Der Pommesbuden-Blogger: Local Social Media made in Münster

Was wäre ein ordentlicher Online-Marketing-Blog für kleine Unternehmen schon ohne anständige Praxisbeispiele? Wohl eher eine etwas trockene Angelegenheit. Um besser zu veranschaulichen, dass lokales Online-Marketing ‚für Sie da draußen‘ auch wirklich einen greifbaren Nutzen herbeiführt, lassen wir regelmäßig Unternehmen zu Wort kommen, die von ihren Erfahrungen berichten. Heute haben wir dafür einen sehr interessanten Gast:

Carsten Hoppe – der Pommesbudenblogger.

Social Media, dass hört sich für viele lokale (kleine) Unternehmen nach Fremdsprache an. Social Media? Was soll das denn sein, kann ich das essen? Dabei ist Social Media eigentlich völlig einfach und der Turbo für das eigene lokale Unternehmen. Gerade im Bezug auf eine kleine Firma und Internet höre ich immer wieder: “Ich hab doch `ne Seite im Netz, reicht doch! Oder?” Nein, reicht nicht mehr, zumindest in der heutigen Zeit nicht und außerdem verschenkt man damit Unmengen an Reputation und auch Information für bestehende und auch neue Kundschaft. Mit meinem Blog Event Catering Münster möchte ich, Carsten Hoppe, meine Kunden informieren und natürlich auch neue Kunden dazu gewinnen. Dazu eignet sich idealerweise ein lokaler Blog, denn ich habe ja meine Kunden vor Ort und genau die will ich ja erreichen.

Warum bloggst Du?

Ich blogge eigentlich schon seit 2006 und habe in dieser Zeit mehrere erfolgreiche Blogs in Leben gerufen. Angefangen habe ich, weil ich eine normale Internetseite für zu wenig halte. Ich kann meine Kunden gar nicht mehr richtig informieren. Schließlich will ich doch zeigen wer ich bin und was ich so mache. Dazu eignet sich ein Blog ja hervorragend und ich steigere somit auch meine Reputation, meine Reichweite und gewinne schließlich auch so neue Kunden dazu.

Was für Ziele hast Du Dir gesetzt?

Mein größtes Ziel heißt immer noch Information. Mit dem Internet kostet mich dieses keinen Cent und ist indirekt auch noch kostenlose Werbung für mein lokales Unternehmen. Warum sollte ich also Unmengen in veraltete Papier Branchenbücher stecken, wenn ich mit dem eigenen lokalen Blog kostenlos viel mehr Nutzer / Kunden erreichen kann. Meine Ziele sind also Information, Reichweite, Reputation, Werbung für meine Dienstleistung, Waren und Produkte.

Wie wirkt sich der Blog auf die Gewinnung von Neukunden aus?

Mit meinen Blogbeiträgen zeige ich meinen Kunden, was ich mache, wie ich es mache und für ehemalige Kunden ist es ein Nachschlagewerk vergangener Events. Wenn wir z.b. auf einem Open Air waren, suchen einige der Besucher noch tage- wochenlang nach Artikeln und Fotos von diesem Event. Wenn ich also darüber berichte, ist das versteckte Werbung alà “Ach ja, die waren ja auch da und die Pommes waren lecker” Ich verankere mich also in deren Gedächtnis und bei Bedarf werde ich als Erinnerung wieder hervor geholt: “Weißt du noch, vor einem Jahr, da hat doch einer Pommes & Currywurst gemacht, der ist doch auch im Netz, Ruf den doch mal an”

Wie kommst Du an Themen?

Das ist eigentlich ganz unterschiedlich, aber auch recht einfach, denn ich blogge über unsere Event Catering Einsätze und über das, was ich so innerhalb der Firma erlebe. Viele Kunden interessieren sich dafür und die besten Geschichten erzählt nur das wahre Leben.

Wie oft bloggst Du?

