt „Kreise“. Ist dieser Punkt aktiviert, sieht man auf der unteren Hälfte die Kreise, die man angelegt hat. Klickt man dort einen Kreis an, dann erscheinen die Kontakte dieses Kreises in der oberen Hälfte. In diesem Beispiel ist der Kreis „Alle Kunden“ ausgewählt.

Google Plus ist anders als die Anderen Teil 2

Kreise können unabhängig voneinander angesprochen werden. Ein Friseur könnte allen weiblichen Kunden ein Angebot für eine Haarverlängerung schicken, während die männlichen Kunden ein Angebot für Haarschnitt plus Rasur bekommen. Und für die Stammkunden denkt man sich etwas besonderes aus, um die Freundschaft zu erhalten. Fährt man mit der Maus über einen Kontakt, erscheint eine kleine Maske. Man sieht auf einen Blick den Namen und das Profilbild des Kontaktes und in welchen Kreisen er sich befindet.

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Ist ein Kunde umgezogen, gibt es einen Anlass die Kreiszugehörigkeit anzupassen. Klickt man auf den Namen, kommt man direkt in das Profil und kann das dort ändern. Fährt man mit der Maus über den grünen Button neben dem Profilbild, erscheint eine Liste aller Kreise und man kann dort einen Haken setzen, wo man den Kontakt haben will.

Google Plus ist anders als die Anderen Kreise2

Nach welchen Kriterien Kunden am besten segmentiert werden, lässt sich so pauschal nicht sagen. Für einen Brötchenbringdienst macht es mehr Sinn, die Kunden nach Region und Haushaltsgröße zu sortieren, wohingegen Bildungsabschluss und Beruf für Finanzberaterder relevanter sind.

Mit den Kreisen von Google Plus können auch andere Beziehungen gemanaged werden

Die Kreise sind nicht nur auf Kundenkommunikation beschränkt, sondern Sie können auch Mitarbeiter, Lieferanten oder sonstige Partner in Ihre Kreise aufnehmen und diese gezielt ansprechen. Das macht vor allem für größere Unternehmen mit verschiedenen Abteilungen und bei Unternehmen mit mehreren Standorten Sinn. Besonders die B2B Kommunikation wird gefördert, weil man sich mit anderen Unternehmensseiten leicht verbinden kann. Alle Kontakte können übrigens in beliebig viele verschiedene Kreise eingeteilt werden. Ein Filialleiter kann also gleichzeitig in den Kreisen „Filialleiter“ und „Standort Köln“ sein.

Das Erstellen der Kreise ist genauso simpel und schnell, wie das Löschen. Man könnte Google Plus also auch für einmalige Kampagnen nutzen oder sogar Projektkreise erstellen, die nach Ablauf einfach wieder gelöscht werden. Der Projektkreis „Sommerfest“ kann sich während der Organisationsphase Informationen hin und her schicken, ohne die anderen zu nerven. Da eine Person in mehreren Kreisen sein kann, kann so ein temporärer Kreis gelöscht werden, ohne das der Kontakt verloren geht.

Google Plus Kreise1Praktisch ist, dass so ein Kreis nicht von jedem individuell erstellt werden muss, denn man kann sie auch verschicken.

Wenn ein neuer Mitarbeiter dazu kommt, könnte man ihm direkt den Kreis „Alle Mitarbeiter“ zuschicken. Nimmt der ihn an, bekommen alle anderen Mitarbeiter eine Benachrichtigung und können den neuen Kontakt zu dem Kreis hinzufügen. Das Vernetzen und managen von Kontakten ist mit Google Plus sehr einfach.

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Nur leider gibt es einen Nachteil

Google Plus Local hat im Moment einen entscheidenden Nachteil: es funktioniert noch nicht richtig. Zwar sind bereits alle Places Einträge in Google Plus integriert, aber die sozialen Funktionen und auch die hier so großartig beschriebenen Kreise sind noch nicht aktiv. Es gibt trotzdem eine Möglichkeit die sozialen Zusatzfunktionen auszuprobieren. Denn man kann eine Google Plus Unternehmensseite erstellen, die aber nicht mit der ehemaligen Places Seite (jetzige Google Plus Local Seite) zu verwechseln ist und die auch getrennt verwaltet werden müssen.

Diese Situation ist alles andere Ideal. Um zu zeigen wie es mal sein könnte, hat Google für ein paar lokale Unternehmen in den USA die Funktionen als Beispiel freigeschaltet. So kann man sich zumindest schon mal angucken, wie so eine Seite einmal aussehen wird. Leider hält Google sich sehr bedeckt mit Aussagen darüber, wann Google Plus Local voll funktioniert.

Google Plus oder Facebook? Es kommt drauf an.

Seitdem Google Plus vor einem Jahr auf den Markt gekommen ist, findet eine rege Debatte darüber statt, ob es gegen Facebook eine Chance hat. Das wichtigste Argument für Facebook ist, dass es unschlagbar viele Nutzer hat, die unschlagbar viel Zeit dort verbringen. Wer sich in den letzten Jahren bei Facebook ein großes Netzwerk aufgebaut hat, das funktioniert, gibt es keinen Grund zu wechseln.

Es kommt immer drauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet und welche Ziele man verfolgt. Google Plus ist vor allem für lokale Unternehmen interessant, die neue Kunden durch das Internet gewinnen möchten. Denn die suchen zumindest schon mal bei der dazugehörigen Suchmaschine nach lokalen Unternehmen und Dienstleistungen. Die Google Plus Local Einträge tauchen in den lokalen Suchergebnissen auf und erreichen damit genau die Nutzer, die gerade nach einer Dienstleistung in der Nähe gesucht haben. Mit einem optimierten Eintrag erreicht man für die Neukundengewinnung eine bessere Sichtbarkeit, als mit einer Unternehmensseite von Facebook.

Da Google Plus Local auch eine Bewertungsplattform ist, kann hierüber, genauso wie früher mit Places, auch Empfehlungsmarketing gemanaged werden. Mit vielen positiven Bewertungen hat ein lokales Unternehmen gute Chancen von dem User kontaktiert zu werden. Social Media Plattformen sind nicht alle gleich und da man verschiedene Ziele auf den Plattformen erreichen kann, lohnt es sich die eigene Präsenz sinnvoll auf mehrere Kanäle zu verteilen.

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