Wenn ich Lust und Laune habe, dann kommt es schon mal vor, dass ich 3 Artikel an einem Tag veröffentliche und das sogar eine ganze Woche lang. Mich packt dann die Schreibwut und dann sprudelt es nur so aus meinem Gehirn in die Tasten rein. Dann gibt es aber auch Zeiten, da hab ich schlichtweg keine Zeit und es kommt dann auch schon mal vor, dass ich eine Woche gar keinen Artikel schreibe. Normalerweise sollte man ja regelmäßig seine Artikel publizieren, aber ich denke mir dann immer, besser nichts schreiben als wenn es gezwungen aussieht. Jetzt in der Winterphase haben wir sowieso Zwangsurlaub und da gibt es nunmal weniger Themen oder Events, über die man berichten könnte.

Wie groß ist der Zeitaufwand?

Das liegt natürlich an den Fotos und der Menge Text die ich verbloggen möchte. Bei Event- Berichten brauche ich ca. 30 Minuten für einen Blogbeitrag. Bei längeren Infotexten können es auch schon mal Tage werden. Dabei schreibe ich nicht tagelang, sondern schreibe in Absätzen. Ich überlege mir Überschriften und schreibe dann Blockweise. Wenn ich keine Lust habe oder eine Denkblockade, dann hör ich auf und schreibe erst am nächsten Tag wieder weiter. Ich achte also weniger auf Quantität, sondern auf Qualität.

Worauf achtest du beim bloggen?

Fotos, Fotos und nochmal Fotos. Bilder sagen mehr aus als tausend Worte und mit Fotos kann man in kurzer Zeit sehr viel erreichen. Ich zeige meinen Kunden wer ich bin und wie meine Dienstleistung funktioniert. Dazu habe ich eine ausführliche Bildergalerie eingerichtet und hier sieht jeder User sofort was ich mache, wie es aussieht und das ganze ohne viel Text.

Welche Social Media Plattform läuft bei Dir am besten und warum?

Ich bin bei Twitter, Facebook, Google Plus und bei Pinterest, aber wirklich aktiv bin ich nur bei Google Plus. Bei den anderen Netzwerken bin ich nur weil einige unserer Kunden dort sind. Persönlich gefällt mir Google Plus auch am besten und obwohl die meisten bei Facebook sind, gefällt es mir als Netzwerk nicht. Liegt auch wohl an den schwammigen Datenschutzbestimmungen. Gefunden werde ich aber am meisten über die normale Google Suche, von daher sind die sozialen Netzwerke bei mir zweitrangig.

Was für negative Begleiterscheinungen treten bei Dir bei übermäßigem Einsatz an der „Blog-Front“ auf?

Es kommt schon mal vor, dass mich Leute aus ganz Deutschland anrufen und die wollen dann wissen wie dies und jenes funktioniert. Das liegt daran, dass ich auch einige technische Artikel veröffentliche über Gas Fritteusen und Verordnungen, die man im Imbissbereich einhalten muss. Um das ein wenig einzudämmen habe ich einige Artikel mit weiterführenden Links versorgt, damit sich Interessierte an geigneter Stelle noch besser informieren können. Ich gebe aber weiterhin gerne Auskunft, wenn es meine Zeit erlaubt und es nicht überhand nimmt. Bis jetzt ist es aber noch überschaubar und kein Problem.

Hast Du Tipps für andere auf Lager?

Der einfachste Tipp heißt MACHEN. Viele Unternehmen sind viel zu ängstlich oder trauen sich nicht ans Internet heran, dabei ist Social Media und Local Blogging keine Hexerei. Es ist einfacher als man denkt und wer WordPress als Blogsystem einsetzt, bekommt das schon bei jedem Serveranbieter via one click Installation zur Verfügung gestellt. Also komplett ohne Programmierkenntnisse loslegen und wer schreiben kann, sollte es auch machen. Viele ahnen gar nicht, wie sehr ihre Kunden an ganz banalen Dingen aus dem Betriebsalltag interessiert sind.

Was könntest Du jedem lokalen Anbieter aus der Hüfte herausgeschossen uneingeschränkt in puncto Social Media empfehlen?

Hier gilt auch wieder das gleiche Motto, MACHEN! Einfach loslegen und auch keine Angst vor Facebook, Twitter und Co. haben. Es beißt keiner, ganz im Gegenteil denn mit Social Media kann man Kunden nicht nur informieren sondern auch neue anlocken. Hierbei ist Transparenz sehr wichtig und auch hilfreich. Eine Firma die sich im Internet transparent gibt, steigert die eigene Reputation und das ist kostenlose Werbung deluxe.

6 Kommentare zu „Der Pommesbuden-Blogger: Local Social Media made in Münster

  1. Hans@VersicherungsKarrieren

    Der Bericht gefällt mir gut. Zeigt er vor allem, wie auch kleine lokale Unternehmen (sorry, Herr Hoppe, you know what I mean) im Internet persönliche Beziehungen aufbauen können – bis hin zu Glaubwürdigkeit, die dazu führt, dass Carsten Hoppe Anrufe aus ganz Deutschland erhält.

    Der Satz „Gefunden werde ich aber am meisten über die normale Google Suche, von daher sind die sozialen Netzwerke bei mir zweitrangig.“ sagt für mich am meisten aus :) Sagen wir’s mal so: Die eigenen Geschäftsräume sind wichtiger, als ein Stand auf dem Wochenmarkt oder auf einer Messe.

    – Hans Steup, Berlin

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  2. Thomas Ruhrmann

    Ein wirklich gelungener Bericht und so ganz nebenbei lieber Carsten, ich habe diesen Bericht über Google+ gefunden 😉

    Der Bericht (das Interview) liest sich so von der Hand, da er informativ und authentisch ist. Respekt dazu.

    Selbstverständlich sind die eigenen Geschäftsräume wichtig, all das Engagement und die Leidenschaft für den Beruf bringen jedoch nichts, wenn man nicht in den Weiten des Netz gefunden wird. Von daher halte ich gerade die Social Media Netzwerke wie Facebook, Google+ aber natürlich auch Twitter für extrem wichtig.

    Beste Grüße und happy selling,
    Thomas

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  3. Tina Gallinaro

    Ein toller Beitrag, der sehr deutlich zeigt , dass man keine komplett fotografisch aufgehübschten Bilder braucht um einen tollen Effekt hervorzubringen!
    Die Verbindung –> Sympatie gekreuzt mit einer Prise
    –> Offenheit, gepaart mit einem Einblick in den Unternehmeralltag sowie das Interesse an (s)einem Umfeld und Kontakten macht Social Media fast zu einem Spaziergang.
    Es einfach tun, davor haben in meinen Augen leider noch zu viele Unternehmen Angst!
    Mit jedem Tag, den ein Unternehmer zögert durchzustarten werden die Mitbewerber die bereits dabei sind, immer einen großen Schritt voraus sein.

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  4. Tobias Kerstin Post author

    Das hätten wir nicht besser sagen können, Thomas Ruhrmann und Tina Gallinaro. :-) Wir freuen uns über die positive Resonanz auf das Interview und bedanken uns natürlich auch bei unserem Gastautor Carsten Hoppe!

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  5. Carsten

    Ich habe das mit den social networks wohl falsch ausgedrückt. Meine „Auftraggeber“ finden mich eher in der normalen Google Suche als innerhalb der Netzwerke, weil sie mich auch nicht dort suchen. Das liegt daran, dass meine Auftraggeber selbst dort nicht vertreten sind. Meine letztendlichen „Kunden“ sind sehr wohl in den Netzwerken vertreten und auch dort sehr aktiv.
    Deswegen liegt mein Fokus auf meinem Social Media Bereich

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